Martyn Griffiths im Porträt

Diplomat im Namen des Pflanzenschutzes

Dr. Martyn Griffiths vereint Forschung, Entwicklung und Gesetz: Er ist für die Produktzulassung von Bayers Pflanzenschutzmitteln zuständig. Diplomatie und Kommunikation sind dafür zwingend notwendig.

Ich baue die Brücke zwischen Politik und Wissenschaft.
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Dr. Martyn Griffiths
,
Senior Regulatory Policy Manager

Behörden hinterfragen alles. Und das ist auch gut so. Sie sind einer der vielen Faktoren, die uns dazu antreiben, unsere Produkte immer weiter zu verbessern. Ich verstehe mich dabei als Sprachrohr der Wissenschaftler zu den Ämtern. Dort treffe ich mich mit Administratoren und Anwälte, die oftmals keinen naturwissenschaftlichen Hintergrund haben. Meine Aufgabe ist es, genau diesen Leuten unsere Produkte zu erklären: wie sie funktionieren und warum sie sicher sind. Das belegen wir durch zahlreiche Studien. Bei richtiger Anwendung schützen sie die Pflanzen ohne dabei der Umwelt, Mensch und Tier zu schaden.

 

Und auch andersherum übermittle ich Nachrichten zurück zu unseren Teams bei Bayer: Unseren Forschern erkläre ich, welche rechtlichen Anforderungen eine neue Substanz erfüllen muss. Ich weise sie darauf hin, wenn sich gewisse Regelungen verändert haben, die weitere Studien erfordern. All diese Vorgaben sind im nationalen und europäischen Pflanzenschutzgesetz verankert. Ist das Produkt toxisch? Verbleiben Rückstände in Lebensmitteln? Ist es richtig gekennzeichnet? Das ist nur ein Bruchteil der Fragen, die ich bei der Zulassung eines Produktes beantworten muss. Dabei bleibe ich ständig im Dialog zwischen dem Erfinder und dem Gesetz und stehe beiden Rede und Antwort.

Ist das Pflanzenschutzmittel sicher? Ist es richtig gekennzeichnet? All diese Fragen vermittle ich zwischen dem Erfinder und dem Gesetz.
Martyn Griffiths
,
Senior Regulatory Policy Manager

Fortschritt und Kommunikation

Zu Beginn meiner Karriere habe ich selbst Feldstudien durchgeführt. Ich weiß daher, wie wichtig und herausfordernd neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind. Innovative Analysemethoden lassen uns zum Beispiel exaktere Aussagen über mögliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in unserer Nahrung treffen. Neue Technologien digitalisieren die Landwirtschaft, und die Anforderungen an neue Pestizide steigen: Sie sollen unter höchstmöglicher Sicherheit die Erträge auf dem Feld steigern. Ich muss mein Netzwerk mit den Behörden und Wissenschaftlern noch weiter verstärken, um die direkte Kommunikation aufrechtzuerhalten. Dadurch können wir Einigkeit unter den verschiedenen Meinungen aller Beteiligten und auch das gemeinsame Ziel erreichen: die Ernährung der Weltbevölkerung sichern.

 

Martyn Griffiths

 

Europäer durch und durch

Ich habe schon in Großbritannien und Deutschland gearbeitet. Zurzeit lebe ich in Frankreich, aber ich bin sehr viel unterwegs. Daher bezeichne ich mich selbst nicht als Brite, sondern als Europäer: Ich bin in Großbritannien aufgewachsen, habe meinen Führerschein in Deutschland gemacht und meine Frau kommt aus Frankreich. Die Globalisierung erlebe ich also sowohl privat als auch beruflich. Denn mit ihr entstehen auch viele neue Entwicklungen in der Wissenschaft und der Technologie. Neue Erkenntnisse verbreiten sich blitzschnell über das Internet und die Nachfrage nach mehr Informationen nimmt mit jeder neuen Entdeckung nur noch weiter zu. Genau diesen Umschwung erlebe ich bei der Produktzulassung: Je mehr Informationen wir liefern, desto höher werden die rechtlichen Ansprüche.


Tagsüber bin ich Teil eines unglaublich komplexen Konstrukts aus Wissenschaft, Gesetzen und Behörden. Am Abend brauche ich davon ein wenig Abstand: Ich entspanne dann mit meiner Frau bei einem Glas Wein und einem guten Film. Oder ich erhole mich bei Besuchen im Theater oder bei Musik von der kanadischen Rockband Rush. Als Ausgleich zu den vielen Reisen, laufe ich zweimal wöchentlich zehn Kilometer, um mich fit zu halten. Meine Laufschuhe habe ich auf Dienstreisen immer dabei, und wenn es die Zeit erlaubt, erkunde ich joggend die Städte, die ich besuche.

 

Martyn Griffiths

 

Lebenslauf Martyn Griffiths

1963 geboren in Cambridge, Großbritannien

1986

Bachelor of Science /Pflanzenwissenschaften; Universität in Newcastle, England
1989 Doktorarbeit: „Follar Fertilisers on Breadmarking Quality of Wheat”. Harper Adams Universität, Newport, Shropshire
1989-1993 Field Trials Officer, Schering, nahe Cambridge, England
1994 Assistant Product Safety Manager, AgrEvo, Frankfurt, Deutschland
1994-1998 Regional Registration Manager für China, Taiwan und Korea, AgrEvo, Frankfurt, Deutschland
1995-2001 Global Project Leader für Regbase, AgrEvo und Aventis CropScience, Frankfurt, Deutschland
1998-2002 Global Registration Manager Herbicides, Aventis Crop Science/ Bayer Crop, Lyon, Frankreich
2003-2008 Team Leiter für Herbizide EU Regulatory Management, Bayer Crop Science SA, Lyon, Frankreich
2008-present Senior Regulatory Policy Manager, Bayer SAS, Lyon, France