Engagement für Umwelt und Sicherheit

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Der Klimawandel ist ein Umweltfaktor, der essenziell für uns als weltweittätiges Unternehmen ist. Für Bayer haben der Schutz der Umwelt und die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Menschen in der Nachbarschaft unserer Werke höchste Priorität.

Nachfolgend finden Sie detailliertere Informationen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsbereichen.

Die Prozesse in der Produktion sowie die Tiefe unserer Wertschöpfungskette haben einen grossen Einfluss auf unseren Energiedarf. Besonders energieintensiv ist beispielsweise die Rohstoffgewinnung für die Pflanzenschutzmittel sowie die Aufbereitung und Weiterverarbeitung dieser in der Vorproduktion.

Der Gesamtenergieeinsatz von Bayer Schweiz lag 2022 bei 494.6 Terajoule (137,55 Millionen kWh). 

Unsere Produktionsstätte in Muttenz war mit 489 Terajoule
(136 Millionen kWh)
im letzten Jahr der «Gross-Energieverbraucher» in unserem System. Aus diesem Grund sind wir verpflichtet und motiviert, stetig Energie zu sparen. Zusammen mit der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) haben wir diese Zielbereiche festgelegt, um uns jedes Jahr zu verbessern.

Grundsätzlich gibt es fünf grosse Energiesparprojekte, die 2022 in Muttenz umgesetzt wurden. Damit konnten rund 4,7 Millionen kWh eingespart werden.

  1. Umleitung eines grossen Abfallstroms
    Ein Abfalldestillatstrom wird jetzt recycelt, was den Dampfverbrauch und die Abwassermenge reduziert.
     
  2. Umrüstung von Umwälzpumpen
    Die Pumpenleistung wird durch intelligente Software an den tatsächlichen, momentanen Verbrauch angepasst, anstatt konstant zu liefern.
     
  3. Aufrüstung der Rektifikationskolonne
    Ein Wärmetauscher-Upgrade macht eine Lösungsmittelrektifikation viel energieeffizienter.
     
  4. Waschen mit Lösungsmittel entfällt
    Ohne Auswirkung auf die Qualität wurde ein vollständiger Waschzyklus mit Lösungsmittel weggelassen. Dies spart Lösungsmittel und generiert weniger Abfall. 
     
  5. Erneuerung von Vakuumpumpen
    Ein Ersatz der alten Pumpen ermöglicht viel schnellere Zykluszeiten, was zu mehr Ertrag und weniger Energieverbrauch führt.


Das weltweite Ziel von Bayer ist, bis 2030 zu 100% auf Grünstrom zu setzen. Das haben wir an unserem Produktionsstandort in Muttenz bereits erreicht: Seit 2021 nutzen wir 100 Prozent CO2-freien Strom aus erneuerbaren Energien (Wasser- und Windkraft).

Darüber hinaus verfolgen wir das Konzept «waste-to-energy» 
indem wir die Energie aus der Verbrennung unserer Abfallströme zur Dampferzeugung benutzen. Dies übernimmt unsere Partner GETEC PARK. SWISS AG für uns. 

Der Bürostandort in Basel hatte letztes Jahr einen Energieverbrauch von 5,6 Terajoule (1,55 Millionen kWh). Für die Heizung beziehen wir aktuell die Fernwärme im Mix aus:

  • 44% Kehrrichtverbrennung (CO2-neutral, 50% des Abfalls ist biologisch abbaubar, wie z.B. unsere Naturesse Kaffee Becher)
  • 35% Erdgas
  • 17% Holzverbrennung (CO2 neutral, dank Holz aus lokalem, nachhaltigem Anbau)
  • 3% Klärschlamm
  • 1% Heizöl
     

Seit Juli 2022 konnten wir unseren Fernwärmemix umstellen 
und beziehen nun 100 Prozent CO2-neutrale Fernwärme, die aus 99 Prozent biogenem Abfall und 1 Prozent Holzabfällen gewonnen wird. 

Seit Januar 2021 beziehen wir in Basel ausschliesslich Strom 
aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen (über 90 Prozent aus 
Wasserkraft) und zu 100 Prozent aus der Schweiz. Seit März 2021 ist dies auch in unseren Büros in Zürich der Fall. Zudem sind wir durch die engagierten Energieeinsparungs- massnahmen seit 2022 Mitglied der «Energiespar-Alliance» von Basel-Stadt. 

Bis 2030 streben wir bei Bayer Schweiz Klimaneutralität an.
Dafür setzen wir auf drei strategische Hebel: Prozessinnovationen, höhere Effizienz bei Anlagen und Gebäudetechnik sowie die Umsetzung und Optimierung von Energiemanagementsystemen.

Der grösste Teil der Emissionen bei Bayer in der Schweiz fällt in der Produktion in Muttenz an: 2022 waren es 25'300 Tonnen CO2. 

Im Oktober 2022 haben wir unsere Policy zu Fahrzeugen noch einmal komplett überarbeitet. Die neu bestellten Fahrzeuge für das Management sind ausschliesslich Elektrofahrzeuge. Diese sind ebenfalls für die Mitarbeitenden im Aussendienst bestimmt, Dieselfahrzeuge dürfen nur in Ausnahmefällen bestellt werden. Wir unterstützen die Installation der benötigten Elektro-Infrastruktur – sowohl an den Bürostandorten als auch zuhause bei den Mitarbeitenden.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoss der Dienstwagenflotte von Bayer Schweiz lag im Dezember 2022 bei 126 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Wert für neu eingelöste Fahrzeuge betrug 2022 43 Gramm CO2 pro Kilometer

Durch unser systematisches Abfallmanagement können wir den Verbrauch von Material sowie die Entsorgungsmengen auf einem möglichst geringen Niveau halten. Unsere gezielte Abfalltrennung, die sicheren Entsorgungswege und ökonomisch sinnvolle Recyclingverfahren tragen zum gleichen Ziel bei.
 

Abfallmenge in Tonnen 2022
Produktionsstandort Muttenz 29'662
 - Chemischer Abfall 29'649
 - Hausmüll 13
Bürostandort Basel 13,5


Für den Standort Zürich liegen uns keine Zahlen vor.

Die Energiezentrale der GETEC PARK.SWISS AG in Muttenz bietet ein umfassendes Entsorgungsmanagement. Die Abfallverbrennung wird zur Gewinnung für Energie und zur Mineralisierung von Werkabfällen genutzt. Sonder- und Industrieabfälle werden verbrannt und dabei wird Wärme in Form von Dampf, Heiss- und Warmwasser erzeugt.

Die thermische Abgasreinigungsanlage mit Dampferzeuger dient der Verbrennung von Abgas- und Abluftströmen, die am Standort bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln und Zwischenprodukten anfallen. Die Schadstoffkomposition erfordert zur Einhaltung der Grenzwerte eine Rauchgas-Entstickung und eine Rauchwäsche. Zur Minimierung des Stützbrennstoffes Erdgas wird zusätzlich Ersatzbrennstoff mit verbrannt.

Durch die Abschaffung von PET-Flaschen in all unseren 
Meetingräumen konnten wir unsere PET-Menge innerhalb von 
zwei Jahren drastisch reduzieren. 2018 lag der PET-Verbrauch noch bei 3’670 Kilogramm, 2019 wurde er um 20 Prozent auf 2’889 Kilogramm reduziert. 2020 betrug die Menge 411 Kilogramm – der Rückgang ist massgeblich durch die COVID-19-Pandemie bedingt. 2021 wurden insgesamt nur noch 183 Kilogramm PET recyclet. Durch die vermehrte Rückkehr in unsere Büros ist die Menge PET 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen auf 244 Kilogramm.

In den Büroräumlichkeiten in Basel haben wir professionelle Recyclingstationen und zentrale Druckerräume eingeführt. Das Recycling wurde dadurch vereinfacht und dank den zentralen Druckerräumen haben sich Luftverschmutzung und Lärmemission in den Büros minimiert. 

Der Bürostandort in Basel verbrauchte 2020 aufgrund der 
COVID-19-Pandemie rund 55 Prozent weniger Wasser als im 
Vorjahr. Im Jahr 2021 wurde nochmals rund 54,6 Prozent 
weniger Wasser verbraucht als 2020, da die Belegschaft 
mehrheitlich von zuhause aus gearbeitet hat. Der Wasserverbrauch im Jahr 2022 ist durch die Rückkehr in die Büros wieder angestiegen und beträgt 1,37 Millionen Liter. Dies ist im Verhältnis zu dem Referenzjahr 2019 immer noch 60 Prozent weniger. Das Wasser stammt aus lokalen Grund- und Rheinwasserquellen.

Für 2023 planen wir, neue wassersparende Aufsätze an allen Wasserhähnen zu installieren.

An unserem Produktionsstandort in Muttenz haben wir im letzten Jahr 3’294 Millionen Liter Wasser verbraucht.
 

Wasserverbrauch in Mio. Liter 2022
Produktionsstandort Muttenz 3’294
Bürostandort Basel 1,37


Für den Standort Zürich liegen uns keine Zahlen vor.

Am Produktionsstandort in Muttenz nutzen wir unterschiedliche Reinigungsverfahren und Behandlungsschritte für das Abwasser. Je nach Inhaltsstoffen kombinieren wir die Verfahren, damit die Abwässer gesetzes- und richtlinienkonform der Umwelt zugegeben werden können. Fast immer beginnt die Abwasserreinigung mit einer internen Vorbehandlung im Produktionsgebäude. Durch Destillation oder Extraktion werden Lösungsmittel wiederverwertet oder Schadstoffe eliminiert.

Am Produktionsstandort in Muttenz wurden im Jahr 2022 rund 237 Millionen Liter Wasser fachgerecht gereinigt.