Wasser

Die Rolle der Landwirtschaft im Kampf gegen Wasserknappheit

Ear with frozen water drops

Wasserknappheit hat sich zu einer kritischen Bedrohung entwickelt, die durch zahlreiche demografische und wirtschaftliche Faktoren verursacht wird, wie z. B. Bevölkerungswachstum, steigender Wohlstand, erhöhter Fleisch- und Milchkonsum sowie zunehmende Biokraftstoffproduktion. Diese Faktoren erhöhen den Wasserbedarf und belasten die Wasserressourcen stark.


Durch das Wachstum der Weltbevölkerung und der Erwärmung des Planeten werden die Wasserressourcen weiter schwinden. Prognosen zufolge wird es bis 2030 eine Lücke von 40 % zwischen Angebot und Nachfrage geben. Agrarwirtschaft, die fast 70 % des weltweiten Süßwasserverbrauchs ausmacht, spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen.


Dank unseres Potenzials zur Entwicklung innovativer, wissenschaftlicher Lösungen, die die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gegenüber zunehmender Wasserknappheit verbessern, ist Bayer in einer einzigartigen Position, um einen erheblichen Beitrag zu leisten.

Engagement

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Bayer hat sich zum Ziel gesetzt, positive Veränderungen in der Wasserproduktivität in wasserarmen regionalen Anbausystemen voranzutreiben, beginnend mit Reis, der für bis zu 43 % des weltweiten Bewässerungswasserverbrauchs verantwortlich ist.


Wir wollen unsere Kleinbauernkunden dabei unterstützen, die Wasserproduktivität1 bis 2030 um 25 % gegenüber dem Durchschnittswert von 2019–20212 zu steigern, indem wir den Reisanbau in den relevanten Regionen, in denen Bayer tätig ist, beginnend mit Indien2, umgestalten.


Der konventionelle Reisanbau ist land-, wasser-, energie- und arbeitsintensiv - Ressourcen, die zunehmend knapper werden. In den nächsten zwei Jahrzehnten ist der Wechsel zu einer wirtschaftlich tragfähigeren und nachhaltigeren Methode der Reisproduktion unumgänglich. Eine der vielversprechendsten Lösungen ist der Direktsaat-Reis (DSR). Dank eines modernen, technologiegestützten und weniger ressourcenintensiven Anbausystems werden bei dieser Methode die Reissamen direkt auf dem Feld ausgesät, anstatt wie bei der traditionellen Methode in Wasser gepflanzt.


Wir wollen weiterhin leistungsfähiges Saatgut entwickeln, das speziell für dieses Reisanbausystem gezüchtet und auf verschiedene Umgebungen zugeschnitten ist – unterstützt durch sichere, wirksame und gezielte Pflanzenschutzmittel. Unser innovatives und maßgeschneidertes System wird mit Hilfe digitaler Lösungen ermöglicht, basiert auf Nachhaltigkeit und wird durch Partnerschaften gefördert.

 

Fortschritt


Basierend auf den erhobenen Daten für das Jahr 2024 hat sich die flächengewichtete Wasserproduktivität im Vergleich zur Basislinie 2019–2021 um 1 % erhöht. Diese Verbesserung wird auf eine Reduzierung des Wasserverbrauchs pro Hektar um 24 % und auf einen Anstieg der durchschnittlichen Erträge pro Hektar um 12 % zurückgeführt. Dies steht im Einklang mit dem Übergang von konventionellen Reis zu Direktsaat-Reis (DSR). Unser Bericht berücksichtigt Veränderungen in der flächengewichteten Wasserproduktivität in den Zielstaaten sowie die aktuelle Akzeptanzrate von DSR im Vergleich zu TPR. Basierend auf denselben für 2024 erhobenen Daten wurde der Wasserverbrauch pro Hektar um etwa 3.200 m³ reduziert, was hauptsächlich auf die verringerte Bewässerung im Rahmen von DSR zurückzuführen ist, die sich hochgerechnet auf eine Reduzierung von etwa 57 Millionen m³ Wasser beläuft.


Über unsere Selbstverpflichtung hinaus hat Bayer das Thema Wasser in den Mittelpunkt unseres Geschäfts gestellt. Bayer will durch eine ganzheitliche Wasserstrategie, die mehrere Faktoren einbezieht, Wasserresilienz stärken: 

  • Innovationen im Saatgut- und Pflanzenschutzbereich: Unsere Pflanzenwissenschaftler entwickeln regelmäßig Lösungen, die Landwirtinnen und Landwirten helfen, Umweltprobleme wie Schädlingsbefall, Krankheiten oder Dürre zu bekämpfen. Pflanzen, die an spezifische Klimazonen angepasst oder widerstandsfähiger gegen wechselnde Umweltbedingungen sind, zeigen mehr Resistenz auf dem Feld und liefern dadurch ertragreichere Ernten.
  • Förderung einer wassereffizienten Landwirtschaft dank Partnerschaften: Wir bei Bayer sind davon überzeugt, dass die Umgestaltung von Anbausystemen und die Stärkung der Wasserresilienz einen kooperativen Ansatz innerhalb der Branche und darüber hinaus erfordern, um Landwirtinnen und Landwirten Zugang zu den besten Lösungen zu ermöglichen.
  • Digitale Befähigung zur Förderung bewährter landwirtschaftlicher Praktiken: Unsere digitale Landwirtschaftsplattform Climate FieldView™ sowie unsere Partnerschaften mit Unternehmen für Bewässerungs- und Wassermanagement unterstützen Landwirte bei der Entwicklung von Instrumenten, mit denen sie ihre Arbeitsabläufe optimieren und ihre Betriebe nachhaltig bewirtschaften können.
  • Sicherung der Zukunft durch nachhaltige Lebensmittelproduktion: In unserem globalen Bayer-ForwardFarming-Netzwerk arbeiten wir mit unabhängigen, modernen und nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieben zusammen, um zu zeigen, wie innovative landwirtschaftliche Instrumente und Praktiken Landwirtinnen und Landwirten, der Umwelt und der Gesellschaft zugutekommen können.

 

Lesen Sie mehr über unser Water Productivity Target auf unserer Crop Science Publications-Seite (EN).

1 Water productivity is defined as kg of crop yield per volume of water applied (Kg/m3)
2 Our water target is currently focusing on “DirectAcres Initiative” which aims at supporting farmers shift successfully from transplanted puddled rice to mechanized direct seeded rice.