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14
Oktober
2026
|
11:11
Europe/Amsterdam

Bayer Foundation zeichnet fünf herausragende Forschende mit den Science Awards 2026 aus

Zusammenfassung

Otto-Bayer-Preis geht an Pflanzenforscherin Sarah O'Connor / Early Excellence in Science Awards würdigen exzellente Nachwuchsforschung in Biologie, Chemie, Medizin und Pflanzenwissenschaften / Award in Pflanzenwissenschaften wird erstmalig vergeben

Leverkusen, 14. Oktober 2026 – Die Bayer Foundation ehrt 2026 fünf herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschung neue Perspektiven und Handlungsfelder für Gesundheit, Landwirtschaft und biomedizinische Innovation eröffnet. Mit dem renommierten Otto-Bayer-Preis wird Sarah O'Connor ausgezeichnet. Die Early Excellence in Science Awards gehen an Colinda Scheele (Biologie), James Eills (Chemie), Antonia Morita Saktiawati (Medizin) und Bruno Pok Man Ngou (Pflanzenwissenschaften).

Otto-Bayer-Preis 2026: Sarah O'Connor

Die Bayer Foundation verleiht den Otto-Bayer-Preis 2026 an Sarah O'Connor, Direktorin am Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena. Sie wird für ihre wegweisende Forschung zur Biosynthese natürlicher Pflanzenstoffe ausgezeichnet. Dabei entschlüsselt sie, wie Pflanzen komplexe Moleküle herstellen, die unter anderem als Medikamente gegen Krebs oder andere Krankheiten genutzt werden können. 

Durch ihre Forschung hat O’Connor zahlreiche zuvor unbekannte biochemische Prozesse aufgedeckt, die zur Bildung wertvoller Naturstoffe führen, darunter medizinisch wichtige Alkaloide wie Vinblastin, Chinin und Ibogain. Diese Verbindungen werden beispielsweise zur Behandlung von Krebs (Vinblastin) oder Malaria (Chinin) eingesetzt oder befinden sich in klinischen Studien zur Behandlung psychischer und Suchterkrankungen (Ibogain). Ihre Arbeit legt die Grundlage dafür, wichtige Wirkstoffe künftig nachhaltiger und effizienter herzustellen, und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten für die Entdeckung und Entwicklung neuer Arzneimittel.

Der Otto-Bayer-Preis zählt zu den renommierten Wissenschaftspreisen der Bayer Foundation und höchstdotierten Preisen in der deutschen Forschungslandschaft. Der Preis wird alle zwei Jahre abwechselnd mit dem Familie-Hansen-Preis vergeben und würdigt führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in deutschsprachigen Ländern für wegweisende Forschungsbeiträge in der Chemie oder Biochemie. Die mit 75.000 EUR dotierte Auszeichnung wurde im Jahr 1984 durch eine großzügige Zuwendung aus dem Nachlass von Otto Bayer, einem ehemaligen Forschungsdirektor der Bayer AG, ins Leben gerufen.

Mit den Early Excellence in Science Awards ehrt die Stiftung seit 2009 aufstrebende Talente für bemerkenswerte Forschungsbeiträge in den Naturwissenschaften. Bislang wurden 51 Talente mit den Awards ausgezeichnet. Jede ausgezeichnete Person erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Preisträgerin des Early Excellence in Science Awards in Biologie: Colinda Scheele

Der Early Excellence in Science Award in Biology geht an Colinda Scheele vom VIB–KU Leuven in Belgien. Sie erforscht, wie Krebs entsteht und warum sich aus manchen veränderten Zellen Tumore entwickeln, während andere vom umgebenden Gewebe gestoppt werden.

Ihre Forschung hat gezeigt, dass bereits äußerlich gesund erscheinendes Brustgewebe genetische Veränderungen enthalten kann, die einer Krebserkrankung vorausgehen. Gleichzeitig konnte sie Schutzmechanismen des Gewebes identifizieren, die die Tumorentstehung verhindern. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten, Brustkrebs früher zu erkennen, gezielter vorzubeugen und Therapien weiter zu verbessern.

Preisträger des Early Excellence in Science Awards in Chemie: James Eills

Der Early Excellence in Science Award in Chemistry wird an James Eills vom Forschungszentrum Jülich verliehen. Seine Forschung verbessert Verfahren der Magnetresonanzspektroskopie und Bildgebung, die genutzt werden, um biologische Prozesse sichtbar zu machen.

Durch neue Methoden der sogenannten Hyperpolarisierung gelingt es ihm mit seinem Forschungsteam, die Empfindlichkeit dieser Messverfahren erheblich zu steigern. Dadurch könnten künftig Stoffwechselprozesse im Körper schneller, kostengünstiger und ohne radioaktive Marker sichtbar gemacht werden. Dies eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Krebsdiagnostik und andere medizinische Anwendungen.

Preisträgerin des Early Excellence in Science Awards in Medizin: Antonia Morita Saktiawati

In der Kategorie Medizin wird Antonia Morita Saktiawati vom Center for Tropical Medicine der Universitas Gadjah Mada in Indonesien ausgezeichnet. Sie entwickelt KI-gestützte Diagnoseverfahren, die Infektionskrankheiten wie Tuberkulose frühzeitig erkennen und in abgelegenen Gebieten eingesetzt werden können. So ermöglichen sie Diagnosen auch in Regionen mit begrenzter medizinischer Infrastruktur.

Zu ihren Forschungsentwicklungen zählen ein KI-basiertes System zur Auswertung von Röntgenaufnahmen des Brustkorbs (TBScreen.AI) sowie ein künstliches Nasensystem, auch elektronische Nase oder E-Nose genannt, das Krankheiten anhand von Atemproben erkennen kann. Ihre Forschung trägt dazu bei, lebenswichtige Diagnosen schneller, kostengünstiger und für deutlich mehr Menschen zugänglich zu machen.

Preisträger des Early Excellence in Science Awards in Pflanzenwissenschaften: Bruno Pok Man Ngou

Neu ist die Auszeichnung im Bereich Pflanzenwissenschaften. Sie wird 2026 erstmalig an Bruno Pok Man Ngou vom Forschungszentrum RIKEN Center for Sustainable Resource Science (CSRS) in Japan vergeben. Seine Forschung widmet sich der Frage, wie Pflanzen Krankheitserreger erkennen und sich gegen sie verteidigen.

Pok Man Ngou konnte grundlegende Mechanismen des pflanzlichen Immunsystems aufklären und neue Klassen von Immunrezeptoren identifizieren. Aufbauend darauf entwickelt er neue Ansätze, um Pflanzen gezielt mit verbesserten Abwehrmechanismen auszustatten. Seine Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, Kulturpflanzen, die widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind, zu züchten und Ernteerträge zu verbessern.

Wissenschaft mit gesellschaftlicher Wirkung

Mit ihren Science Awards würdigt die Bayer Foundation herausragende Forschung, die wissenschaftliche Grenzen verschiebt und zugleich das Potenzial besitzt, konkrete gesellschaftliche Herausforderungen in Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt zu adressieren. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen exemplarisch für eine neue Generation von Forschenden, deren Erkenntnisse maßgeblich zu Fortschritten in Gesundheit, Ernährungssicherheit und nachhaltiger Innovation beitragen. 

Über die Bayer Foundation
Die Bayer Foundation ist die Unternehmensstiftung von Bayer und setzt sich für die Förderung von Wissenschaft und sozialer Innovation für eine Welt mit Health for All und Hunger for None ein. Getreu dem Leitmotiv „Innovation that matters“ unterstützt die Stiftung transformative Innovationen in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft, um systemische Herausforderungen zu adressieren – insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Seit 2007 haben die wissenschaftlichen Programme der Bayer Foundation mehr als 1.000 Nachwuchstalente in der Wissenschaft mit Stipendien in 40 Ländern erreicht. Die renommierten Wissenschaftspreise der Stiftung haben über 80 herausragende Forschende ausgezeichnet, von denen fünf später den Nobelpreis erhielten. In Deutschland engagiert sich die Bayer Foundation zudem für die Förderung der MINT-Bildung und hat mit mehr als 6 Millionen Euro über 700 schulische MINT-Projekte unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bayer Foundation.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.com/de.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Website www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Die Bayer AG ist eine Holdinggesellschaft mit weltweit operativen Tochterunternehmen. Wenn auf „Bayer" oder „das Unternehmen" referenziert wird, kann sich das – je nach Kontext – auf ein oder mehrere Tochterunternehmen beziehen.

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