Experten warnen – Heuschnupfen beeinträchtig Gesundheit und Lernleistung vieler Kinder
Allergische Rhinitis bei Kindern: Schulen rücken stärker in den Fokus
Rund jedes fünfte Kind weltweit leidet an allergischer Rhinitis – einer Erkrankung, die Lebensqualität und schulische Leistungsfähigkeit deutlich mindert / Experten fordern eine leitliniengestützte Behandlung sowie allergiefreundlichere Schulen, um betroffene Kinder besser zu unterstützen / Bayer fördert internationale Aufklärung und evidenzbasierte Versorgung, um die Behandlungsergebnisse junger Patientinnen und Patienten zu verbessern
Basel, Schweiz, Oktober 22, 2025 – Wenn Kinder im Unterricht gähnen, sich ständig die Nase reiben oder häufiger fehlen, steckt oft mehr dahinter als eine Erkältung: Allergische Rhinitis – besser bekannt als Heuschnupfen – gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Sie beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch Konzentration und Lernleistung.
Ein aktuelles Interview im European Medical Journal, entstanden mit Unterstützung von Bayer, beleuchtet die Folgen, Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten aus globaler Perspektive. Darin diskutieren die internationalen Allergie-Experten Dr. Michael Blaiss, Dr. Lei Cheng und Dr. Mário Morais-Almeida*, wie sich medizinische Versorgung und schulische Rahmenbedingungen verbessern lassen.
Allergische Rhinitis betrifft weltweit etwa jedes fünfte Kind und wird zunehmend als Beeinträchtigung für die Lebensqualität, schulische Leistung und soziales Miteinander gesehen. Der Artikel „Global Perspectives on Challenges and Opportunities in Managing Allergic Rhinitis in Children: Taking the School Environment as a Case“ betont die Bedeutung leitliniengestützter Behandlung und allergiefreundlicher Schulen – aus Sicht von Experten aus den USA, Europa und China.
Heuschnupfen: Mehr als eine saisonale Beschwerde
Allergische Rhinitis ist nicht nur eine saisonale Unannehmlichkeit, sie kann die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit von Kindern deutlich beeinträchtigen.
Studien zeigen, dass Kinder mit unbehandelten Symptomen fast dreimal so häufig im Unterricht fehlen wie ihre gesunden Mitschülerinnen und Mitschüler. Auch Konzentrationsprobleme sind verbreitet: Im Unterricht können betroffene Kinder im Schnitt rund 25 Prozent weniger folgen. Hinzu kommen Schlafstörungen, die das Lernen zusätzlich erschweren, und soziale Belastungen durch ständiges Niesen oder eine laufende Nase.
„Allergische Rhinitis wird noch immer zu oft als unterschätzt“, erklärt Dr. Gabriela Zuniga, Global Allergy Medical Lead, Consumer Health Division von Bayer. „Die kumulativen Auswirkungen der Symptome stellen erhebliche Risiken für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern dar. Diese neuen globalen Erkenntnisse verdeutlichen, warum Fachkräfte, Eltern und Schulen allergische Rhinitis als Erkrankung anerkennen müssen, die eine zeitnahe und leitliniengestützte Behandlung erfordert.“
Schulen als Teil der Lösung
Ein wichtiger Faktor ist das Umfeld: Klimawandel, Luftverschmutzung und Innenraumallergene verschärfen die Beschwerden zusätzlich.
Klimawandel: Die Pollensaison verlängert sich seit 25 Jahren im Schnitt um rund einen Tag pro Jahr. Höhere Temperaturen und Luftverschmutzung erhöhen zudem die Allergenität der Pollen.
Urbanisierung und Luftverschmutzung verschlimmern die Symptome. Studien aus China zeigen, dass Kinder, die in stark belasteten Städten zur Schule gehen, deutlich häufiger an allergischer Rhinitis leiden.
Innenraumfaktoren: In Klassenräumen gehören Hausstaubmilben, Schimmel, Tierhaare und Reizstoffe aus Reinigungsmitteln zu den häufigsten Auslösern von Symptomen.
Kinder sind überproportional betroffen, da sie etwa 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen verbringen, wobei ein erheblicher Teil davon in Schulen stattfindet. Belüftung und Allergenmanagement im Klassenraum sind oft unzureichend.
„Da Kinder einen Großteil ihres Tages in der Schule verbringen, ist es entscheidend, dieses Umfeld besser zu kontrollieren“, betont Dr. Cheng.
Behandlung verbessern, Ergebnisse optimieren
Fachleute verweisen zudem auf die internationale ARIA-Leitlinie (Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma), die moderne, nicht sedierende Antihistaminika empfiehlt. Diese helfen, Symptome zu lindern, ohne die Konzentrationsfähigkeit zu beeinträchtigen. „Ältere Medikamente der ersten Generation verursachen Müdigkeit und werden daher in aktuellen Leitlinien nicht mehr empfohlen“, ergänzt Dr. Mário Morais-Almeida.
Die Experten betonen die Notwendigkeit eines stärkeren Bewusstseins und die konsequente Befolgen von Behandlungsleitlinien wie ARIA sowie von schulischen Maßnahmen zur Reduzierung der Allergenexposition.
„Unser Ziel bei Bayer ist es, durch wissenschaftliche Erkenntnisse die Gesundheit zu fördern und Milliarden von Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen“, sagt Dr. Ricardo Salazar, Chief Medical Officer, Consumer Health Division von Bayer. „Durch die Sensibilisierung für allergische Rhinitis im Kindesalter und die Unterstützung internationaler Behandlungsleitlinien, können wir die Gesundheit junger Patientinnen und Patienten weltweit nachhaltig verbessern.“
Mit dem Anstieg der Prävalenz durch Klimawandel, Umweltverschmutzung und Urbanisierung sind eine frühzeitige Diagnose, leitliniengestützte Behandlung und allergiefreundliche Lernumgebungen entscheidend, um die Belastung durch allergische Rhinitis bei Kindern zu verringern.
*Die Experten wurden von Bayer vergütet.
Über Bayer
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Tetiana Ohnieva Communications Consumer Health |