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Relevante Positionen

Höhere Maßstäbe für die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln

Sicherheit hat für uns oberste Priorität und ist fester Bestandteil all unseres Tuns. Bayer engagiert sich für die Entwicklung und das Management sicherer Lösungen für Landwirte, um den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen von Gemeinschaften auf der ganzen Welt gerecht zu werden. Angesichts der wachsenden Herausforderungen, mit denen sich die Landwirtschaft heute konfrontiert sieht, benötigen Landwirte nachhaltige Lösungen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Pflanzenschutzmittel sind in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung.

 

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Bayer schult jährlich mehr als eine Million Landwirte weltweit im sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

Wir sind uns der öffentlichen Debatte über die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt bewusst. Auch wenn ein Teil dieser Debatte eher von Emotionen als von Fakten bestimmt wird, erkennen wir an, dass es immer Raum für Verbesserungen gibt. Ganz im Sinne unserer Vision „Health for all, hunger for none“ glauben wir, dass wir gemeinsam die miteinander verknüpften Herausforderungen einer ausreichenden Versorgung mit Lebensmitteln und einer nachhaltigen Landwirtschaft angehen können. Zu diesem Zweck gehen wir folgende Verpflichtungen ein:

Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen in Ländern, in denen wir unsere Produkte registrieren, wenden wir unsere eigenen internen Sicherheitsstandards an. Diese Standards basieren auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Standards der meisten Referenzbehörden.

 

Die Entwicklung und Registrierung eines neuen Pflanzenschutzmittels unterliegt strengen Auflagen: Von der frühen Forschung bis zur Zulassung vergehen im Durchschnitt 11 Jahre, und die Kosten für die Entdeckung, Entwicklung und Registrierung eines neuen Wirkstoffs belaufen sich auf fast 250 Mio. Euro. Nur ein Wirkstoff von 160.000 potenziellen Kandidaten schafft es über die Forschungsphase hinaus bis zur Zulassung.

 

Bayers Engagement für Produktsicherheit geht über die Erfüllung lokaler Vorschriften hinaus: 2012 haben wir beschlossen, den Verkauf von Produkten mit hoher akuter Toxizität für den Menschen (Klasse 1 der Weltgesundheitsorganisation WHO) einzustellen, unabhängig vom Zulassungsstatus. Darüber hinaus verpflichten wir uns seit 2016, nur Produkte mit Wirkstoffen zu verkaufen, die in mindestens einem OECD-Land zugelassen sind bzw. die über ein vollständiges OECD-Sicherheitsdatenpaket verfügen.

 

Wir beziehen kontinuierlich neue wissenschaftliche Erkenntnisse in unsere Risikobewertungen ein. Alle neuen Produkte werden nach unseren neuesten Bayer-Sicherheitsstandards bewertet, was zu einer ständigen Optimierung unseres Portfolios führt. Für unsere Bewertung wenden wir Kriterien an, die den Standards von Referenzbehörden entsprechen, deren Länder unterschiedliche landwirtschaftliche Bedingungen aufweisen und deren Programme zur Regulierung von Pflanzenschutzmitteln im Allgemeinen gut entwickelt sind. Dazu gehören die Aufsichtsbehörden in den USA, Kanada, Brasilien, der EU, Australien, Neuseeland, Japan und China.

 

Wir werden diesen Ansatz kontinuierlich weiterentwickeln. Gleichzeitig werden wir unser aktuelles Portfolio regelmäßig überprüfen und bei Bedarf zeitnahe Entscheidungen hinsichtlich unserer Produkte treffen.

 

Wir setzen unser Engagement für den sicheren und nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln fort und fördern vermehrt Schulungsmaßnahmen, die Landwirte bei der Einhaltung von Kennzeichnungsvorschriften und der Anwendung empfehlenswerter Managementpraktiken unterstützen.

 

Ein Pflanzenschutzmittel wird bereits in der frühen Entwicklung ausgiebig auf seine Sicherheit hin überprüft. Zahlreiche Tests und Studien erfolgen im Rahmen des Registrierungsprozesses - und auch Jahre nach Markteintritt spielt die Sicherheit weiterhin eine entscheidende Rolle. Unsere Produkte sind sicher, wenn sie gemäß den Anweisungen auf dem Etikett verwendet werden. Dies erfordert eindeutige, leicht verständliche Kennzeichnungen und Schulungen für Landwirte zum richtigen Umgang mit den Produkten und zur Anwendung bewährter Managementpraktiken.

 

In Übereinstimmung mit dem FAO-Verhaltenskodex für Pestizidmanagement hat Bayer 2019 weltweit mehr als eine Million Landwirte geschult, wobei der Schwerpunkt auf Schulungsaktivitäten in Ländern lag, in denen es keine gesetzlich vorgeschriebenen Schutzanforderungen oder Zertifizierungen für Anwender im Hinblick auf den sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln gibt. Bayer organisiert auch Sicherheitsschulungen für seine eigenen Mitarbeiter und Vertragsarbeiter von externen Unternehmen, insbesondere für Vertriebsmitarbeiter.

 

Wir befolgen bei unseren Produktetiketten die FAO-Richtlinien zur guten Etikettierungspraxis für Pflanzenschutzmittel und die Anforderungen des weltweit harmonisierten Systems (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. In Entwicklungs- und Schwellenländern verwenden unsere Mitarbeiter diese Referenzen, um sich für das GHS-System einzusetzen und Verbesserungen bei der Kennzeichnung von Produkten zu erzielen. Darüber hinaus bewerten wir lokale Anwendungspraktiken, um sicherzustellen, dass Produkte nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn sich die erforderliche persönliche Schutzausrüstung für das Land als geeignet erwiesen hat. Gleichzeitig arbeiten wir mit Industrie, Regierungen und Händlern zusammen, um die Verfügbarkeit persönlicher Schutzausrüstung für Landwirte zu verbessern.

 

Bayer überwacht kontinuierlich den Einsatz seiner Pflanzenschutzmittel in allen Märkten und unter allen Bedingungen, um Entscheidungen über nachhaltigere Produktideen, Etikett-Anpassungen oder verbesserte Schulungs- und Produktverantwortungsmaßnahmen zu treffen und die Landwirte bei der sicheren Verwendung unserer Pflanzenschutzmittel zu unterstützen. Darüber hinaus können Fortschritte in der Formulierungs- und Anwendungstechnologie dazu beitragen, die Exposition des Anwenders und die Umweltbelastung zu verringern. Wir fördern die professionelle Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Bereichen, in denen die Verwendung angemessener Schutzausrüstung nicht üblich ist. In Asien beispielsweise, wo Kleinbauern bisher auf Rückensprühgeräte angewiesen waren, arbeiten wir mit Anbietern von Drohnen-Technologie zusammen, um die Pflanzenschutzmittelanwendung für Kleinbauern und die Umwelt präziser und sicherer zu gestalten. In Afrika unterstützen wir das von CropLife Africa Middle East entwickelte Konzept der sogenannten „Spray Service Provider“ (SSP), die für die sichere Anwendung von Pflanzenschutzmitteln geschult und zertifiziert sind. Das SSP-Konzept wurde bisher in 14 afrikanischen Ländern mit mehr als 12.000 zertifizierten Anbietern von chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen erfolgreich eingeführt.

 

Erfahren Sie mehr zu unseren laufenden Stewardship Maßnahmen.

 

Wir überprüfen und bewerten unser aktuelles kommerzielles Portfolio anhand relevanter sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Parameter. Auf diese Weise identifizieren wir Bereiche, die eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, und können Aktionspläne entwickeln, um die Entwicklung neuer innovativer und nachhaltigerer Lösungen anzutreiben. Wir arbeiten mit Regulierungsbehörden und anderen Interessengruppen zusammen, um effektive und voraussagbare, wissenschafts- und risikobasierte Regulierungssysteme zu gewährleisten, die diese Innovation ermöglichen.

 

Wir sind davon überzeugt, dass ein innovatives und gut gefülltes Produkt- und Dienstleistungssortiment für Landwirte – einschließlich Pflanzenschutzmittel – die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft maßgeblich fördert. Dank solcher Instrumente können Landwirte der Gesellschaft erschwingliche, qualitativ hochwertige und sichere landwirtschaftliche Produkte zur Verfügung stellen, Land und Ressourcen schonen, die Umweltbelastung verringern, ein angemessenes Einkommen erzielen und zur lokalen Wirtschaft beitragen.

 

Bayer investiert jährlich 2,3 Milliarden Euro in innovative landwirtschaftliche Lösungen. Mit rund 7.800 Mitarbeitern in Forschung und Entwicklung in mehr als 50 Ländern möchten wir Landwirten auf der ganzen Welt neue Technologien anbieten.

 

Die kontinuierliche Überprüfung und Bewertung unseres aktuellen Geschäftsportfolios anhand relevanter sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Parameter helfen uns dabei, diejenigen Bereiche zu identifizieren, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, und entsprechende Aktionspläne zu entwickeln. Aktionspläne können Forschungsprojekte, Umformulierungen oder den Ersatz eines Produkts durch ein alternatives Produkt umfassen. So fördern wir die Entwicklung neuer, innovativer Lösungen, die zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen können.

 

Bayer hat sich außerdem verpflichtet, gemeinsam mit Landwirten den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern. Bayer will die Treibhausgasemissionen auf dem Feld – pro Kilogramm der auf den wichtigsten Agrarmärkten produzierten Kulturen – und die Umweltauswirkungen des Pflanzenschutzes bis 2030 jeweils um 30 Prozent senken. Zu diesem Zweck unterstützt Bayer Landwirte darin, nachhaltigere Praktiken anzuwenden, z. B. die Bodenbearbeitung zu reduzieren, um den Kohlenstoff im Boden zu binden, und Pflanzenschutz- und Düngemittel mithilfe von Produktinnovationen und digitalen Technologien präziser einzusetzen.

 

Um Innovationen zu ermöglichen und den Landwirten die Mittel zur Verfügung zu stellen, die sie für eine nachhaltige Landwirtschaft benötigen, arbeiten wir mit Regulierungsbehörden und anderen Interessensgruppen an der Gewährleistung vorhersehbarer und wirksamer, wissenschafts- und risikobasierter Sicherheitsbewertungen. Wir werden unsere Sicherheitsstandards aktiv in diese Diskussionen einbringen. In Ländern, in denen sich Sicherheitsstandards in der Ausarbeitung befinden, arbeiten wir mit relevanten Interessengruppen zusammen, um die Einrichtung wirksamer Sicherheitsbewertungen zu unterstützen.

 

Wir möchten offener und transparenter über unsere Sicherheitsstandards und unsere Maßnahmen zu deren konsequenter Anwendung kommunizieren. Damit tragen wir zu einem offenen Dialog bei, der das Vertrauen in Sicherheitsdaten, Regulierungssysteme und die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln aufrechterhalten und stärken soll.

 

In den letzten Jahren haben wir den Dialog mit kritischen Interessengruppen intensiviert. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Pflanzenschutz für Landarbeiter und Verbraucher sicher zu gestalten und nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Indem wir im Rahmen unseres Transparenz-Programms Zugang zu unseren Sicherheitsstudien ermöglichen, möchten wir das gesellschaftliche und öffentliche Verständnis wissenschaftlicher Risikobewertungen fördern. Wir werden diesen Weg in Bezug auf unsere Sicherheitsstandards weiterverfolgen und intensivieren. Wir glauben, dass dies notwendig ist in Zeiten, in denen sich die Wahrnehmung von Sicherheit oft nicht mit der Realität deckt, in denen eine idealisierte Sicht der Natur das Vertrauen in Innovation und öffentliche Institutionen untergräbt und in denen die Kluft zwischen Landwirten und Verbrauchern wächst. Mit Transparenz und der Bereitschaft, die Sicherheitsstandards für unsere Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln, möchten wir das Vertrauen in den Pflanzenschutz und die zuständigen Zulassungsbehörden stärken. Wir haben einen Prozess eingeleitet, um unsere Sicherheitsstandards für Behörden auf der ganzen Welt transparent und verfügbar zu machen. Auf dieser Grundlage werden wir einen offenen Dialog mit allen beteiligten Interessensvertretern anstreben und andere ermutigen, sich uns anzuschließen. Wir möchten durch Offenheit in der Debatte Vertrauen aufbauen, ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig den Landwirten die Mittel zur Verfügung stellen, die sie benötigen.

 

Unsere Verpflichtungen stützen sich auf internationale Standards, wie sie im Pestizid-Verhaltenskodex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) festgelegt sind, auf das Engagement der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Verbesserung und Harmonisierung von Test- und Risikobewertungsmethoden sowie auf Registrierungsprozesse für Pflanzenschutzmittel in verschiedenen Ländern und Regionen.