Engagement für Umwelt und Sicherheit

Der Klimawandel ist ein Umweltfaktor, der essenziell für uns als weltweittätiges Unternehmen ist. Für Bayer haben der Schutz der Umwelt und die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Menschen in der Nachbarschaft unserer Werke höchste Priorität.

Nachfolgend finden Sie detailliertere Informationen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsbereichen.

Die Prozesse in der Produktion sowie die Tiefe unserer Wertschöpfungskette haben einen grossen Einfluss auf unseren Energiedarf. Besonders energieintensiv ist beispielsweise die Rohstoffgewinnung für die Pflanzenschutzmittel sowie die Aufbereitung und Weiterverarbeitung dieser in der Vorproduktion.

Der Gesamtenergieeinsatz von Bayer Schweiz lag 2020 bei 389.6 Terajoule (108 Millionen kWh).

Unsere Produktionsstätte in Muttenz ist mit 384.7 Terajoule (107 Millionen kWh) im letzten Jahr der «Gross-Energieverbraucher» in unserem System. Aus diesem Grund sind wir verpflichtet und motiviert, stetig Energie zu sparen. Zusammen mit der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) haben wir diese Zielbereiche festgelegt, um uns jedes Jahr zu verbessern.

Für die Produktion und Heizung setzen wir aktuell noch keinen Grünstrom ein. Das wird sich ändern: Das weltweite Ziel von Bayer ist, bis 2030 zu 100% auf Grünstrom zu setzen. Das wollen wir auch an unserem Produktionsstandort in Muttenz. 

Der Bürostandort in Basel hatte letztes Jahr einen Energieverbrauch von 4.6 Terajoule (1.3 Millionen kWh). Für die Heizung beziehen wir aktuell die Fernwärme im Mix aus:
 

  • 44% Kehrrichtverbrennung (CO2-neutral, 50% des Abfalls ist biologisch abbaubar, wie z.B. unsere Naturesse Kaffee Becher)
  • 35% Erdgas
  • 17% Holzverbrennung (CO2 neutral, dank Holz aus lokalem, nachhaltigem Anbau)
  • 3% Klärschlamm
  • 1% Heizöl

Wir prüfen, ob der Anteil aus CO2-neutralen Quellen von 61% weiter gesteigert werden kann.

Seit Januar 2021 beziehen wir in Basel ausschliesslich Energie aus erneuerbaren Quellen aus der Schweiz. Seit März 2021 ist dies auch in unseren Büros in Zürich der Fall. 

Bis 2030 streben wir bei Bayer Schweiz Klimaneutralität an. Dafür setzen wir auf die strategischen Hebel: Prozessinnovationen, effizientere Anlagen und Gebäudetechnik sowie die Umsetzung und Optimierung von Energiemanagementsystemen. 

Der grösste Teil der Emissionen bei Bayer in der Schweiz fällt in der Produktion in Muttenz an: 2020 waren es 5’876 Tonnen und davon 99.8% CO2. 

Ab 2021 werden wir in der Schweiz unsere Car Policy komplett überarbeiten und die Fahrzeugauswahl anpassen. Zukünftig wird das Management ausschliesslich Elektro- und Hybrid-elektrofahrzeuge nutzen und diese Fahrzeuge sollen auch im Aussendienst priorisiert werden. Wir unterstützen die Installation der benötigten Infrastruktur – sowohl an den Bürostandorten wie auch Zuhause bei den Mitarbeitenden mit Dienstwagen.

Durch unser systematisches Abfallmanagement können wir den Verbrauch von Material sowie die Entsorgungsmengen auf einem möglichst geringen Niveau halten. Unsere gezielte Abfalltrennung, die sicheren Entsorgungswege und ökonomisch sinnvolle Recyclingverfahren tragen zum gleichen Ziel bei.
 

Abfallmenge in Tonnen 2020
Produktionsstandort Muttenz 24'189
 - Gefährlicher Abfall 24'176
 - Nicht gefährlicher Abfall 13
Bürostandort Basel 15

Für die Standorte Zollikofen und Zürich liegen uns keine Zahlen vor.

Die Energiezentrale der GETEC PARK.SWISS AG in Muttenz bietet ein umfassendes Entsorgungsmanagement. Die Abfallverbrennung wird zur Gewinnung für Energie und zur Mineralisierung von Werkabfällen genutzt. Sonder- und Industrieabfälle werden verbrannt und dabei wird Wärme in Form von Dampf, Heiss- und Warmwasser erzeugt.

Die thermische Abgasreinigungsanlage mit Dampferzeuger dient der Verbrennung von Abgas- und Abluftströmen, die am Standort bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln und Zwischenprodukten anfallen. Die Schadstoffkomposition erfordert zur Einhaltung der Grenzwerte eine Rauchgas-Entstickung (SNCR) und eine Rauchwäsche. Zur Minimierung des Stützbrennstoffes Erdgas wird zusätzlich Ersatzbrennstoff mit verbrannt.

Durch die Abschaffung von PET-Flaschen in all unseren Meetingräumen, haben wir unsere PET-Menge innerhalb von zwei Jahren drastisch reduziert: 2018 lag die Menge noch bei 3’670 Kilogramm, was 2019 um 20% auf 2’889 Kilogramm reduziert wurde. 2020 lag die Rate noch bei 411 Kilogramm – der Rückgang ist massgeblich durch die COVID-19-Pandemie bedingt.

Wir haben in den Büroräumlichkeiten in Basel professionelle Recyclingstationen und zentrale Druckerräume eingeführt. Das Recycling wurde dadurch vereinfacht und die Luftverschmutzung und Lärmemission in den Büros durch die zentralen Druckerplätze minimiert.

Am Produktionsstandort in Muttenz wurden im Jahr 2020 394 Tonnen Metall- und Zinksalze dem Recycling zugeführt.

Am Produktionsstandort in Muttenz wird das Kühlwasser für die Produktion in Kühltürmen (Hybridkühler) auf dem Dach aufbereitet und von dort aus in den geschlossenen Kreislauf
geführt. 

Der Bürostandort in Basel verbrauchte 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie rund 55% weniger Wasser als im Vorjahr. Das Wasser stammt aus lokalen Grund- und Rheinwasserquellen.
 

Wasserverbrauch in Mio. Liter 2020
Produktionsstandort Muttenz 3’195
Bürostandort Basel 2


Für die Standorte Zollikofen und Zürich liegen uns keine Zahlen vor.

Am Produktionsstandort in Muttenz nutzen wir unterschiedliche Reinigungsverfahren und Behandlungsschritte für das Abwasser. Je nach Inhaltsstoffe kombinieren wir die Verfahren, damit die Abwässer gesetzes- und richtlinienkonform abgegeben werden. Fast immer beginnt die Abwasserreinigung mit einer internen Vorbehandlung im Produktionsgebäude. So werden durch Destillation oder Extraktion Lösungsmittel wiederverwertet oder Schadstoffe eliminiert.

Am Produktionsstandort in Muttenz wurden im Jahr 2020 rund 206 Millionen Liter Wasser fachgerecht gereinigt. Unser Labor am Standort in Muttenz testet das Abwasser auf Inhaltsstoffe und biologische Abbaubarkeit, so dass wir entscheiden können, wie es fachgerecht entsorgt werden kann: Direkt in die ARA Rhein für eine biologische Endreinigung oder zuerst in die AVORA für eine weitere Vorbehandlung.