Unser Ansatz

Nachhaltigkeitspraktiken in der Lieferkette verbessern

Mit Nachhaltigkeit im Lieferantenmanagement verfolgen wir das Ziel, die Geschäftsbeziehungen mit unseren Lieferanten entsprechend unseren ökologischen, sozialen und ethischen Standards zu gestalten. Die Einhaltung der Nachhaltigkeitsstandards in seiner Lieferkette ist für Bayer ein elementarer Faktor in der Wertschöpfungskette.

 

Gemeinsam mit unseren Lieferanten wollen wir durch verantwortungsvolles Handeln Risiken minimieren und stabile und langfristige Beziehungen mit unseren Geschäftspartnern schaffen. Dies ist darüber hinaus ein strategisch wichtiger Hebel, um sowohl die globale Wettbewerbsfähigkeit als auch die Versorgung mit Materialien und Dienstleistungen sicherzustellen. Daher wenden wir bei der Auswahl potenzieller und bestehender Lieferanten neben wirtschaftlichen auch Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Standards, kurz ESG-Standards, an. Diese Grundsätze sind im Bayer-Verhaltenskodex für Lieferanten – definiert, der die grundsätzliche Basis der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten darstellt.

 

Zu Verbesserung der Nachhaltigkeitspraktiken in der Lieferkette haben wir einen vierstufigen Management Prozess etabliert:

 

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Ziele für 2021 und Folgejahre

Bayer überprüft die Einhaltung der Kodex-Vorgaben mittels Online-Bewertungen durch EcoVadis, einem externen Anbieter zur Nachhaltigkeitsbewertung, sowie durch Audits von externen Audit-Unternehmen bei Lieferanten vor Ort. Die zu bewertenden Lieferanten werden gemäß ihrer strategischen Bedeutung und anhand einer Nachhaltigkeits-Risikobewertung, die das Länder- und Kategorierisiko kombiniert, ausgewählt. Wir erwarten, dass alle Lieferanten unsere Nachhaltigkeitserwartungen erfüllen, d. h. ein „grünes“ EcoVadis (≥45/100) oder vergleichbares Ergebnis eines Nachhaltigkeitsaudits.


Im Rahmen der Weiterentwicklung von Bayers Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir in unserem vierstufigen Managementprozess zur Verbesserung der Nachhaltigkeitspraktiken in der Lieferkette neue Schwerpunkte setzen. Unsere Aktivitäten zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Stufen 1-3 stellen weiterhin die Basis für unsere Arbeit dar. Unsere Aktivitäten für Lieferantenentwicklung (Stufe 4) wollen wir hingegen weiter ausbauen. Unser Ziel ist es wesentliche Lieferanten dabei zu unterstützen langfristig positive Erfolge hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsleistung aufzeigen zu können. Darüber hinaus wollen wir verstärkt Themen, wie die CO2 Emissionen (Scope 3) in der Lieferkette, die Vielfältigkeit unserer Lieferanten oder die Nachhaltigkeitsbewertungen auf Tier-2 Ebene in den Fokus nehmen.


Da die Entwicklung solcher Aktivitäten Zeit und Ressourcen erfordert, haben wir das Zwischenziel für 2020, das vorsieht, dass alle strategisch wichtigen Lieferanten eine EcoVadis-Bewertung von mindestens 45 von 100 Punkten ("grüne" Bewertung) oder ein vergleichbares Auditergebnis vorweisen müssen. Ab 2021 werden alle potenziellen neuen Lieferanten mit einem Einkaufsvolumen von mehr als 250.000 € zusätzlich im Vorfeld auf Nachhaltigkeitsaspekte geprüft.

 

Im Jahr 2021 werden wir an der Entwicklung zusätzlicher KPIs arbeiten, die sich an der neuen Nachhaltigkeitsstrategie orientieren. Diese KPIs werden sich an unserem breiteren Procurement Sustainability Scope ausrichten und sich auf Themen wie Lieferantenvielfalt, Menschenrechte sowie dedizierte Lieferantenentwicklungsaktivitäten konzentrieren.