Wichtige Abwehrkräfte in der Pandemie

Wie wir unser Immunsystem stärken und andere in der Pandemie schützen

Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und mentale Ausgeglichenheit stärken unser Immunsystem und helfen dem Körper, Krankheitserreger wie Viren zu bekämpfen. Das ist besonders wichtig in einer Pandemie, in der wir uns nicht nur um unsere eigene Gesundheit, sondern auch um die unserer Mitmenschen kümmern.

 

Während in diesen Wochen in Deutschland die Temperaturen sinken, erleben wir die zweite Welle der Corona-Pandemie. Immer mehr Menschen achten daher auf ihre Gesundheit und die ihrer Familien, um so einer Ansteckung mit Viren und Bakterien vorzubeugen. Vor allem Bewegung an der frischen Luft ist beliebt: Jeder zweite Deutsche geht seit Beginn der Pandemie öfter spazieren als zuvor. Obwohl Schwimmbäder, Fitness-Studios und andere Sportstätten immer wieder schließen mussten, sind 13 Prozent sportlich aktiver, bei Erwerbstätigen im Home-Office sogar 24 Prozent.1

 

Family of four cooking together
Gesunde Ernährung als Schutz vor Viren: Fast ein Drittel der Deutschen kochen seit Beginn der Pandemie mehr als zuvor und verwenden dabei frische Lebensmittel.

 

Fast jeder Dritte kocht regelmäßiger selbst und verwendet dabei mehr frische Zutaten wie Obst und Gemüse als zuvor.2 Auch die Google-Suchanfragen nach Vitamin D und anderen die Immunabwehr stärkenden Vitaminen und Spurenelementen nimmt während der Pandemie zu.3 Gesunde Ernährung, Sport und andere Maßnahmen, die wir zur Stärkung des Immunsystems ergreifen, wie wenig Stress und viel Schlaf sind neben der Einhaltung der AHA-Regeln aktuell der beste Schutz vor Infektionen.

 

 

Das Immunsystem: unsere erste Verteidigungsbarriere

 

Unabhängig vom aktuellen Pandemie-Geschehen sind wir jeden Tag unzähligen Viren und Bakterien ausgesetzt. „Wenn etwas Fremdes, z. B. ein Grippevirus, in unseren Körper eindringt, haben wir mit unserem Immunsystem eine Wachmannschaft, die Eindringlinge abwehren kann“, sagt Robert Eichler, Virologe und Forschungsleiter für Nahrungsergänzungsprodukte bei Bayer. Oft bekämpft unser Immunsystem diese Krankheitserreger, ohne dass wir es bemerken. Manchmal leiden wir unter Symptomen.

 

Robert Eichler
Robert Eichler leitet bei Bayer die Forschung für Nahrungsergänzungsprodukte. Mit seinem Team entwickelt er neue Präparate, die dabei helfen, das Immunsystem zu stabilisieren und den Körper vor Viren zu schützen.

 

Mehr Informationen zum Immunsystem finden Sie hier

Verantwortlich dafür sind allerdings oft nicht die Viren selbst, sondern unsere Immunreaktion auf eine Infektion. Denn unsere Immunabwehr-Mechanismen haben eine Kehrseite: Sobald ein Virus eindringt, senden die Immunzellen in der betroffenen Region Botenproteine aus, damit das Immunsystem noch effizienter reagiert.4 Die Blutgefäße in Nase und Hals schwellen an, sodass mehr weiße Blutkörperchen in die betroffenen Bereiche fließen können, um die Viren zu bekämpfen. Gleichzeitig sorgt eine verstärkte Schleimproduktion dafür, dass die Viren samt der toten Blutkörperchen weggespült werden. Die Folgen kennen wir alle: eine verstopfte Nase, blockierte Nebenhöhlen oder etwa Fieber.5

 

„Bei den meisten viralen Infekten gilt: Therapien helfen oftmals gegen die Symptome, während man dem Immunsystem Zeit verschafft, das Virus zu bekämpfen. Deshalb gehört es zur Gesundheitsvorsorge, die eigene physiologische Körperabwehr zu stärken“, sagt Robert Eichler. Eine gut funktionierende physiologische Körperabwehr kann nicht nur dabei helfen, Erkältungsviren sondern auch COVID-19-Viren abzuhalten oder den Verlauf einer Erkrankung abzumildern. Wer auf seine Gesundheit achtet und das Immunsystem stärkt, ist nicht nur selbst weniger anfällig für Krankheiten; er schützt auch die Gesundheit derer, mit denen er jeden Tag in Kontakt kommt.

 

 

#bleibgesund - Nie war Selfcare so wichtig wie jetzt.

 

 

Wie können wir uns vor Viren schützen?

 

Das ist längst nicht alles, was wir tun können. Es gibt noch viele weitere Maßnahmen, um uns, aber auch unsere Familie, Freunde, Kollegen oder Nachbarn vor Ansteckungen zu bewahren: 
 

  • Wer sich regelmäßig gründlich die Hände wäscht, schützt sich und andere vor vielen Krankheitserregern. Denn gründliches Händewaschen senkt die Anzahl der Keime an den Händen. Damit verringert sich das Risiko, dass Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen oder an Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen weitergereicht werden. Das ist in Zeiten von Krankheitswellen besonders wichtig.6

 

  • Um die Übertragung des Coronavirus über die Luft zu vermeiden, sollten wir Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, regelmäßig lüften. Auch das Tragen einer Alltagsmaske kann das Risiko einer Übertragung minimieren. Zudem sollten wir, wo möglich, den Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten.7

 

  • Weil dauerhafter Stress auch Entzündungen fördert, die das Immunsystem beeinträchtigen können, sollten wir unsere mentale Gesundheit im Blick behalten. Dazu gehören auch ausreichend Schlaf, Ruhe und ausgleichende Aktivitäten (mehr dazu hier).8

 

  • Gesundes Essen spielt eine wichtige Rolle für die Stärkung der Gesundheit. Gerade Obst und Gemüse liefern wichtige Vitamine und Nährstoffe und können so unsere Abwehrkräfte stärken.

 

 

Mit gezielten Nährstoffen durch den Winter kommen

 

Trotz gesunder Ernährung leiden viele Menschen unter einem Mangel an Nährstoffen. Mehr als jeder vierte Deutsche (28 Prozent) greift regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln,9 am häufigsten zu Magnesium, Calcium und Eisen.10 Ein Grund für die wachsende Beliebtheit: Die Wechselwirkungen zwischen Gesundheit, Ernährung und Infektionen sind gut erforscht. So stärkt Vitamin C nachweislich das Immunsystem und kann den Schweregrad von Erkältungen reduzieren.

 

Mother and daughter at a market
Obst und Gemüse fördern die körpereigene Abwehr: Besonders das darin enthaltene Vitamin C stärkt das Immunsystem.

 

Auch das Spurenelement Selen ist ein wesentlicher Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems und fördert die Immunität. Vitamin D ist wichtig für das Knochenwachstum und das Immunsystem. Ein Mangel wird in Studien mit verschiedenen Infektionen, z. B. der Atemwege, in Verbindung gebracht.11

 

 

Wer auf seine Gesundheit achtet, achtet in der Pandemie auf seine Mitmenschen

 

Angesichts immer neuer Viruserkrankungen intensiviert Bayer die Entwicklung immunstärkender Nahrungsergänzungsmittel. Forschungen zeigen, dass der Darm eine zentrale Rolle in der Immunabwehr spielt. Hier befinden sich 80 Prozent der Immunzellen im Körper. „Aus diesem Grund entwickeln wir Präparate mit probiotischen Bakterienkulturen und anderen neuartigen Inhaltsstoffen. Sie werden dabei helfen, das Immunsystem fit für neue Herausforderungen zu machen“, sagt Robert Eichler. Das Immunsystem zu stärken, sollte immer Priorität haben. Aber es ist noch entscheidender während einer Pandemie: Wenn unsere Gesundheit direkten Einfluss auf die der Nachbarn, Freunde und Familie hat, ist ihre Stärkung ein selbstloser und solidarischer Akt, der dazu beiträgt, die Corona-Krise zu überwinden.

So bekämpft die Immunabwehr Viren

Die angeborene Immunabwehr reagiert schnell und unspezifisch auf Bakterien und Viren. Sogenannte Fresszellen (Makrophagen) umschließen die Fremdkörper, zersetzen sie und präsentieren sie auf ihrer Oberfläche. Dann setzen sie Botenstoffe frei, die weitere Immunzellen anlocken. Die Fresszellen sind auch daran beteiligt, die nächste Stufe der Abwehr auszulösen: Sie geben sogenannten T-Killer-Zellen ein Signal, alle körperfremden Zellen abzutöten. Das Besondere: Das Immunsystem speichert die Merkmale der Erreger. Bei einer erneuten Infektion kann der Körper schneller und wirkungsvoller reagieren. Auch Impfungen nutzen dieses Prinzip.12