Sicherheit

Das Sicherheitsmanagement und die permanente Weiterentwicklung der Sicherheitskultur sind eine wichtige Grundlage unternehmerischer Verantwortung im Bayer-Konzern. Die Prävention von Unfällen und Ereignissen im Arbeitsalltag, beim Betrieb der Produktionsanlagen und auf Arbeits- und Transportwegen, bei denen Mensch und Umwelt zu Schaden kommen können, hat für uns höchste Priorität.

 

bayer asasDie Steuerung und Kontrolle für die Bereiche Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (Health, Safety and Environment, HSE) obliegen konzernweit der gleichnamigen Enabling Function. Diese ist dem für die Division Crop Science zuständigen Vorstandsmitglied zugeordnet. Die Enabling Function legt Verantwortlichkeiten, Ziele, Leistungskennzahlen und Rahmenbedingungen fest. Dazu zählt die im April 2018 verabschiedete Konzernregelung „HSE Management und HSE Key Requirements“. Die kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Konzernregelungen durch die Enabling Function „HSE“ sowie verpflichtende, regelmäßige interne Audits und externe Zertifizierungen sorgen dafür, dass die Systeme an allen Standorten den jeweiligen Anforderungen entsprechen.

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Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Arbeitssicherheit und der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie der Mitarbeiter von Kontraktoren, die unter direkter Bayer-Aufsicht arbeiten, umfassen die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, die Beurteilung von Gefährdungspotenzialen, ein umfassendes Risikomanagement sowie die Gestaltung eines gesunden Arbeitsumfelds. Grundlage unserer Berichterstattung zu Arbeitsunfällen ist die „Recordable Incident Rate“ (RIR). In diese fließen alle Arbeitsunfälle und berufsbedingten Erkrankungen von Mitarbeitern sowie Kontraktoren-Mitarbeitern ein, die unter direkter Bayer-Aufsicht arbeiten und bei denen eine medizinische Behandlung in Anspruch genommen wurde, die über Erste-Hilfe-Maßnahmen hinausgeht.

 

Dementsprechend umfasst die RIR-Quote Unfälle und berufsbedingte Erkrankungen sowohl mit als auch ohne Ausfalltage. Sie stieg 2019 auf 0,46 Unfälle pro 200.000 Arbeitsstunden – das entspricht 599 Arbeitsunfällen weltweit (Vorjahr: 487). Die Quote der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen („Lost Time Recordable Incident Rate“, LTRIR) erhöhte sich 2019 auf 0,27. Bedauerlicherweise hatten wir 2019 einen tödlichen Arbeitsunfall zu verzeichnen.

MEHR zu quantitativen Angaben von Arbeitsunfällen (RIR, LTRIR) und Risikobewertung im Nachhaltigkeitsbericht 2019

 

Biologische Sicherheit

Unter biologischer Sicherheit verstehen wir – entsprechend dem Leitfaden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Biorisk-Management – die Prinzipien, Technologien und Verfahren, die implementiert werden, um die unbeabsichtigte Exposition biologischer Materialien zu verhindern, die zu einer Gefahr für Menschen oder Umwelt werden könnten. Auch der Missbrauch oder Diebstahl von biologischen Materialien wird durch entsprechende Maßnahmen verhindert. Prozesse zur Durchführung von Bewertungen und weitere erforderliche Maßnahmen sind in einer Konzernregelung zur biologischen Sicherheit festgelegt, die sich u. a. an den Vorgaben der WHO orientiert. Sollten lokale Gesetze und Vorschriften strenger sein als die Vorgaben der Konzernregelung, hat stets die strengere Variante Vorrang.

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Anlagensicherheit

Unser Ziel ist es, unsere Verfahren und Produktionsanlagen so sicher zu gestalten und zu betreiben, dass keine unvertretbaren Risiken für die Beschäftigten, die Umwelt und die Nachbarschaft entstehen. Voraussetzung hierfür ist ein effektives System zur Gewährleistung der Anlagensicherheit, mit dem sich betriebliche Risiken erkennen, beseitigen, reduzieren und in ihren Auswirkungen begrenzen lassen. Wir arbeiten dazu kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Sicherheitskultur, der Kompetenz der Mitarbeiter und den weltweit gültigen Konzernregelungen zur Verfahrens- und Anlagensicherheit. Diese schreiben einheitliche Verfahren und Standards für die Risikobeurteilung und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vor.

 

Als Frühindikator für Anlagensicherheitsereignisse verwenden wir die weltweit einheitliche Kennzahl „Process Safety Incident Rate“ (PSI-R). Wir berichten diese Kennzahl nach den Vorgaben des Weltchemieverbands ICCA.

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Transport- und Lagersicherheit

Die Transport- und Lagersicherheit ist Teil des HSE-Managements und wird von einem Netzwerk aus Experten und praxiserfahrenen Anwendern geführt, die unternehmensweit kooperieren. Sicherheit bedeutet hier, dass Vorgehensweisen festgelegt sind, die sicherstellen, dass die Materialien entsprechend den einzuhaltenden Vorschriften und ihrem jeweiligen Gefährdungspotenzial gehandhabt, transportiert und gelagert werden und Logistik- und Lagerdienstleister angemessen ausgewählt werden. Details sind in den Konzernregelungen „Transportsicherheit“, „Warehousing“ und „Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutz (HSE)-Audits“ festgelegt.

MEHR im Nachhaltigkeitsbericht 2019 und unter Transport- und Umweltereignisse

 

Ereignis- und Notfallvorsorge

Wir schaffen Arbeitsbedingungen und ein Umfeld, in dem unsere Mitarbeiter sicher und angstfrei arbeiten und ohne Risiko dienstlich international unterwegs sein können.

 

Bayer hat auf globaler und lokaler Ebene Maßnahmen ergriffen, um die Organisation auf Krisensituationen vorzubereiten. Dazu werden Ereignisse nach einem weltweit geltenden Standardverfahren, dem „Bayer Emergency Response System“, erfasst, gemeldet und gehandhabt.

 

Die Bearbeitung solcher Ereignisse fällt in die Zuständigkeit der konzernweiten Sicherheits- und Krisenorganisation bzw. der lokalen Gefahrenabwehr. Hierfür sind an den Standorten bzw. in den Ländern organisatorische Vorkehrungen mit festgelegter Verantwortung und Vorgehensweise implementiert und entsprechend geschult worden.

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