Unsere Ziele bis 2030

„Health for All, Hunger for None“ – mit unserem strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit leisten wir einen wichtigen Beitrag, damit diese Vision Wirklichkeit wird. Die Welt sieht sich heute mit der nie zuvor dagewesenen Herausforderung konfrontiert, einerseits sicherzustellen, dass eine wachsende und alternde Weltbevölkerung ein selbstbestimmtes Leben führen und am Fortschritt teilhaben kann, gleichzeitig aber auch dafür zu sorgen, dass natürliche Ressourcen nachhaltiger als bisher genutzt werden. Nur wenige Unternehmen sind so gut aufgestellt wie Bayer, um einen Beitrag zu einer besseren Gesundheitsversorgung und zur Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung zu leisten und gleichzeitig die Grenzen unseres Planeten zu respektieren. Wir haben für unsere Geschäftsbereiche klare Ziele definiert, die wir bis 2030 erreichen wollen und die im Einklang mit den SDG der Vereinten Nationen stehen.Lesen Sie hier, wie wir den Menschen zu einem besseren Leben verhelfen und wie wir unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren.

 

Um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern ...

Kleinbauern bis 2030 unterstützen

… helfen wir 100 Millionen Kleinbauern in Ländern mit geringem bis mittlerem Einkommensniveau (low and middle-income countries, LMIC) dabei, für sich selbst und andere genügend hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren. Weltweit gibt es rund 550 Millionen kleinbäuerliche Betriebe, die in den LMIC bis zu 80 Prozent der Nahrungsmittelversorgung ihrer Länder sicherstellen. Viele von ihnen können jedoch kaum ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten und leiden unter dem Klimawandel. Wir helfen, indem wir den Zugang zu Wissen, Produkten und Dienstleistungen verbessern.

Etwa 97 Prozent der Landwirte weltweit bewirtschaften weniger als 10 Hektar (ca. 25 Morgen) Land. Das sind rund 550 Millionen kleinbäuerliche Betriebe in Asien, Afrika und den Entwicklungsländern. Diese Landwirte, von denen viele weniger als zwei Hektar zur Verfügung haben, produzieren rund ein Drittel der Nahrungsmittel weltweit und sind in den LMIC für etwas mehr als die Hälfte der Kalorien, die die Menschen dort zu sich nehmen, verantwortlich. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Kleinbauern eine große Rolle für die globale Landwirtschaft und Ernährungssicherheit spielen.

 

Während Landwirte auf der ganzen Welt Herausforderungen wie extremen Wetterereignissen, Schädlingen, Pflanzenkrankheiten und unsicheren Märkten gegenüberstehen, fehlt vielen Kleinbauern der Zugang zu Lösungen, die sie brauchen, um diese Herausforderungen zu meistern und ausreichend Nahrungsmittel anzubauen, mit denen sie ihre eigene Existenzgrundlage und die der von ihnen abhängigen Gemeinden sichern können.

 

Als weltweit führendes Unternehmen in der Landwirtschaft sind wir für Unterstützungsmaßnahmen hervorragend aufgestellt. Aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, bis 2030 100 Millionen Kleinbauern in Entwicklungsregionen zu unterstützen, indem wir den Zugang zu landwirtschaftlichem Know-how, Produkten, Dienstleistungen und Partnerschaften verbessern.

 

Wie wir in der Landwirtschaft etwas bewirken:

Eine kohlenstofffreie Zukunft für die Landwirtschaft

Verringerung der Auswirkungen der Landwirtschaft auf den Klimawandel

Unterstützung von 100 Millionen Kleinbauern

Im Interesse der Biodiversität und Bodengesundheit

Schaffung einer nachhaltigen Produktversorgung

Förderung der Produktverantwortung

Gewässerschutz

 

Erläuterung der Methodik (PDF, 260 KB)

Zugang Gesundheitsprodukte 2030

... schaffen wir für 100 Millionen Menschen in benachteiligten Gegenden einen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung. Mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung hat derzeit keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, einschließlich Produkten zur Selbstmedikation. Das wollen wir durch die Verfügbarkeit entsprechender Produkte und Aufklärung ändern.

Die globalen Gesundheitssysteme stehen unter anhaltendem Kostendruck. Eine alternde Bevölkerung, eine steigende Zahl lebensstilbedingter Krankheiten und steigende Kosten behindern den Zugang zur Gesundheitsversorgung für immer mehr Menschen und lassen gleichzeitig die unterversorgten Regionen der Welt, insbesondere die Frauen und Kinder dort, zurück. Mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung hat heute keine Möglichkeit, auf grundlegende Gesundheitsdienste, einschließlich Produkte zur Selbstmedikation, zuzugreifen.

 

Mehr dieser Produkte und gezielte Aufklärung können dabei helfen, Krankheiten zu verhindern und Gesundheitslösungen in Gegenden anzubieten, in denen Selbstmedikation oftmals die einzige Option ist. Mit einem anfänglichen Fokus auf die Gesundheit von Frauen und einem verbesserten Zugang zu Mikronährstoffen für Schwangere und Kinder wird Bayer die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit unserer bewährten Marken erweitern und Selbstmedikations-Initiativen unterstützen.

 

Erläuterung der Methodik (PDF, 203 KB)

Familienplanung ermöglichen 2030

… bieten wir 100 Millionen Frauen in Ländern mit geringem bis mittlerem Einkommensniveau Zugang zu moderner Empfängnisverhütung. Nach Angaben der Vereinten Nationen wird die Gleichstellung der Geschlechter ein entscheidender Faktor für die künftige wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Welt sein. Wir wollen die Rolle der Frau stärken und unser Engagement für die moderne Familienplanung intensivieren.

Der Zugang zu Familienplanung stärkt die Frauen und fördert die Gleichstellung der Geschlechter. Dies wiederum führt zu verbesserter wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung und insgesamt gesünderen Gesellschaften. Nach Angaben der UNO wenden jedoch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau über 200 Millionen Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter, die eine Schwangerschaft vermeiden möchten, keine sicheren und wirksamen Methoden zur Familienplanung an.

 

Wir sind der Meinung, dass alle Frauen unabhängig von ihrem wirtschaftlichen Status Zugang zu freiwilliger Familienplanung haben sollten. Dies würde zur Verbesserung ihrer Gesundheit, ihrer wirtschaftlichen Chancen und der Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen.

 

Deshalb bauen wir unser Angebot für die in internationalen Entwicklungsprojekten besonders nachgefragten Langzeitpräparate, wie das Implantat Jadelle und die Spirale Mirena, aus. Diese Produkte werden, wie bisher auch orale Kontrazeptiva und Verhütungsspritzen, unseren Partnern (z. B. dem United Nations Population Fund, UNFPA) zu öffentlichen Vorzugspreisen angeboten. Weitere Kooperationen sind geplant, mit denen Programme zur freiwilligen Familienplanung gefördert werden. Dabei sagen wir den beteiligten Partnern unsere Unterstützung unabhängig von den verwendeten Produkten zu.

Lesen Sie mehr zum Thema "Improving Livelihoods Through Family Planning" (auf Englisch)

 

Erläuterung der Methodik (PDF, 213 KB)

Darüber hinaus wollen wir …

… die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit unserer pharmazeutischen Produkte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau erhöhen. Dazu werden wir Programme für eine gerechte Preisgestaltung und Bezahlbarkeit für die Patienten verfolgen.

 

... unsere Zusammenarbeit mit der WHO fortsetzen, um tropische Krankheiten wie die Afrikanische Schlafkrankheit und die Chagas-Krankheit zu bekämpfen, die typischerweise die untersten Ebenen der Einkommenspyramide am schlimmsten treffen.

 

Seit vielen Jahren engagieren wir uns bereits im Kampf gegen Tropenkrankheiten. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellen wir beispielsweise zwei unserer Wirkstoffe gegen die Afrikanische Schlafkrankheit und die in Lateinamerika verbreitete Chagas-Krankheit kostenfrei zur Verfügung. Wir fördern außerdem Programme zur Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber oder der Zikavirus-Infektion, die durch Krankheitsüberträger wie beispielsweise Mücken verbreitet werden.

Lesen Sie mehr zum Thema "Fighting Neglected Tropical Diseases" (auf Englisch)

 

... in unserer Division Consumer Health eine nachhaltige Produktion und den Übergang zu einem Kreislaufwirtschaftssystem etablieren, um Material zu reduzieren, zu recyceln, wiederzuverwenden und zu ersetzen.

 

Um die Wirkung zu verstärken, arbeiten wir mit Partnern zusammen

Heute gilt mehr denn je, dass ohne Partnerschaften kein Fortschritt möglich ist. Deshalb arbeiten wir aktiv mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Regierungen und anderen öffentlichen und privaten Organisationen wie der Bill & Melinda Gates Foundation, Access Accelerated und dem Antimicrobial Resistance Action Fund zusammen, um unsere Reichweite und Wirkung zu steigern. Zukünftig wollen wir unsere Partnerschaften mit gleichgesinnten Organisationen ausweiten und vertiefen, um unsere Vision zu verfolgen.

Lesen Sie mehr zum Thema"Strengthening Healthcare Access" (auf Englisch)

 

Wir verringern unseren ökologischen Fußabdruck

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Ohne geeignete Gegenmaßnahmen werden die Temperaturen weltweit um deutlich mehr als 2 Grad Celsius steigen. Das gefährdet die Ökosysteme unserer Erde, die Gesundheit von Menschen, Pflanzen und Tieren und die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln. Bei Bayer ergreifen wir deshalb weitreichende Klimamaßnahmen, um die Treibhausgas-Emissionen innerhalb unseres Unternehmens und entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette gemäß den Anforderungen des Pariser Abkommens zu senken. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft drastisch zu reduzieren.

 

Emissionen 2030

Im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen setzt sich Bayer dafür ein, den Klimawandel zu bekämpfen und die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wir haben uns wissenschaftsbasierte Ziele zur Dekarbonisierung gesetzt und wollen bis 2050 unter Einbezug unserer gesamten Wertschöpfungskette eine ausgeglichene CO2-Bilanz erreichen (net-zero). Umsetzen wollen wir dieses Ziel durch die absolute Reduzierung unserer Emissionen (Scope 1 und 2) um 42 Prozent bis 2030. Die Klimaneutralität unserer eigenen Standorte gehört daher zu den Konzernzielen, die wir bis 2030 erreichen wollen. Wir sind kurz davor, zu diesem Zweck eine Reihe von Maßnahmen umzusetzen, die sich auf Energieeffizienz, Energiequellen, Ausgleichsmaßnahmen und die Wertschöpfungskette konzentrieren. Zwischen 2020 und 2030 werden wir 500 Millionen Euro investieren, um die Energieeffizienz unserer eigenen Werke zu steigern.

 

Zertifikate 2030

Die verbleibenden Emissionen werden wir bis 2030 durch den Erwerb von Zertifikaten aus geprüften Klimaschutzprojekten vor allem im Waldschutz und in der Landwirtschaft vollständig ausgleichen. Bei der Auswahl der Projekte achten wir besonders darauf, dass sie eine langfristige Bindung von CO2 ermöglichen (Permanenz) und dass diese ohne den Verkauf der Zertifikate nicht erfolgen würde (Zusätzlichkeit). Außerdem haben wir zusätzliche, interne Qualitätsanforderungen eingeführt, zum Beispiel die Zertifizierung von Projekten nach international anerkannten Standards.

 

Lieferkette 2030

Mit den Produkten und Dienstleistungen von Bayer sind auch Emissionen verbunden, die vor oder nach der Tätigkeit des Unternehmens entstehen, also beispielsweise in der Lieferkette oder bei den Kunden (sog. Scope 3-Emissionen). Hier hat die SBTi bestätigt, dass Bayer zur Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad Celsius beiträgt. Der CO2-Ausstoß soll bis 2029 um mindestens 12,3 Prozent gegenüber der Ausgangsbasis von 2019 reduziert werden. Angesichts der sehr großen Anzahl an Lieferanten ist die Senkung der Emissionen um 12,3 Prozent in der Lieferkette bzw. bei den Kunden ähnlich ehrgeizig wie die Senkung der eigenen Emissionen um 42 Prozent.

 

Erläuterung der Methodik (PDF, 317 KB)

Wir reduzieren ...

... den Treibhausgas-Fußabdruck im Pflanzenschutz.
Der ökologische Fußabdruck der Landwirtschaft ist derzeit für rund 25 Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich. Dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen in großen Agrarmärkten – pro Kilogramm Ernte – bis 2030 um 30 Prozent zu senken. Dies gilt für die Anbausysteme mit dem größten Ausstoß in den Regionen, in denen Bayer aktiv ist. Deswegen unterstützt Bayer unter anderem die Landwirte bei der Anwendung klimafreundlicher Praktiken, beispielsweise beim Verzicht auf Pflügen und dem Einsatz digitaler Lösungen, um die CO2-Emissionen zu senken.

Lesen Sie mehr zum Thema "Bekämpfung des Klimawandels"

 

... die Umweltauswirkungen von Pflanzenschutzmitteln bis 2030 um 30 Prozent. Unsere Innovationspipeline wird es den Landwirten ermöglichen, die Erträge auf den bestehenden Anbauflächen zu steigern. Die Digitalisierung wird ein starker Hebel auf diesem Weg sein. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist der Kern unserer Mission und der Weg in die Zukunft für die Landwirtschaft.

Lesen Sie mehr zum Thema "Reduzierung der Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt"

 

Darüber hinaus wird Bayer sich in weiteren klima- und umweltrelevanten Bereichen engagieren, beispielsweise bei Projekten zum Erhalt der (Regen-)Wälder, der Entwicklung von Alternativen zu chemischem Dünger und zum Einsatz umweltfreundlicherer Verpackungsmaterialien im gesamten Konzern.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu unserem Engagement für den Umweltschutz.