Management und Steuerung

Nachhaltigkeit managen

Nachhaltiges Handeln sichert uns langfristig stabiles Wachstum und sichert einen positiven gesellschaftlichen Wertbeitrag. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Teil unserer Konzernstrategie.

 

Die Verantwortung für Nachhaltigkeit trägt der Vorstandsvorsitzende von Bayer. In seiner Funktion als Chief Sustainability Officer wird er von der Enabling Function „Public Affairs & Sustainability“ unterstützt. Sie erarbeitet im Auftrag des Vorstandes Strategien, identifiziert Tätigkeitsfelder, Ziele, Leistungskennzahlen, Managementsysteme sowie Konzernregelungen und erstellt den Nachhaltigkeitsbericht. Ihre operative Umsetzung erfolgt in den Divisionen und entlang der Wertschöpfungskette. Die Überprüfung und Anpassung dieser Regelungen sowie interne Audits stellen sicher, dass unsere Managementsysteme kontinuierlich verbessert und den jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

 

Die Konzernfunktion Gesundheit, Sicherheit und Umwelt ist für das Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement des Konzerns verantwortlich.

 

Nachhaltigkeitsrat

2020 hat Bayer einen Nachhaltigkeitsrat eingerichtet, der den Vorstand und die Organisation in allen Belangen der Nachhaltigkeit berät. Dazu werden anerkannte externe Experten aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt verschiedener internationaler staatlicher, privater und Nichtregierungs-Organisationen eingeladen. Die Zusammensetzung des Rates soll Ausgewogenheit in der Meinungsvielfalt, geografischen Herkunft und den Geschlechtern repräsentieren. Der Rat soll Bayer bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie begleiten, bei strategischen Fragestellungen zur Seite stehen und vor allem neue Perspektiven und Erfahrungshorizonte einbringen. MEHR

 

Verantwortungsvolle Geschäftspraktiken

Basis für die nachhaltige Ausrichtung unseres Konzerns sind verantwortungsvolle Geschäftspraktiken, für die die Bayer Societal Engagement (BASE)-Prinzipien grundlegend sind. Compliance (z. B. Anti-Korruption, verantwortliches Marketing), PersonalpolitikProduktverantwortung, Gesundheit, Umweltschutz und Sicherheit sowie das Lieferantenmanagement sind für uns dabei zentrale Handlungsfelder, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

 

Materialitätsanalyse und Handlungsfelder

Die Erwartungen und Anforderungen der verschiedenen Stakeholder ermitteln wir regelmäßig anhand einer Materialitätsanalyse, im Rahmen derer Vertreter wichtiger Stakeholdergruppen, Führungskräfte und Mitarbeiter befragt werden. Ihre Ergebnisse zeigen aktuelle Entwicklungen sowie nachhaltigkeitsrelevante Chancen und Risiken auf und helfen uns, damit umzugehen.

 

Die Einschätzung der aus externer Perspektive relevanten Themen wird von Führungskräften des Unternehmens um die Auswirkungen ergänzt, die Bayer im jeweiligen Themenfeld auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesundheit hat. Abschließend werden die auf dieser Basis priorisierten Themen vom Vorstand freigegeben.

 

Die Handlungsfelder, die wir – vor dem Hintergrund der Akquisition von Monsanto – bei der letzten umfassenden Materialitätsanalyse im Jahr 2018 ermittelt haben, wurden bei der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie aufgegriffen. Sie bestimmen die Schwerpunkte unseres Nachhaltigkeitsmanagements und unsere nichtfinanziellen Konzernziele:

 

  • Zugang zu Gesundheitsversorgung
  • Nachhaltige Ernährungssicherheit
  • Klimaschutz 
  • Geschäftsethik 
  • Produktverantwortung 
  • Umweltschutz
  • Innovation 

 

Dazu wurden weltweit externe Stakeholder sowie interne Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens befragt. Die Ziele dieser Analyse waren:

 

  • Identifikation relevanter Themen im Nachhaltigkeitskontext
  • Identifikation von Trends und Entwicklungen
  • Messung der extern wahrgenommenen Bayer Performance im Nachhaltigkeitskontext/ Identifikation von Schwachstellen und Optimierungsbedarfen
  • Priorisierung relevanter Themen für eine neue Nachhaltigkeitsstrategie
  • Erfüllung externer Anforderungen gemäß CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz CSR-RUG, Handelsgesetzbuch (§§ 289a-298e, § 315 HGB) sowie GRI Standards

 

Folgende Stakeholdergruppen wurden in die durchgeführte Stakeholderbefragung eingeschlossen:

 

Stakeholdergruppen

 

Anwohner an Standorten

Politik und Behörden

Banken

Rating Agenturen

Bayer-Management

Nichtregierungsorganisationen (NGOs)

Beratungen / Wirtschaftsprüfer

Verbände

Investoren

Vertreter / Vertriebspartner

Kunden

Wettbewerber

Lieferanten

Wissenschaft/Hochschulen/Schulen

Medien

Sonstige

 

Zur Identifikation und Priorisierung der wesentlichen Themen wurden gemäß GRI Standards u.a. die beiden folgenden Dimensionen angewendet:

 

  • Auswirkungen der Bayer Geschäftstätigkeit auf wirtschaftliche, soziale oder Umweltbelange
  • Einfluss auf Entscheidungen von Bayer Stakeholdern

 

Die Ergebnisse der internen und externen Sichtweise wurden in einer neuen Materialitätsmatrix zusammengeführt.

 

materialitatsmatrix