Krise als Chance

Was wir aus 2020 lernen können

2020 stand im Zeichen der globalen Pandemie: Das Coronavirus hat seine Spuren hinterlassen und ist noch nicht besiegt. Doch in jeder Krise steckt auch die Hoffnung und die Chance, daran zu wachsen. Wir haben vier Kollegen gefragt, was sie aus den Herausforderungen in diesem Jahr gelernt haben.

Monika Lessl, Head of Corporate Innovation, R&D and Societal Engagement

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Was mich 2020 gelehrt hat, ist, dass wir scheinbar Unmögliches möglich machen können, wenn wir zusammenarbeiten und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Als Unternehmen haben wir uns über Divisionen und Funktionen hinweg zusammengeschlossen, um Bedürftige zu unterstützen, die von der Pandemie betroffen sind. Wir haben in 60 Ländern mit mehr als 80 Partnern zusammengearbeitet, um pragmatisch zu helfen. Es hat mich tief berührt, all die positiven Kommentare zu einem Beitrag zu sehen, in dem es um unsere Unterstützung für die Menschen in Beirut nach der Katastrophe ging. Zusammen mit dem Roten Kreuz haben wir den medizinischen Helfern vor Ort Masken zur Verfügung gestellt, damit sie den Betroffenen der Explosion helfen konnten. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Unser gemeinsames Engagement wurde mehrfach ausgezeichnet, wobei der CEFIC Responsible Care Award ein gutes Beispiel dafür ist. Dies war nur dank des gemeinsamen Einsatzes unserer Bayer-Kollegen und unserer internen und externen Partner möglich.

 

Die Entwicklung neuer Impfstoffe innerhalb eines Zeitraums von nur neun Monaten statt neun Jahren zeigt eindrucksvoll, welche großen Fortschritte wir erzielen können, wenn wir zusammenarbeiten und eine klare Vision teilen. Das macht mich hoffnungsvoll und kann womöglich als Blaupause fungieren, wie wir als Gesellschaft in Zukunft Innovationen fördern und innerhalb der Grenzen unseres Planeten leben können.

 

 

Ali Cengiz, Procurement Manager R&D Affairs und PROSI-Mitglied

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Das Jahr 2020 war herausfordernde Zeit für unsere PROSI-Familie, in der wir gemeinsam Gutes tun. Aber wir haben gelernt, dass Hilfe für andere Menschen selbst oder gerade in dieser schwierigen Situation keine Grenzen kennt. Unsere Community hat sich in neun Ländern mit Partnern vor Ort zusammengetan, um unkompliziert zu helfen. Mit unseren Aktivitäten haben wir in der Krise über 700 Familien auf der ganzen Welt unterstützt - zum Beispiel durch die Initiative „Adopt a family“ in Brasilien. Wir haben Familien, die in Slums leben, Starterkits bereitgestellt und sie dabei unterstützt, wieder Arbeit zu finden. Auf den Philippinen haben wir Menschen nach dem Vulkanausbruch wieder auf die Beine geholfen und im Rahmen der Crowdfunding-Initiative „Feeding Future“ dazu beigetragen, Kindern in Spanien Bildung und warme Mahlzeiten zu bieten.

 

Die Pandemie war eine Chance, näher zusammenzurücken, unsere Zusammenarbeit zu stärken, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und unsere Vision "Health for All, Hunger for None" mit Leben zu füllen. Weitere Informationen finden Sie  auf Instagram unter bayer_prosi.

 

 

Kai van Laak, Leiter Corporate Health, Safety & Environment

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Wir haben aus der Corona-Krise gelernt und unsere Notfallpläne, Abläufe und Empfehlungen angepasst. Auf kleinere Ereignisse waren wir gut vorbereitet, aber eine Pandemie dieser Größenordnung hat uns dann doch überrascht. Umso zufriedener bin ich, wie wir die Gesundheit unserer Beschäftigten weltweit an den Arbeitsplätzen geschützt haben. Wir haben auch mehr als eine halbe Million Masken an 100.000 Privatadressen verschickt – eine große logistische Leistung. Die Zusammenarbeit mit den Divisionen und allen Funktionen hat hervorragend funktioniert. Darauf bin ich stolz und allen dankbar, die große Flexibilität gezeigt und unter erschwerten Bedingungen gearbeitet haben.

 

Wir werden noch weiter durchhalten und Einschränkungen akzeptieren müssen, aber ich bin ich zuversichtlich, dass uns das gelingt. Auch für die Zukunft müssen wir uns auf weitere Pandemien einstellen. Gleichzeitig hoffe ich, dass Impfungen bald für alle Menschen zur Verfügung stehen. Für mich bedeutet die Pandemie Volldampf bis zuletzt, denn nach mehr als 30 Jahren bei Bayer werde ich in wenigen Tagen in den Ruhestand gehen. Ich wünsche Ihnen erholsame Ferientage. Bleiben Sie alle gesund!

 

 

Vera Hahn, Leiterin Nachhaltigkeit

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Wenn ich an Herausforderungen in 2020 denke, dann muss ich über den Nachhaltigkeitsrat sprechen, den wir in diesem Jahr ins Leben gerufen haben. Die Idee war einfach: Wir wollten ein Gremium, das uns bei der Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsengagements mit seiner externen Erfahrung kritisch-konstruktiv begleitet. Doch diese einfache Idee hat eine ungeheure Sprengkraft: Wie sehr sind wir bereit, uns wirklich „reinreden“ zu lassen? Wie konstruktiv soll und wie kritisch darf das Gremium sein? Die ersten Monate der Zusammenarbeit zeigen, dass wir hier eine Herausforderung eingegangen sind. Die Ratsmitglieder locken uns ständig aus unserer Komfortzone heraus, sie hinterfragen uns – und bringen uns auf neue Ideen. Ich habe mich sehr gefreut, dass Vorstandsmitglieder – allen voran Werner Baumann – regelmäßig an den Gesprächen teilnahmen.

 

Natürlich sind die Diskussionen nicht immer einfach. Wir werden nicht alles umsetzen können, was die Ratsmitglieder empfehlen. Aber die Außenperspektive dieser Mitglieder nutzen, damit Bayer einen noch größeren Beitrag für eine nachhaltige Welt leisten kann – das ist für mich der große Wert dieses Gremiums. Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir dieses Experiment gestartet haben.