15
Juli
2020
|
08:45
Europe/Amsterdam

Bayer und Siemens Healthineers stellen erste synchronisierte MRT-Schnittstelle zwischen Injektor und Scanner vor

Zusammenfassung

Die neue Injektor-Scanner-Schnittstelle ISI (Imaging System Interface) spart Zeit, erhöht die Effizienz, verringert die Zahl der MRT-Arbeitsschritte um ein Drittel und erlaubt damit einen größeren Fokus auf Patienten / Das Produkt erhielt vor kurzem die CE-Zertifizierung / Gemeinsame Hard- und Softwareentwicklung von Bayer und Siemens Healthineers

Magnetresonanztomographie (MRT):

Berlin, 15. Juli 2020 - Bayer und Siemens Healthineers präsentieren auf dem diesjährigen Europäischen Kongress für Radiologie (ECR) 2020, der erstmals virtuell vom 15. bis 19. Juli stattfindet, das Imaging System Interface (ISI) für die Magnetresonanztomographie (MRT). ISI ist eine gemeinsame Hardware- und Softwareentwicklung von Bayer und Siemens Healthineers und die erste Injektor-Scanner-Schnittstelle für MRT-Untersuchungen. Sie synchronisiert das MR-Injektionssystem MEDRAD® MRXperion von Bayer und den MR-Scanner von Siemens Healthineers. Damit unterstützt ISI dabei, die typischen Herausforderungen zu überwinden, die sich aus dem komplexen Prozess und dem notwendigen Timing einer kontrastmittelverstärkten dynamischen MR-Untersuchung ergeben und zu Stress für den Bediener und zu suboptimaler Bildqualität führen können. Das synchronisierte Auslösen von Kontrastmittelinjektionen über die Bedienkonsole des MRT-Scanners sowie der effizientere Workflow ermöglichen qualitativ hochwertige, konsistente Untersuchungen. Gleichzeitig ist so ein größerer Fokus auf Patienten möglich.

Bei der konventionellen kontrastmittelunterstützten Magnetresonanztomographie müssen Bediener die verschiedenen Arbeitsschritte am Injektor und am MRT-Gerät separat planen, zum exakt richtigen Zeitpunkt synchronisiert auslösen und den Ablauf ständig kontrollieren. Wenn die erforderlichen Schritte nicht in der vorgeschriebenen Reihenfolge und genau synchronisiert sind, kann das zu suboptimaler Bildqualität bis hin zur Verzögerung der Diagnose führen, wenn eine Wiederholungsuntersuchung notwendig wird. Zusätzliche Kosten für das Gesundheitssystem sowie unnötiger Stress und Aufwand für Patienten und Fachpersonal sind mögliche Folgen.

„Gemeinsam mit Siemens Healthineers ist es uns gelungen, eine Schnittstelle zu entwickeln, die direkt auf die Herausforderungen im Arbeitsablauf der konventionellen kontrastmittelunterstützten dynamischen Magnetresonanztomographie eingeht und so den Experten in der radiologischen Diagnostik als auch den Patienten zugute kommt“, erklärt Prof. Dr. Olaf Weber, Leiter Forschung und Entwicklung Radiologie bei Bayer.

„Die Kopplung zwischen MRT und Injektor ist ein wichtiger Beitrag, um die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern. Bisher waren mehrere zeitkritische Interaktionen auf verschiedenen Konsolen notwendig. Jetzt kann alles mit wenigen Klicks über die MR-Konsole gesteuert werden, was synchronisierte Injektionen erleichtert. Auch Szenarien, in denen das MRT-System aus der Ferne bedient werden soll, können wir somit unterstützen“, sagt Arthur Kaindl, Leiter Magnetresonanztomographie bei Siemens Healthineers.

Das ISI-System wurde vor kurzem CE-zertifiziert.

Über Radiologie bei Bayer
Jeder verdient klare Antworten zu seiner Gesundheit, beginnend mit einer frühzeitigen und genauen Diagnose. Als Life-Science-Unternehmen mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Radiologie steht Bayer für innovative Produkte und qualitative Dienstleistungen. Das Portfolio umfasst neben Kontrastmitteln für Computertomographie (CT), Röntgen und Magnetresonanztomographie (MRT) auch Injektoren und Informatik zur Unterstützung einer effizienten und optimalen Patientenversorgung sowie Weiterbildungsangebote für Kunden und technischen Service. Bayer ist außerdem in der Forschung und Entwicklung der medizinischen Bildgebung aktiv und setzt auch auf künstliche Intelligenz, um Innovationen weiter voranzubringen. Jedes dieser Angebote zielt darauf ab, Radiologen dabei zu unterstützen, Antworten zu finden und eine klare Richtung vorzugeben - von der Diagnose bis zur Behandlung.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Konzern mit rund 104.000 Beschäftigten einen Umsatz von 43,5 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,9 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Über Siemens Healthineers AG
Siemens Healthineers AG (WKN: SHL 100) gestaltet die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Als eines der führenden Unternehmen in der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen und mit regionalen Tochtergesellschaften unterstützt Siemens Healthineers Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Siemens Healthineers entwickelt sein Produkt- und Serviceportfolio stetig weiter, etwa mit KI-unterstützten Anwendungen und digitalen Lösungen, die in der nächsten Generation der Medizintechnologie eine immer wichtigere Rolle spielen werden. Diese neuen Anwendungen erweitern das aktuelle Angebot des Unternehmens mit in-vitro und in-vivo-Diagnostik sowie bildgebungsgeführten Therapien. Siemens Healthineers bietet außerdem eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, die Angehörigen der Gesundheitsberufe eine qualitativ hochwertige und effiziente Patientenversorgung leichter machen.
Im Geschäftsjahr 2019, das am 30.9.2019 endete, hat Siemens Healthineers mit seinen etwa 52.000 Beschäftigten weltweit einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro generiert und ein bereinigtes Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Weitere Informationen zu Siemens Healthineers sind unter www.siemens-healthineers.com im Internet zu finden.

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