Fragen und Kontakt

Wir freuen uns über Ihr Interesse an den Themen Landwirtschaft und Ernährung! Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Exemplarische Fragen und unsere Antworten veröffentlichen wir hier in anonymisierter Form.

"Ich sehe die Kombination von genetisch veränderten Pflanzen mit Glyphosat-Resistenz und den dadurch uneingeschränkt möglichen Einsatz von Glyphosat skeptisch. Bereits jetzt gibt es in Amerika große Probleme mit Superunkräutern, die selbst gegen Glyphosat resistent sind. Wie können sie sicherstellen, dass die Entstehung von Superunkräutern und angepassten Insekten nicht aus dem Ruder läuft?"

 

Die zunehmenden Unkrautresistenzen in den USA sind in der Tat ein großes Problem, mit dem wir uns eingehend beschäftigen. Die Entwicklung von Resistenzen ist von der Intensität des Pflanzenschutzmittel-Einsatzes abhängig. Der einseitige, langjährige Einsatz des immer gleichen Herbizids - in diesem Fall Glyphosat - ist ganz klar abzulehnen. Bayer steht für Vielfalt auf dem Acker und bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

 

Unter dem Motto „Vielfalt ist Zukunft“ propagieren wir aktiv die Einhaltung von Fruchtfolgen und setzen bei der Unkraut- und Schädlingsbekämpfung mit chemischen und biologischen Produkten auf einen regelmäßigen Wechsel der Kontrollmaßnahmen und Wirkstoffe. Dazu haben wir ein umfangreiches Informations- und Trainingsangebot für Landwirte entwickelt. Mehr Informationen zu den Aktivitäten unseres Unternehmen in diesem Bereich finden Sie unter https://www.iwm.bayer.com/ (in englischer Sprache).

 

"Ich bin besorgt bezüglich der Langzeitfolgen bei einem Kontakt mit dem Herbizid Glyphosat, da wir in unmittelbarer Nähe von Feldern leben, auf denen Glyphosat verwendet wird. Frühere Pflanzenschutzmittel wurden auch zunächst als unbedenklich eingestuft, im nachhinein stellte sich dann öfter heraus, dass sie z.B. krebserregend sind. Zudem wurde Glyphosat in verschiedenen Lebensmitteln und im Trinkwasser nachgewiesen. Kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass Glyphosat kurzfristig sowie auch langfristig unbedenklich ist?"

 

Die Sicherheit unserer Produkte steht für uns immer an erster Stelle. Glyphosat ist der besterforschte Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff weltweit, mit über 3.000 verfügbaren Studien und einer 40-jährigen Forschungs- und Feldhistorie. Unter diesen Studien befindet sich auch die „Agricultural Health Study“, die größte und umfassendste Studie zu möglichen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf den Menschen. Insgesamt wurden dafür knapp 55.000 Landwirte und deren Mitarbeiter in den USA über einen Zeitraum von 20 Jahren miteinbezogen. Das Ergebnis: Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen Anwendungen glyphosathaltiger Herbizide und dem Auftreten von Krebserkrankungen. Dies gilt sowohl für Krebserkrankungen insgesamt als auch für besondere Krebsarten wie die im Zusammenhang mit der Glyphosatbewertung diskutierten Non-Hodgkin-Lymphome.

 

Die Wissenschaft gewinnt fortlaufend neue Erkenntnisse und somit ist auch die Bewertung von Wirkstoffen immer wieder aufs Neue gefordert. Wir versichern Ihnen, dass wir jedem Vorwurf, der die bisherige Bewertung von Glyphosat infrage stellen könnte, nachgehen – so wie wir dies auch bei allen anderen Pflanzenschutzmitteln tun, die wir selbst entwickelt haben.

 

Die Medien berichten in den letzten Jahren tatsächlich vermehrt über Glyphosatspuren in Trinkwasser oder in Lebensmitteln wie Bier oder Haferflocken berichten. Dies hängt aber nicht damit zusammen, dass Bauern weniger sorgsam mit Glyphosat umgingen. Die häufigeren Nachweise sind vielmehr auf den enormen technischen Fortschritt in der Analysetechnik zurückzuführen. Meist bewegen sich die nachgewiesenen Mengen im Mikrogrammbereich – das ist der millionste Teil eines Gramms oder 0,000001 Gramm – und damit weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen Rückstandshöchstgehalten und gesundheitlich relevanten Werten. Beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit finden Sie weiterführende Informationen zu Rückstanden allgemein und zu den Untersuchungsergebnissen zu Rückständen in Lebensmitteln für 2016.

 

„Mich würde interessieren, wie das Thema Cocktail-Effekt bei Ihnen in der Forschung beleuchtet wird. Also die Mischung verschiedener Pestizide, die mittlerweile jeder Mensch im Körper hat? Wurden diese Pestizid-Cocktails von Ihnen schon mal unabhängig untersucht?“

 

Wie Sie sicherlich wissen, werden Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln – ähnlich wie Arzneimittel – streng vom Gesetzgeber reguliert. Beide Gattungen, die unser Unternehmen betreffen, gehören zu den unter Sicherheits-Aspekten am besten untersuchten Substanzen überhaupt.

 

Bevor Pflanzenschutzmittel auf den Markt kommen dürfen, werden ihre Wirkstoffe umfassend auf ihre Unschädlichkeit für Mensch und Umwelt wissenschaftlich geprüft, und zwar von Bayer als dem Hersteller sowie von unabhängigen Institutionen.

 

Ein bundesweites Lebensmittel-Monitoring prüft darüber hinaus regelmäßig Lebensmittel auf Pflanzenschutzmittelrückstände. Bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und bei der Festlegung von Grenzwerten für Rückstände werden in der Tat auch die kumulativen Wirkungen verschiedener Stoffe, die von Ihnen genannten "Cocktail-Effekte", einbezogen. Grenzwerte werden dabei so streng festgelegt, dass eine mögliche Kombination verschiedener Wirkstoffe bereits berücksichtigt ist.

 

"Auch wenn der ökologische Landbau insgesamt einen geringen (Flächen)Anteil hat, ist es doch ein stetig wachsender Markt - zumindest in Deutschland. Welche Pläne gibt es bei Bayer, an diesem Wachstum teilzuhaben? Welche Produkte/Dienstleistungen kann Bayer explizit und offensiv diesem Segment anbieten?"

 

Bayer bietet innovative Lösungen für Landwirte, egal ob sie konventionell oder ökologisch wirtschaften. Im Mittelpunkt steht immer die Gesundheit von Pflanzen als Basis für sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Und nicht zuletzt ein nachhaltiger Anbau, der Profitabilität mit den Belangen des Umweltschutzes in Einklang bringt. Daher hat Bayer nicht nur modernes Saatgut und chemische Pflanzenschutzlösungen im Portfolio, sondern auch biologische Pflanzenschutzmittel wie beispielsweise die Fungizide Serenade und Contans (https://agrar.bayer.de/). Und wir werden zukünftig verstärkt digitale Technologien einsetzen.

 

"Mein Großvater ist Imker und hat die Bienen im Garten stehen direkt gegenüber von einigen Feldern. Wenn dort Raps gepflanzt wurde gehen die Bienen selbstverständlich auch da dran. Wenn also die Bienen am Raps sind und in der Zeit der Bauer Glyphosat versprüht ist das nicht schädlich für Bienen und Honig? Gibt es dazu irgendwelche Studien?"

 

Raps ist für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle. Besonders attraktiv ist die Zeit der Rapsblüte. In diesem Wachstumsstadium wird kein Glyphosat zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt.

 

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