Kardiale Bildgebung

Diagnose von Herzerkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein Oberbegriff für Erkrankungen des Herzens oder der Blutgefäße, verursachen jährlich 19,8 Millionen Todesfälle und sind damit weltweit die häufigste Todesursache. Die kardiale Bildgebung spielt eine entscheidende Rolle für eine schnelle und präzise Diagnose und die Planung der anschließenden Behandlung.

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Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste Form der Herzerkrankung und wird durch die Ansammlung von Plaque in den Arterien verursacht, die das Herz mit Blut versorgen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, da Patienten mit KHK ein erhöhtes Risiko für potenziell tödliche Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall haben.

 

Jede erfolgreiche Behandlung beginnt mit der richtigen Diagnose

Die kardiale Bildgebung spielt eine entscheidende Rolle dabei, eine schnelle, präzise Diagnose zu ermöglichen und die anschließende Behandlung zu steuern. Sie nutzt innovative Verfahren, um Kardiologinnen und Kardiologen sowie Radiologinnen und Radiologen bei der effektiven Diagnose von Herzerkrankungen wie KHK zu unterstützen. Eine schnelle und präzise Diagnose hilft Ärztinnen und Ärzten, fundierte Entscheidungen zu treffen, und unterstützt die Therapie. Darüber hinaus kann die kardiale Bildgebung zur Überwachung des Krankheitsverlaufs oder des Ansprechens eines Patienten auf die Behandlung eingesetzt werden.

Es gibt verschiedene Verfahren der kardialen Bildgebung. Neben Röntgen und Ultraschall nutzen kardiale Radiologinnen und Radiologen fortschrittliche Bildgebungstechniken wie die kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie (CMR) oder die koronare Computertomographie-Angiographie (CCTA), um vom Befund bis zur Versorgung eine klare Orientierung zu geben.

 

Kardiale MRT

CMR, manchmal auch als kardiale MRT (Magnetresonanztomographie) bezeichnet, ist eine medizinische Bildgebungstechnologie zur nicht-invasiven Beurteilung von Funktion und Struktur des Herz-Kreislauf-Systems. Das strahlungsfreie Verfahren wird in einem Scanner mit starkem Magnetfeld und Radiowellen durchgeführt.

CMR erzeugt anatomische Bilder der Herzkammern in extrem hoher Auflösung und liefert zudem Bewegtbilder zur Beurteilung der Herzfunktion. In den meisten Fällen umfasst das Verfahren die Injektion eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels während der Untersuchung, um die Blutgefäße und perfundierten Bereiche auf den Bildern hervorzuheben. Dies kann Informationen über die Blutversorgung des Gewebes, Entzündungen und Narbenbildung liefern.

 

Koronare Computertomographie-Angiographie und Herzkatheterlabor

Die Computertomographie (CT)-Angiographie bildet Blutgefäße mithilfe iodhaltiger Kontrastmittel ab, die in den venösen Blutkreislauf injiziert werden. CCTA nutzt die CT-Technologie, um Bilder der Koronararterien aufzunehmen, die den Muskel eines schlagenden Herzens mit Blut versorgen, und um festzustellen, ob diese verengt oder blockiert sind.

Kardiologinnen und Kardiologen verwenden Kontrastmittel auch in der Röntgenangiographie zur Darstellung von Koronarstenosen im Katheterlabor. Dieser Untersuchungsraum in einem Krankenhaus oder einer Klinik wird häufig als Herzkatheterlabor bezeichnet und ist mit diagnostischer Bildgebung ausgestattet, um die Arterien des Herzens sowie seine Kammern darzustellen und gefundene Stenosen oder Auffälligkeiten zu behandeln. Die Arterien werden mit iodhaltigen Röntgenkontrastmitteln sichtbar gemacht.

Warum es wichtig ist, dass Patientinnen und Patienten informiert sind 

Patientinnen und Patienten erleben vor und während einer kardialen Bildgebung häufig eine große Bandbreite an Emotionen. Sie über Nutzen und Risiken diagnostischer Verfahren zu informieren, ist wichtig, damit sie gemeinsam mit ihrem Behandlungsteam Therapieentscheidungen treffen können. 

Daher ist es entscheidend, ein besseres und breiteres Verständnis dafür zu fördern, wie die medizinische Bildgebung klinische Entscheidungen entlang des gesamten Versorgungspfads informiert und unterstützt, um den Weg für bessere Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu ebnen.