Neue Studie von Economist Enterprise unterstreicht die Bedeutung von Self-Care als Teil des Gesundheitssystems
Neue Forschungsergebnisse von Economist Enterprise, unterstützt von Bayer, unterstreichen das Potenzial medizinischer Selbstfürsorge, ein integraler Bestandteil moderner Gesundheitssystem zu werden / Die Forschung bestätigt, dass Self-Care am besten funktioniert, wenn sie in formelle Gesundheitssysteme integriert ist, mit verlässlichen Informationen, bezahlbarem Zugang und klar definierten Überweisungswegen / In der nächsten Phase der Ausgestaltung von Self-Care muss aus einer reinen Anerkennung praktische Unterstützung werden: Unterstützung dabei, Self-Care sicher anzuwenden und bezahlbar zu machen
Leverkusen, 23. Juli 2026 – Laut einer neuen Studie von Economist Enterprise kann Self-Care, die effektiv in Gesundheitssysteme integriert wird, die Gesundheit verbessern, den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen erweitern und die überstrapazierten Gesundheitssysteme entlasten. Die Studie wurde von Bayer unterstützt, und die Ergebnisse wurden in einem Bericht mit dem Titel „Making self-care work: integrating self-care into health systems“ veröffentlicht. Sie verweist auf bestehende Erkenntnisse, denen zufolge Selbstfürsorgemaßnahmen einen jährlichen wirtschaftlichen Nutzen von rund 179 Milliarden US-Dollar erzielen und Ländern dabei helfen, eine universelle Gesundheitsversorgung (Universal Health Coverage, UHC) umzusetzen.[1]
Angesichts des zunehmenden Drucks auf die Gesundheitssysteme durch alternde Bevölkerungen, chronische Erkrankungen, Fachkräftemangel und einen ungleichen Zugang zur Versorgung wird Self-Care zunehmend als Möglichkeit anerkannt, die Gesundheit zu verbessern, den Zugang zur Versorgung zu erweitern und eine nachhaltigere Gesundheitsversorgung zu unterstützen. Die Studie unterstreicht, dass Self-Care am besten funktioniert, wenn sie effektiv in die formellen Gesundheitssysteme integriert ist und verlässliche Informationen, einen bezahlbaren Zugang sowie klar definierte Überweisungswege gegeben sind.
Die Wissenschaftlerin Dr Manjulaa Narasimhan, The Department of Sexual, Reproductive, Maternal, Child, Adolescent Health and Ageing, World Health Organization (WHO), sagt in der Studie: „Self-Care ist in der Gesundheitsversorgung grundsätzlich die erste Maßnahme. Mit Evidenz, einer unterstützenden Politik und geschultem Gesundheits- und Pflegepersonal kann Self-Care dazu beitragen, Gesundheit und Wohlergehen für alle zu steigern.“
Self-Care stärkt Gesundheitssysteme, wenn das Fundament stimmt
Self-Care wird von der WHO im Allgemeinen als Fähigkeit von Personen, Familien und Gemeinschaften, sich um Gesundheit und Wohlergehen zu kümmern, definiert und umfasst ein breites Spektrum – von alltäglichen Verhaltensweisen und vorbeugenden Maßnahmen bis hin zu digitalen Tools, Selbstbeobachtung und die Verwendung verschreibungsfreier Arzneimittel. Diese breit gefasste Definition schafft laut der Studie von Economist Enterprise auch Herausforderungen – vor allem bei der Governance, der Erfassung und der konsistenten Integration in die Gesundheitssysteme.
Weiter heißt es, dass Self-Care am besten funktioniert, wenn sie als Teil der Gesundheitssysteme unterstützt und begleitet wird, anstatt diese Systeme zu ersetzen. Gut unterstützte Self-Care, die von verlässlichen Informationen, bezahlbarem Zugang und klar definierten Überweisungswegen gekennzeichnet ist, kann:
● Den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen verbessern
● Vorbeugung und frühzeitige Maßnahmen stärken
● Die Selbstbestimmung und aktive Beteiligung der Patienten fördern
● Die Gesundheitssysteme entlasten
„Self-Care-Lösungen, einschließlich digitaler Tools, sicherer und bezahlbarer verschreibungsfreier Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Aufklärung, sind essentiell, um weltweit Lücken in der Gesundheitsversorgung zu schließen. Sie sind die erste Verteidigungslinie für Menschen und Gesundheitssysteme“, erklärt Julio Triana, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Consumer Health, in einem separaten Interview mit Economist Enterprise zur Zukunft von Self-Care. „Wir wollen die Menschen dazu in die Lage versetzen, Chef ihrer eigenen Gesundheit zu sein, ihr Wohlergehen selbst in die Hand zu nehmen und bei Vorbeugung und Behandlung eine aktive Rolle zu spielen. Bewährte Self-Care-Lösungen können den Zugang zu Gesundheitssystemen erweitern und diese stärken. Sie müssen aber auf evidenzbasierten Informationen, hohen Standards und klaren Wegen in die professionelle Versorgung beruhen.“
Effektive Selbstversorgung braucht Maßnahmen, vertrauenswürdige Unterstützung und Verantwortung
Laut der Studie gibt es drei Prioritäten, um Self-Care zu einem effektiveren Teil der allgemeinen Gesundheitsversorgung zu machen:
● Politische Zusagen in die Tat umsetzen: Self-Care erhält zunehmend Anerkennung als Teil der Gesundheitssysteme. Daher brauchen Länder klare Governance-Strukturen, definierte Zuständigkeiten und eine bessere Koordination der einzelnen Stakeholder, um politische Ziele in der Praxis umzusetzen.
● Den Zugang durch vertrauenswürdige und gleichberechtigte Unterstützung erweitern: Bezahlbare Produkte und Dienstleistungen, verlässliche Informationen, angemessene Finanzierungsinstrumente und kulturell verankerte Unterstützungssysteme werden zentral sein, um sicherzustellen, dass Self-Care den Zugang zu Gesundheitsversorgung verbessert, ohne die bestehenden Ungleichheiten zu verstärken.
● Evidenz, Erfassung und Verantwortung stärken: Wenn Self-Care in den Haushalten, Apotheken und auf digitalen Plattformen immer selbstverständlicher wird, brauchen die Gesundheitssysteme stärkere Mechanismen, um die Ergebnisse zu messen, die Sicherheit zu überwachen und Evidenz zu schaffen, die zukünftige politische und Investitionsentscheidungen leiten kann.
Die Studie fand heraus, dass einige Länder bereits zeigen, wie Self-Care in die breitere Gesundheitsversorgung integriert werden kann. Deutschland nutzt das „grüne Rezept“, mit dem Ärzte verschreibungsfreie Arzneimittel offiziell als Teil einer angeleiteten Selbstbehandlung empfehlen können.[2],[3] Die GERMAS-Bewegung in Indonesien setzt sich an Schulen, am Arbeitsplatz und in den Gemeinden für gesunde Lebensweisen, Hygiene und den verantwortungsbewussten Einsatz von Medikamenten ein.4
Greg Perry, Director General, Global Self-Care Federation, sagt zu dem sich ergänzenden Verhältnis von Self-Care und institutionalisierter Gesundheitsversorgung: „Mit Self-Care sollen die Gesundheitssysteme nicht ihre Verantwortung abgeben. Im Gegenteil: Evidenzbasierte Self-Care-Produkte, Dienstleistungen und verschreibungsfreie Medikamente sollen in Verbindung mit vertrauenswürdigen Informationen Strukturen schaffen, um Menschen bei Bedarf rechtzeitig an medizinische Versorgungseinrichtungen weiterzuleiten.“
Die Ergebnisse der Forschung von Economist Enterprise deuten darauf hin, dass Self-Care mit einer stärkeren Governance, Finanzierung und Verantwortung einen kostengünstigeren und ergänzenden Einstieg in präventivere und proaktivere Gesundheitssysteme bieten kann.
Für weitere Informationen können Sie die gesamte Studie auf der Forschungsplattform von Economist Enterprise über diesen Link aufrufen: „Making self-care work: integrating self-care into health systems“.
Über die Studie
Der Bericht „Making self-care work: integrating self-care into health systems“, erstellt von Economist Enterprise und unterstützt von Bayer, untersucht, warum Self-Care als Weg, die Gesundheit zu verbessern, den Zugang zu erweitern, die überstrapazierten Gesundheitssysteme zu entlasten und Fortschritte hin zu einer universellen Gesundheitsversorgung zu machen, immer größere Anerkennung findet. Auf Grundlage von Sekundärrecherchen und Interviews mit Fachleuten untersucht der Bericht, wie Self-Care definiert, gesteuert, finanziert, gemessen und in Gesundheitssysteme integriert werden kann, sodass sie als sicherer, gerechter und unterstützter Zugang zur Gesundheitsversorgung dient – und nicht als Ersatz für formelle Gesundheitsleistungen.
Über Economist Enterprise
Economist Enterprise ist eine Sparte der Economist Group, die Unternehmen, Regierungsorganisationen und finanziellen Institutionen Dienstleistungen anbietet. Ihre Arbeit basiert auf den Werten der Economist Group: Unabhängigkeit, Integrität und Fortschritt. Economist Enterprise bietet Organisationen Instrumente, um bessere Entscheidungen zu treffen, mit Zuversicht zu handeln und auf globaler Ebene Führungsstärke zu zeigen.
Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen in den Life-Science-Bereichen Gesundheit und Ernährung. Getreu seiner Mission „Health for all, Hunger for none“ möchte das Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen Menschen nützen und die Umwelt schonen – indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern mit rund 88.000 Beschäftigten einen Umsatz von 45,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 5,8 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/de
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Website www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Die Bayer AG ist eine Holdinggesellschaft mit weltweit operativen Tochterunternehmen. Wenn auf „Bayer" oder „das Unternehmen" referenziert wird, kann sich das – je nach Kontext – auf ein oder mehrere Tochterunternehmen beziehen.
[1] Global Self-Care Federation. The Global Social and Economic Value of Self-Care. Global Self-Care Federation. 2022. Aufgerufen am 7. Mai 2026. https://www.selfcarefederation.org/sites/default/files/media/documents/2022-10/Self-Care-Readiness-Index-Report-2022-digital-18102022.pdf
[2] Global Self-Care Federation. Self-care Readiness Index 2.0. Global Self-Care Federation; 2024. Aufgerufen am 7. Mai 2026 https://www.selfcarefederation.org/sites/default/files/2024-10/self-care-readiness-index-report-2022-05122022-v2.pdf
[3] Global Self-Care Federation. Self-care Readiness Index 2.0. Global Self-Care Federation; 2024. Aufgerufen am 7. Mai 2026. https://www.selfcarefederation.org/sites/default/files/2024-10/self-care-readiness-index-report-2022-05122022-v2.pdf
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