Wassermanagement

Wasser-Sicherheit stärkt Klimaresilienz

Water stewardship at Bayer

Die ökologischen Kapazitäten der Welt werden derzeit über ihre Grenzen hinaus beansprucht. Wasser ist nicht nur für das Leben auf der Erde essenziell, sondern auch für viele Industriezweige der Weltwirtschaft und insbesondere für uns als Life-Science-Unternehmen. Da unsere Weltbevölkerung wächst, müssen wir nachhaltige, wasserresiliente Lösungen finden, während wir gleichzeitig mit zusätzlichem Druck durch vermehrte Dürren und Überschwemmungen konfrontiert sind.

Unsere Wasserstrategie

Die Bayer-Mission "Health for all, hunger for none" kann ohne Wasser nicht erfüllt werden: Als führendes Unternehmen in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft setzen wir uns dafür ein, die Wasserkrise durch einen ganzheitlichen Ansatz anzugehen, der Wasser als Grundpfeiler einer nachhaltigen Wirtschaft und des globalen Wohlstands anerkennt.

 

Unsere Wasserstrategie befasst sich mit potenziellen wasserbezogenen Risiken und setzt unsere Innovationsfähigkeit ein, um Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft zu generieren. Da 70% des weltweiten Süßwasserverbrauchs von der Landwirtschaft verwendet werden, ist Bayer einzigartig positioniert, um die Wasserresilienz durch innovative wissenschaftliche Lösungen zu verbessern, die in großem Maßstab eine erhebliche Wirkung erzielen können.

Unsere mittelfristigen Wasserziele

Bayers Engagement geht über unsere eigenen Aktivitäten hinaus und reflektiert unser Bestreben nach größtmöglichem Nutzen. Unsere Aktivitäten umfassen die gesamte Wertschöpfungskette, von unseren Lieferanten und eigenen Betrieben bis hin zu den Landwirten, Patienten und Verbrauchern, die wir bedienen. Zu den Schlüsselfaktoren unserer Wasserstrategie gehören:

Bayer setzt sich dafür ein, die Wasserproduktivität in wasserarmen regionalen Anbausystemen positiv zu verändern, angefangen bei Reis, der für bis zu 43% der weltweiten Bewässerungswasserentnahme verantwortlich ist. 
Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, den Wasserverbrauch pro Kilogramm dieser Nutzpflanze bis 2030 um 25% zu senken. Hierzu sollen die Reisanbausysteme für Kleinbauern in den entsprechenden Regionen, in denen Bayer tätig ist, verbessert werden. Das Unternehmen engagiert sich für die Unterstützung seiner Kleinbauern und hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserproduktivität1 bis 2030 um 25% gegenüber dem Durchschnitt von 2019 bis 2021 zu steigern2, indem es den Reisanbau in den relevanten Regionen seiner Tätigkeit umgestaltet, beginnend in Indien3.
 

1 Die Wasserproduktivität ist definiert als kg des Ernteertrags pro genutztem Wasservolumen (kg/m3). 
2 Die Validierung der Ausgangsbasis ist noch nicht abgeschlossen. 
3 Unser Wasserziel konzentriert sich derzeit auf die "DirectAcres-Initiative", die darauf abzielt, Landwirte bei der erfolgreichen Umstellung von traditionell verpflanztem Nassreis auf mechanisierten, direkt gesäten Reis zu unterstützen.
 

Bis 2030 wollen unsere Divisionen Pharma und Consumer Health ihre Wasserentnahmen1 um 20 % gegenüber dem Basisjahr 2024 reduzieren. Dies soll z.B. durch den Einbau von geschlossenen Kühlkreisläufen und wassersparenden Prozesstechnologien wie kontinuierlich arbeitenden Filtern erreicht werden.

Bayer water withdrawal reduction target 2030

Bayer wird auf den bereits bestehenden Wassermanagementsystemen aufbauen, um wasserbezogene Risiken und Maßnahmen zur Risikominderung an relevanten Standorten in wasserarmen Gebieten weiter zu bewerten und sie bis 2030 auf Standorte auszuweiten, die voraussichtlich in wasserarmen Regionen liegen werden2
Bayer minimiert weiterhin die Emissionen an seinen weltweiten Standorten, inklusive der Emissionen ins Abwasser. Darüber hinaus hat Bayer sehr strenge freiwillige Grenzwerte für die Einleitung von Wirkstoffen ins Abwasser an allen Standorten, wo diese hergestellt werden, festgelegt. 


1 Einschließlich gekauftem Wasser und gewichtet nach lokalem Wasserstress und unserem Anteil an der Gesamtentnahme der Region.
2 Die Evaluation basiert auf Daten des WRI Aqueduct Water Risk Atlas.

Bayer bewertet die Nachhaltigkeitsleistung aller wichtigen Lieferanten und ausgewählter Lieferanten mit hohem Nachhaltigkeitsrisiko und bezieht Wasser als Bewertungskriterium mit ein. Als wichtigen Schritt nach vorne haben wir unseren neuen Verhaltenskodex für Lieferanten (SCoC) eingeführt, der spezielle Punkte für Wasser und Abwasser enthält.


Gleichzeitig treiben wir die Verbesserung der Wassernutzungseffizienz mit den Landwirten in der gesamten Saatgutproduktion weiter voran.
 

Die Bewältigung der Wasserkrise erfordert ein breit angelegtes, gemeinsames Handeln einer Vielzahl von Interessengruppen. Bayer ist im Wasserbereich durch sein Engagement in der World Meteorological Organization for Water and Climate Leaders, seine aktive Beteiligung an der Water Resilience Coalition sowie durch die International Drought Resilience Alliance (IDRA) gut vernetzt. Wir werden diese starken Partnerschaften nutzen, um die richtigen Führungspersönlichkeiten zusammenzubringen und ein angemessenes Engagement des Privatsektors sicherzustellen.

Bayer verpflichtet sich, allen Mitarbeitern an seinen Standorten sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene (WASH) zur Verfügung zu stellen.


Darüber hinaus engagieren wir uns in Zusammenarbeit mit lokalen NGOs in zahlreichen Gemeinschaftsprojekten in wasserarmen Regionen und Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs). Zum Beispiel arbeiten wir mit dem Safe Water Network zusammen, um die Gesundheit von mehr als 270.000 Menschen in ländlichen und stadtnahen Gemeinden in Indien zu verbessern, indem wir über 90 iJal Safe Water Stations einen zuverlässigen Zugang zu Wasser bieten. 
 

Bayer WASH

Weitere Informationen über unsere Wasserstrategie, die Wassernutzung und unser Abwassermanagement finden Sie in unserem Impact Report.