Science for a Better Life

Mehr Menschen ein besseres Leben innerhalb der Grenzen unseres Planeten ermöglichen

Nachhaltigkeit ist ein wesentliches Element unserer Konzernstrategie und integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategien. Wir wollen auf Dauer unternehmerisch erfolgreich sein, indem wir wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. 

 

Wir stehen alle vor der dringenden und beispiellosen Herausforderung, ein besseres Leben für alle zu ermöglichen und gleichzeitig die Ressourcen unseres Planeten nachhaltig zu nutzen. Wissenschaftliche Belege zeigen eindrucksvoll, dass die Menschheit die Ressourcen nicht länger in diesem Maße ausbeuten kann. Die Welt muss daher eine neue Balance zwischen Produzieren und Bewahren finden.  

 

Unsere Vision lautet „Health for all, hunger for none“.

Wir müssen mehr Menschen zu einem besseren Leben verhelfen, und dazu die Ressourcen unseres Planeten verantwortungsvoll einsetzen. Als globales Unternehmen mit führenden Tätigkeitsfeldern in den Bereichen Gesundheit und Ernährung kümmern wir uns um grundlegende menschliche Bedürfnisse, die für eine nachhaltige und inklusive Welt erforderlich sind. Dank unserer Innovationen, Produkte und Dienstleistungen können wir in erheblichem Maße dazu beitragen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu erfüllen. Wir fühlen uns dazu verpflichtet, einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft und den Planeten bei gleichzeitigem finanziellem Erfolg zu leisten – entsprechend unserem Unternehmenszweck „Science for a better life“.  

 

Wir werden nachhaltige Lösungen aus unserem Kerngeschäft heraus bereitstellen.  

Wir haben messbare Nachhaltigkeitsziele für das Unternehmen gesetzt: Wir wollen die besonderen Stärken unserer Divisionen Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health miteinander verbinden und damit eine systemische Antwort auf die komplexen Herausforderungen unserer Zeit auslösen. Dieser Ansatz wird unser Potenzial freisetzen, um nachhaltige Entwicklung weltweit voranzutreiben und gleichzeitig neue Möglichkeiten für unser Geschäft zu schaffen. 

Als global agierendes Unternehmen mit führenden Tätigkeitsfeldern in Gesundheit und Ernährung wollen wir einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit zu finden.
Matthias-Berninger
Matthias Berninger
,
Leiter Public Affairs & Sustainability, Bayer AG

Bayers Nachhaltigkeitsziele – verstärkt durch Verpflichtung zu guter Unternehmensführung

Wir sehen uns dazu verpflichtet, unser Potenzial und unsere Verantwortlichkeit für den Aufbau einer nachhaltigeren Zukunft für alle Menschen einzusetzen. Daher unterstützen wir nicht nur die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, sondern haben zusätzlich eigene formuliert. 2019 haben wir eine Reihe ambitionierter Nachhaltigkeitsziele bis 2030 und Bekenntnisse angekündigt:  

 

  1. Bayer strebt an, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu sein. 

  2. Wir haben uns ambitionierte Ziele für den Zugang zu Gesundheit und Ernährung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gesteckt – mit besonderem Fokus auf der Stärkung unterversorgter Gebiete. Bis 2030 wollen wir

  • 100 Millionen Kleinbauern darin unterstützen, sich selbst und andere zu ernähren und ihre Einkommen zu steigern. 

  • 100 Millionen Frauen einen Zugang zu Familienplanung ermöglichen, was auch bedeutet, sie in der Ausübung ihrer Rechte als Frauen und in der Ausschöpfung ihrer Potenziale zu stärken, was von wesentlicher Bedeutung für die sozio-ökonomische Entwicklung der betreffenden Volkswirtschaften ist. 

  • den Zugang und die Versorgung mit unseren pharmazeutischen Produkten zu erschwinglichen Preisen verbessern - mittels gerechter Preisgestaltung und Patientenzugangsprogrammen, mit denen wir 100 Millionen Menschen erreichen wollen. 

  • 100 Millionen Menschen in unterversorgten Regionen den Zugang zu alltäglicher Gesundheitsversorgung ermöglichen. 

 

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Darüber hinaus wollen wir in unserem Tätigkeitsfeld Crop Science 

 

  • die Treibhausgase, die von den wichtigsten Nutzpflanzen in unseren größten Märkten ausgestoßen werden, um 30 Prozent senken. 

  • die Umweltbelastung durch Pflanzenschutzmittel um 30 Prozent reduzieren. 

 

Unsere Bekenntnisse: Wir stärkten auch unsere Governance-Mechanismen für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung 

 

  • Mit Beschluss durch die ordentliche Hauptversammlung 2020 haben wir unsere Nachhaltigkeitsziele in das Vergütungssystem des Vorstands integriert. Ab 2021 werden nach dem neuen System 20 Prozent der langfristigen variablen Vorstandsvergütung (LTI) mit dem Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele verknüpft.  

  • Wir haben einen unabhängigen Nachhaltigkeitsrat gegründet, der den Vorstand in allen Nachhaltigkeitsfragen beraten wird. 

  • Unsere Vision mit ihrem Schwerpunkt auf Innovation und Nachhaltigkeit basiert auf Werten und Verhaltensweisen. Um sicherzustellen, dass wir die Erwartungen der Gesellschaft an uns erfüllen und mit unseren Geschäftstätigkeiten Wert für alle Stakeholder schaffen können, haben wir die Bayer Societal Engagement (BASE)-Prinzipien in Kraft gesetzt. Diese Prinzipien stellen unsere Leitsätze dar und sind die Grundlage für unsere Aktivitäten. 

  • Transparenzinitiative: Wir haben uns auch dazu verpflichtet, Vertrauen aufzubauen und zu stärken, indem wir Informationen aus den unterschiedlichsten Bereichen zugänglich machen. Transparenz hat für Bayer höchste Priorität

 

Dialog mit Investoren

Der kontinuierliche und systematische Dialog mit unseren Stakeholdern – insbesondere mit Investoren – ist uns wichtig. Im Rahmen unserer erweiterten integrierten Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir den Austausch mit den Teilnehmern des Kapitalmarktes, deren Investitionsentscheidungen an ökologischen und sozialen Kriterien sowie an einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung ausgerichtet sind, weiter intensivieren.  

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Bayer Nachhaltigkeit verfolgt, dann wenden Sie sich direkt an unsere Abteilung Corporate Sustainability

 

Darüber hinaus informieren wir unsere Stakeholder über nicht-finanzielle Entwicklungen und Leistungsindikatoren in unserem Nachhaltigkeitsbericht

 

Bayer in Nachhaltigkeitsindizes

Bayer ist weiterhin in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes, wie dem FTSE4Good, MSCI World Low Carbon Target Index, STOXX® Europe Sustainability Index, STOXX® Global ESG Impact sowie im Dax® 50 ESG Index gelistet. Das CDP (Carbon Disclosure Project) hat Bayer auch im Jahr 2019 wieder als eines der international führenden Unternehmen der Pharmabranche auf den Gebieten des Klimaschutzes und des nachhaltigen Wassermanagements eingestuft. 

 

Index Zone
DAX-50-ESG-Index  Deutschland 
FTSE4Good Environmental Leaders Europe 40 Europa 
FTSE4Good Europe Europa 
FTSE4Good Global Welt 
MSCI ACWI Low Carbon Target Index Welt 
STOXX® Europe Sustainability Europa 
STOXX® Global ESG Impact Welt 

 

Interessante Themen für Rating-Agenturen 

In unseren Gesprächen mit Stakeholdern/Rating-Agenturen werden wir zu bestimmten Themen immer wieder mit Behauptungen konfrontiert. Wissenschaftliche Belege, die wir zu diesen Bereichen zur Unterstützung unserer Position bereitstellen, werden jedoch in den Bewertungen einiger Rating-Agenturen nicht immer vollständig berücksichtigt. Um die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und den Investoren weiter zu fördern und eine objektive Bewertung zu unterstützen, stellen wir die folgenden Informationen bereit. 

 

Umweltschutzfragen hinsichtlich GVO (genetisch veränderter Organismen) 

Einige Rating-Agenturen behaupten, dass GVO der Umwelt schaden, und haben diese Behauptung als „sehr ernste Kontroverse“ eingestuft. Wir werden nachfolgend klarstellen, was richtig und was falsch ist. 

 

Sowohl in der konventionellen als auch in der biologischen Landwirtschaft ergreifen Landwirte Maßnahmen, um unerwünschte Fremdbestäubungen zu verhindern. Saatgutunternehmen und Wissenschaftler nehmen das Thema Pollenflug seit Jahrzehnten sehr ernst. Da wir es beim Mais – einer der wichtigsten Kulturen in unserem Saatgutportfolio – mit einer offenen Befruchtung zu tun haben, ist es für unser Geschäft wichtig zu verstehen, wie weit und unter welchen Umständen sich die Pollen verbreiten. Dieses Wissen überführen wir in Best Management Practices, beispielsweise in Empfehlungen zum optimalen Abstand der Pflanzen oder zum Zeitpunkt der Aussaat, damit zwei Felder nicht zum gleichen Zeitpunkt bestäubt werden. 

 

Bisher durchgeführte Studien (zu Baumwolle in den USA und Indien sowie zu Soja in den USA) sind zu dem Schluss gekommen, dass der Anbau von GV-Kulturen nicht zu einem Rückgang der Pflanzenvielfalt geführt hat. 

 

Darüber hinaus erläutert ein Bericht der American Seed Trade Association, dass, auf Grundlage der Erfahrungen vieler Generationen, Koexistenz bedeutet, die besten Methoden in der Landwirtschaft allen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette den größten Nutzen bringen – von den Saatgutherstellern über die Landwirte und Einzelhändler bis hin zu den Verbrauchern, also „vom Feld auf den Teller.“ Der Bericht erinnert uns daran, dass „die Koexistenz verschiedener Anbaumethoden in der Landwirtschaft kein neues Konzept ist“ und dass „Landwirte daran gewöhnt sind, verschiedene Kulturen nahe beieinander anzubauen.“ Lesen Sie hier den vollständigen Bericht, der weitere Informationen dazu enthält, welche Instrumente in der Saatgutindustrie die Koexistenz ermöglichen3

 

Entwicklung wirksamer Kontrollmechanismen, um die Verunreinigung von konventionellen Feldern mit GV-Kulturen zu verhindern. 

 

Bayer ergreift weitreichende Maßnahmen, um Fremdbestäubungen zu verhindern. Darüber hinaus ist Bayer durch Excellence Through Stewardship (ETS)i zertifiziert. Im Rahmen unseres Qualitätsprogramms untersuchen wir den Pollenflug und entwickeln daraus Best Management Practices, beispielsweise in Bezug auf den Pflanzenabstand oder den Zeitpunkt der Aussaat. 

 

Der Technology Use Guide (TUG) stellt eine kompakte Quelle technischer Informationen zu Bayers aktuellem Technologieportfolio dar und definiert die Anforderungen und Richtlinien bezüglich der Nutzung dieser Produkte. 

 

1 Gmoanwsers.com / University of Ohio (https://agcrops.osu.edu/newsletter/corn-newsletter/2015-04/minimizingpollen-contamination-non-gmo-corn / https://butler.osu.edu/news/managing-pollen-drift-minimize-contaminationnon-gmo-corn) und University of California, Davis (https://anrcatalog.ucanr.edu/pdf/8192.pdf). 

2 Graham Brookes & Peter Barfoot (2017) Environmental impacts of genetically modified (GM) crop use 1996–2015: Impacts on pesticide use and carbon emissions, GM Crops & Food, 8:2, 117-147, DOI: 10.1080/21645698.2017.1309490 

3 Gmoanwsers.com (https://gmoanswers.com/ask/what-steps-are-being-taken-prevent-gmo-crops-pollinatingorganicwild-plants

i Excellence Through Stewardship www.excellencethroughstewardship.org. Die Mitgliedsorganisationen von ETS setzen im Bereich Product Stewardship (verantwortungsbewusstes Management, Handling, Governance, Kontrolle, Nachverfolgbarkeit etc.) Best Practices um, und zwar mit unseren technischen Ressourcen, zu denen Empfehlungen zu Qualitätsmanagementsystemen, Abweichungsanalysen, Checklisten und andere Materialien gehören. 

 

 

Uns ist kein offener Rechtsstreit bekannt, in dem es um Fremdbestäubung/Kontamination bei Zuckerrüben oder anderen Nutzpflanzen geht, wie in einem Bericht geschildert wird. In den USA ging es bei früheren Rechtsfällen im Zusammenhang mit Fremdbestäubung tatsächlich eher um Behauptungen, dass die US-Regierung GV-Kulturen strenger regulieren oder bewerten müsse bzw. um Behauptungen, die sich auf Bedenken hinsichtlich des geistigen Eigentums bezogen, als um Kreuzkontamination. 

 

Deshalb gibt es auch keinen Rechtsstreit, den wir mit einem Vergleich beilegen könnten – wie von Rating-Agenturen gefordert.  

 

 

Einige GV-Kulturen besitzen die genetische Eigenschaft, resistent gegenüber Insekten zu sein. Sie wird aus einem gewöhnlichen Bodenbakterium gewonnen, dem Bacillus thuringiensis (oder Bt). Kritiker von GV-Kulturen argumentieren, dass die insektizid wirkende Bt-Eigenschaft auch den Bienen schadet. Es gibt allerdings keine glaubwürdigen Beweise, die diese Behauptung stützen4

 

Die Bt-Proteine in GV-Pflanzen, die diese vor Insekten schützen, wurden in zahlreichen Studien auf eine potenzielle Toxizität gegenüber Bienen untersucht, und keine von ihnen hat irgendeine schädliche Wirkung auf ausgewachsene Honigbienen oder deren Larven gezeigt – weder kurz- noch langfristig. Bei einer Studie, in der die Bienen extrem hohen Dosen dieses Proteins ausgesetzt waren, zeigte sich, dass die Bienen weniger Nahrung aufnahmen und das Langzeitgedächtnis beeinträchtigt werden kann. Verglich man aber diese hohen Konzentrationen mit realistischeren Bedingungen auf dem Feld, kamen dieselben Autoren zu dem Schluss, dass negative Auswirkungen auf das Nahrungsverhalten der Bienen unter natürlichen Bedingungen unwahrscheinlich seien. 

 

Aufgrund der nicht vorhandenen Aktivität der Bt-Proteine gegen Honigbienen sowie der Ergebnisse zahlreicher Labor- und Feldstudien zu tödlichen und beinahe tödlichen Auswirkungen gibt es genügend Belege, dass das Risiko, welches von GV-Kulturen für Bienen ausgeht, als geringfügig einzustufen ist.  

 

Weiterlesen: Separating fact from fiction, Bee Myths: Don’t Believe Everything You Hear! (BeeINFOrmed Nr. 8). 

 

4 Quelle: BEEINFOrmed Nr. 8_2019, Seite 42 

 

 

Wir beteiligen uns an verschiedenen Initiativen, um die Lebensbedingungen der Schmetterlinge besser zu verstehen, und sind zu dem Schluss gekommen, dass nicht nur der Mangel an Nahrung durch den Rückgang der Seidenpflanze, sondern auch Klimaeffekte das Überleben und die Fortpflanzung des Monarchfalters beeinflussen. 

 

In den USA ist der Bestand an Monarchfaltern durch den Rückgang der Seidenpflanze in den vergangenen 20 Jahren um zehn Prozent gesunken5. Viele Faktoren haben dazu beigetragen, dass die überwinternden Bestände an Monarchfaltern im Vergleich zum 20-Jahres-Durchschnitt zurückgegangen sind: Verlust von Brut- und Nahrungsgebieten entlang der Route ins Winterquartier, Wetter- und Klimaveränderungen, natürliche Feinde, Krankheitserreger und Parasiten sowie weniger Winterquartiere in Mexiko. 

 

Im Januar 2019 berichteten der World Wildlife Fund (WWF) und die Mexikanische Kommission für Naturschutzgebiete (CONANP) von einem Anstieg des jährlichen Bestands an Monarchfaltern der östlichen Population um 144 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Wir verpflichten uns, unsere Position in Zusammenarbeit mit anderen Interessengruppen zu verifizieren und die Fakten zu überprüfen. Deswegen haben wir Programme zum Schutz des Monarchfalters und anderer Bestäuber aufgesetzt. Wir haben uns beispielsweise dafür stark gemacht, dass Seidenpflanzen außerhalb bewirtschafteter Flächen wieder angesiedelt werden, um die Populationen von Monarchfaltern nachhaltig wiederherzustellen. 

 

Weitere Informationen zu unserem Engagement für den Monarchfalter finden Sie hier

 

5 1: Boyle JH, Dalgleish HJ, Puzey JR. Monarch butterfly and milkweed declines substantially predate the use of genetically modified crops. Proc Natl Acad Sci U S A. 19. Febr. 2019;116(8):3006-3011. doi: 10.1073/pnas.1811437116. Epub 5. Febr. 2019 PubMed PMID: 30723147; PubMed Central PMCID: PMC6386695. 

 

 

Die Unbedenklichkeit biotechnologisch veränderter Pflanzen wurde von zahlreichen Drittorganisationen bestätigt, darunter der Amerikanische Medizinerverband AMA, die Gesellschaft für Toxikologie, die Amerikanische Nationalakademie der Wissenschaften, die Royal Society im Vereinigten Königreich, die Weltgesundheitsorganisation, die Französische Akademie der Medizin, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Kommission der Europäischen Union. Diese Ergebnisse beruhen auf jahrelanger Forschung und Bewertung6

 

2018 wurden in 26 Ländern biotechnologisch veränderte Kulturen angebaut, und 44 Länder importierten solche Kulturen. Nach heutigem Stand sind 58 GVO in der EU zum Einsatz in Nahrungs- und Futtermitteln zugelassen

 

6 ISAAA 2018. Global Status of Commercialized Biotech/GM Crops 2018 ISAAA Brief No. 54. ISAAA: Ithaca, NY 

 

Neonikotinoide 

 

Die Gesundheit der Honigbienen hat in den vergangenen Jahrzehnten aus verschiedenen Gründen Anlass zur Sorge gegeben. 2008 gab es mit einer großen Anzahl von Honigbienenvölkern einen ernsten Zwischenfall, als Saatgut unsachgemäß mit einem Neonikotinoid behandelt wurde. Seit diesem Fall wurden zahlreiche zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um erfolgreich dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholt. Behauptungen, dass Neonikotinoide für die beeinträchtigte Gesundheit der Honigbienen verantwortlich sind, entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage – und Belege gibt es dazu zur Genüge. 

 

Neonikotinoide sind für die Völker von Honigbienen und Populationen anderer Bestäuber unbedenklich, wenn sie sachgemäß eingesetzt werden. Zahlreiche Studien unter realistischen Bedingungen, die den landwirtschaftlichen Praktiken entsprechen, haben das bestätigt. In keiner nach vereinbarten Standards durchgeführten Studie wurde ein systematischer Zusammenhang zwischen der Sterblichkeit von Honigbienen oder dem Rückgang von Bestäubern in der freien Natur auf der einen Seite und dem Einsatz von Neonikotinoiden auf der anderen Seite gefunden. 

 

Es gibt verschiedene Studien akademischer Forscher, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden und schädliche Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Bestäuber beschreiben. Doch die meisten dieser Studien wurden mit sehr hohen Dosen der Substanzen und damit unrealistischen Expositionsbedingungen durchgeführt, sodass sie keine Aussage darüber zulassen, was auf dem Feld passiert. 

 

2013 und 2018 wurden drei Neonikotinoide (Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin) aufgrund von Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in der EU weitgehend verboten. Diese Bewertungen wurden aber auf Grundlage neuer geplanter Richtlinien zur Risikobewertung durchgeführt, die nach wie vor kontrovers diskutiert werden, da sie experimentelle Studiendesigns erfordern, die so gut wie nicht zu erfüllen sind (z. B. eine Feldgröße von 450 km2 für eine einzige Feldstudie mit Honigbienen). Deswegen wurde dieser neue Risikobewertungsansatz auch sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung immer noch nicht offiziell in der EU umgesetzt, und die Behörden mehrerer Mitgliedsstaaten verweigern die Umsetzung. Die EU-Kommission hat daher vor Kurzem eine Überprüfung der geplanten Richtlinien angeordnet. 

 

Obwohl die neuen Richtlinien von den EU-Mitgliedsstaaten nicht verabschiedet und nicht offiziell umgesetzt wurden, wurden Neonikotinoide auf Grundlage dieses Ansatzes reguliert (im Gegensatz zu den meisten anderen in der EU zugelassenen Produkten). 

 

Als Neonikotinoide in den frühen 1990er-Jahren eingeführt wurden, galten sie als eine erhebliche Verbesserung, da sie ältere Klassen von Insektiziden (Organophosphate, Carbamate), die für Menschen und die Umwelt hochgiftig waren, ersetzen konnten. 

 

Als Referenz beachten Sie bitte folgendes Fazit der australischen Regierung: 

https://apvma.gov.au/sites/default/files/publication/18541-neonicotinoids_overview_report_february_2014.pdf 

 

Kein Land außerhalb Europas hat die EU-Beschränkungen zum Einsatz von Neonikotinoiden umgesetzt.  In den meisten Ländern der Welt sind Neonikotinoide noch immer zugelassen und werden ohne größere Einschränkungen verwendet, zum Teil nach jüngsten Neubewertungen. In mehreren Ländern und Regionen laufen allerdings Zulassungsüberprüfungen. 

 

Das Vorsorgeprinzip soll in Fällen angewendet werden, in denen die Datenlage unzulänglich ist.  Neonikotinoide sind jedoch vermutlich die weltweit am besten untersuchten Insektizide. Bei Bayer wurde das Testverfahren zur Sicherheit von Bestäubern bereits in die sehr frühen Forschungsphasen integriert, damit unsere Produkte den Nutzen für Gesellschaft, Landwirte und Umwelt maximieren. 

 

Lesen Sie dazu unsere Broschüre: BEEINFOrmed N°8_2019 

 

 

Sonstige Themenbereiche 

 

Als führendes Unternehmen in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft ist sich Bayer bewusst, dass das, was wir bewirken können, nicht nur daran gemessen wird, was wir anzubieten haben, sondern auch daran, wie wir mit der Gesellschaft und den verschiedenen Gruppen weltweit interagieren.  

 

Die Bayer Societal Engagement Principles (BASE) geben den Rahmen dafür vor, wie wir uns gegenüber unseren Mitarbeitern, Patienten, Kunden, Verbrauchern, Geschäftspartnern, politischen Stakeholdern, Wissenschaftlern, Kritikern sowie gegenüber unseren Aktionären weltweit verhalten. Wir wollen zuhören, verstehen, Bedenken ernst nehmen und einen respektvollen Dialog führen – insbesondere dort, wo dies schwierig oder unbequem ist. Bei allem, was wir tun, streben wir nach einem gemeinsamen Mehrwert und guten Lösungen für alle Beteiligten. Um das zu erreichen, stellen wir sicher, dass das transformative Potenzial unseres Portfolios und unserer talentierten Mitarbeiter mit unserem Engagement in der Gesellschaft einhergeht. 

 

Wir nehmen die geistigen Eigentumsrechte an unseren Innovationen ernst. Wir haben diese aber nie gegenüber Kleinbauern durchgesetzt, die ausschließlich für den Eigenbedarf und den Bedarf ihrer Familie anbauen, und tun das auch heute nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass ein breiter Zugang zu unserem geistigen Eigentum gewährt wird und die Lizenzgebühren fair und angemessen sind und niemanden ausschließen. 

 

 

Seit mehr als 40 Jahren nutzen Landwirte in aller Welt – aber auch Regierungen, Hobbygärtner und andere Anwender – Glyphosat als wirksames und kostengünstiges Mittel zur sicheren Bekämpfung verschiedener Unkräuter. Glyphosatbasierte Herbizide helfen den Landwirten, ihre Ernte zu vermarkten und gleichzeitig nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben, indem das Pflügen, die Bodenerosion und der CO2-Ausstoß verringert werden. 

 

Zu Glyphosat und den glyphosatbasierten Herbiziden von Monsanto/Bayer gibt es einen umfassenden Forschungsstand. Er umfasst über 100 Studien, die die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) als relevant für ihre Analyse des Krebsrisikos eingestuft hat, und über 800 weitere Sicherheitsstudien, die bei Zulassungsbehörden eingereicht wurden. Diese Forschungen kommen zu dem Schluss, dass glyphosatbasierte Herbizide bei sachgemäßer Anwendung sicher sind und Glyphosat nicht krebserregend ist. 

 

Diese Schlussfolgerung wird auch weiterhin von führenden Gesundheitsbehörden in aller Welt geteilt. Hierzu zählen die EPA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die australischen, kanadischen, koreanischen, neuseeländischen und japanischen Regulierungsbehörden sowie das Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR). Im Januar 2020 teilte die EPA als Ergebnis ihrer jüngsten Neubewertung von Glyphosat mit, es seien „keinerlei Gesundheitsrisiken für den Menschen durch die Exposition gegenüber Glyphosat“ festgestellt worden. 

 

Weiterlesen: https://www.bayer.com/en/glyphosate-impact-on-human-health-and-safety.aspx

 

 

Die jeweiligen Rating-Agenturen interpretieren die Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen gemäß ihrer eigenen Methodik. 

 

Bayer respektiert alle zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen. Wir glauben an die Logik der Wissenschaft und sorgen dafür, dass alle unsere Produkte die relevanten Sicherheits- und Umweltstandards einhalten, die im Rahmen des Zulassungsprozesses eingefordert werden. 

 

Als Branchenführer im Bereich Pflanzenschutz und Saatgut verpflichtet sich Bayer der Produktverantwortung ("Product Stewardship") als integralem Bestandteil unserer Aktivitäten und stellt sicher, dass unsere Produkte, Dienstleistungen und Technologien sicher und nachhaltig sind, dass sie verantwortungsbewusst gegenüber der Umwelt eingesetzt werden und dass sie gleichzeitig die Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen.