100 Millionen Frauen bis 2030 – Damit jede Frau die Wahl hat

Jede Frau und jedes Mädchen hat die Chance verdient, selbst über ihre Zukunft zu entscheiden. Deshalb haben wir uns einem klaren Ziel verschrieben: bis 2030 rund 100 Millionen Frauen in Ländern mit geringem bis mittlerem Einkommen Zugang zu moderner Empfängnisverhütung zu ermöglichen.

 

Frauen möchten selbst entscheiden, ob und wann sie schwanger werden. Dies gilt seit über einem halben Jahrhundert als grundlegendes Menschenrecht und ist für viele von uns selbstverständlich.

 

Doch nach Angaben der Vereinten Nationen haben mehr als 200 Millionen Frauen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Und die Zahl und der Bedarf werden weiter steigen, da die Bevölkerung in diesen Ländern wächst und die nächste Generation junger Frauen ihre Familienplanung selbst in die Hand nehmen möchten. Die COVID-19-Krise verschärft die Situation, weil sie in vielen Gebieten den Zugang zu medizinischen Versorgungsgütern und Dienstleistungen weiter einschränkt.

Theresa Adelmann
Für mich bedeuten Verhütungsmittel Freiheit. Ich möchte, dass jede Frau die Chance hat, ihr Leben selbst zu bestimmen.
Theresa Adelmann
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Pharma & Nachhaltigkeit

Entscheidungsfreiheit für jede Frau

„Daten zeigen: Wenn Frauen ihre Schwangerschaften planen können, sind ihre Familien gesünder und die Frauen besser in der Lage, auch einen wirtschaftlichen Beitrag zu leisten“, erläutert Frank Strelow, Leiter Nachhaltigkeit bei Bayer Pharmaceuticals. Das wiederum führt im Laufe der Zeit zu stärkeren Kommunen und prosperierenden Ländern. Nach Berechnungen des Kopenhagener Konsenses beträgt der Return on Investment für jeden Dollar, der für Familienplanung ausgegeben wird, rund 120 US-Dollar.

 

Aber noch viel wichtiger: Eine Ausweitung des Zugangs zu freiwilliger Familienplanung würde jedes Jahr das Leben von 100.000 Müttern und 600.000 Kinder retten – indem ungewollte Schwangerschaften verhindert, die Zahl unsicherer Abtreibungen gesenkt und die Todesrate aufgrund von Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt reduziert würden.

Aus all diesen Gründen wollen wir bis 2030 rund 100 Millionen Frauen in Ländern mit geringem bis mittlerem Einkommen den Zugang zu moderner Empfängnisverhütung ermöglichen. Sie in ihrer Familienplanung zu unterstützen heißt auch, sie in der Ausübung ihrer Rechte als Frauen zu stärken und ihre gesundheitliche und wirtschaftliche Situation zu verbessern – ein großer Schritt zu mehr Gleichberechtigung.

 

Hierzu werden wir unsere Anstrengungen erheblich zu verstärken. Wir unterstützen seit über 50 Jahren Programme zur freiwilligen Familienplanung, aktuell in über 130 Ländern, die Zugang zu einem breiten Spektrum moderner Verhütungsmethoden wie oralen Verhütungsmitteln, Injektionen und Implantaten bieten. Wir werden unser Angebot für die in internationalen Entwicklungsprojekten besonders nachgefragten Langzeitpräparate ausbauen und die Produktionskapazitäten für Implantate um 30 Prozent erhöhen. Gewinne aus Verkäufen an unsere Partner investieren wir in Aufklärungs- und Bildungsprogramme.

Frank Strelow
Wir bieten diese Produkte unseren Partnern wie den Vereinten Nationen sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zu vergünstigten Preisen an, um sicherzustellen, dass der Bedarf gedeckt werden kann und Frauen Wahlmöglichkeiten erhalten.
Frank Strelow
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Leiter Nachhaltigkeit bei Bayer Pharmaceuticals

Gemeinsam mit der Bill & Melinda Gates Foundation und anderen Geldgebern unterstützt Bayer auch „The Challenge Initiative“ (TCI). Diese Initiative eröffnet Frauen und Mädchen, die in Städten Afrikas und Asiens in Armut leben, schnell und nachhaltig Zugang zu Familienplanung und Lösungen im Bereich der reproduktiven Gesundheit. „Frauen in der armen städtischen Bevölkerung dabei zu unterstützen, selbst über ihre Familienplanung zu entscheiden, kann dabei helfen, die Situation dieser unterversorgten städtischen Gemeinden nachhaltig zu verbessern.“, so Claus Runge, Head of Market Access, Public Affairs & Sustainability (MAPAS). Weitere Kooperationen sind geplant, mit denen Programme zur freiwilligen Familienplanung gefördert werden. Dabei sagen wir den beteiligten Partnern unsere Unterstützung unabhängig von den verwendeten Produkten zu.

 

Neben Zugang, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit ist auch Wissen über die Möglichkeiten und Vorteile aktiver Familienplanung entscheidend für nachhaltige Veränderungen. Bayer arbeitet deshalb mit der White Ribbon Alliance an Aufklärungsmaßnahmen zu sexueller Gesundheit und besserer Selbstpflege für junge Frauen in aller Welt.

 

Unsere Anstrengungen und Aktivitäten in den nächsten Jahren werden darüber entscheiden, ob wir unsere Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 erreichen werden. Dafür arbeiten wir Tag für Tag.

Familienplanung und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN

Mit unserem Engagement für Nachhaltigkeit tragen wir zur Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) bei. Diese Ziele sollen bis 2030 erreicht werden.

 

Viele der 17 SDG und 169 Zielsetzungen der Agenda 2030 stehen im Zusammenhang mit der Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen, Geschlechtergerechtigkeit und Gesundheit. Das Ziel 3 bezieht sich explizit auf die Familienplanung: Ziel ist es, den allgemeinen Zugang zu Diensten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sicherzustellen, einschließlich Familienplanung, Information und Aufklärung und der Integration der reproduktiven Gesundheit in nationale Strategien und Programme. In Ziel 5 geht es ebenfalls speziell um Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen.