Fokusbereiche

Strategische Nachhaltigkeits- schwerpunkte

Bayer arbeitet kontinuierlich daran, Nachhaltigkeitsthemen im Einkauf strategisch weiterzuentwickeln. In den kommenden Jahren werden die Anforderungen für Umwelt und Menschenrechte in der gesamten Lieferkette sowie das Programm zur Förderung der Diversität unserer Lieferanten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

 

Verbesserung der Nachhaltigkeitspraktiken in der Lieferkette

Bereits im Jahr 2020 haben wir festgelegt, dass alle strategisch wichtigen Lieferanten eine EcoVadis-Bewertung von mindestens 45 von 100 Punkten
("grüne" Bewertung) oder ein vergleichbares Auditergebnis vorlegen müssen. Ab 2021 werden alle potenziellen neuen Lieferanten mit einem Einkaufsvolumen von mehr als 250.000 € zusätzlich im Vorfeld auf Nachhaltigkeitsaspekte geprüft. Zudem ist geplant, den Fortschritt der verschiedenen Nachhaltigkeitsbereiche anhand von Indikatoren zu überwachen und entsprechende Ziele zu definieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

 

Klimaschutz in der Lieferkette

Klimaschutz ist ein wesentlicher Bestandteil der Bayer-Strategie und wird durch unseren Verhaltenskodex für Lieferanten unterstützt. Im Jahr 2020 sind wir der Science-Based-Targets-Initiative beigetreten und haben uns zum Ziel gesetzt, unsere direkten Treibhausgas-Emissionen deutlich zu reduzieren - sowohl die aus unseren eigenen Aktivitäten (Scope 1 und 2) als auch die, die z.B. in der Lieferkette oder bei unseren Kunden entstehen (Scope 3).


Im Rahmen unserer Verpflichtung zur Science-Based-Targets-Initiative werden wir die direkten Scope-3-Treibhausgas-Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen, Investitionsgütern, brennstoff- und energiebezogenen Aktivitäten, Transporten und Vertrieb sowie Geschäftsreisen bis 2029 um 12,3 % gegenüber der Ausgangsbasis von 2019 reduzieren.

 

Nachhaltige Palm- und Soja-Lieferketten

In den Bereichen Palmöl und Soja unterstützen wir als Einkäufer von Pflanzen­ölderivaten die zertifizierte, nachhaltige Produktion dieser Rohstoffe, was besonders in Südostasien und Lateinamerika von Bedeutung ist. Wir sind Mitglied bei den renommierten Organisationen „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) sowie „Round Table on Responsible Soy“ (RTRS) und kaufen entsprechend unserer Verbrauchsmengen sogenannte „Credits“. Der finanzielle Wert der „Credits“ kommt den Landwirten zugute, die sich zu einem legalen sowie ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Anbau von Palmöl bzw. Soja verpflichten und diesen durch eine auditierte Zertifizierung nachweisen.

 

Zudem kooperiert die Division Crop Science mit dem RTRS. Ziel der Zusammen­arbeit ist die gegenseitige Unterstützung bei der Zertifizierung von brasilianischen Sojaproduzenten nach den hohen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien des RTRS-Standards.

 

In der Division Pharmaceuticals werden einige Hormone auf Basis von Sterinen synthetisiert. Diese entstehen bei der Herstellung von Pflanzenölen aus z. B. Soja sowie bei der Holzverwertung. Zusätzlich beziehen wir Steroide, die aus Diosgenin oder dessen Zwischenstufen hergestellt werden. Diese Substanz stammt größten­teils aus der Yamswurzel, die u.a. in China angebaut wird.

 

Die Division Consumer Health setzt Extrakte aus Pflanzen ein, um Arzneimittel auf pflanzlicher Basis herzustellen. Wir verwenden große Sorgfalt beim Anbau und der Gewinnung von Rohstoffen, die nach lokalen oder internationalen Standards wie
z. B. den Vorgaben der GACP-Richtlinien (Gute Praxis für die Sammlung und den Anbau von Arzneipflanzen) erfolgen.

 

Unterstützung von Menschenrechten in der Lieferkette

Wir unterstützen ausdrücklich die Durchsetzung von Menschenrechten. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Achtung vor dem Menschen für eine nachhaltige Geschäftstätigkeit unverzichtbar ist. Dabei thematisieren wir insbesondere die folgenden Bereiche: „Mitarbeiter und Arbeitsbedingungen“, „Belästigungen und Diskriminierung“, „Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen“, „Kinderarbeit“ sowie „Gesundheit und Sicherheit“.


Weitere Informationen zu unserer Position zu Menschenrechten finden Sie auf der Website zum Thema Menschenrechte.

 

Im Jahr 2020 lag der Fokus auf der Weiterentwicklung des strategischen Ansatzes zur Einhaltung der Menschenrechte in der Lieferkette. Ab 2021 wollen wir unsere Maßnahmen hinsichtlich der Erfüllung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte in der Lieferkette ausbauen und intensiver in unsere Einkaufsprozesse integrieren.

Die Beschaffung von Mineralien, die aus instabilen Regionen der Welt stammen, kann zur Finanzierung von Konflikten und Verletzung von Menschenrechten führen. Daher setzen wir uns für eine verantwortungsvolle Beschaffung sogenannter Konfliktmineralien ein.

 

Hierzu haben wir zusätzlich Prüfprozesse zur Erfüllung internationaler Regularien etabliert, wie u. a. die Vorschriften, die Unternehmen zur Offenlegung der Herkunft bestimmter Rohstoffe auffordern. Dies betrifft z. B. die sogenannten Konfliktmineralien aus Regionen wie der Demokratischen Republik Kongo oder deren Nachbarstaaten. Zur Befragung unserer relevanten Lieferanten benutzen wir das „Conflict Minerals Reporting Template“, um Verwendung, Quellen und Herkunft bestimmter Mineralien in unserer Lieferkette zu identifizieren. Aus einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen leiten wir Maßnahmen zur rechtzeitigen Initiierung von Prozessverbesserungen ab. Dabei unterstützen wir unsere Kunden bei der Erfüllung der Sorgfaltspflicht bezüglich der Herkunft bestimmter Rohstoffe in ihrer Lieferkette. Lieferanten, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden umgehend darauf hingewiesen, dass diese Standards einzuhalten sind und geeignete Maßnahmen eingeleitet.

 

In unserem Bayer-Verhaltenskodex für Lieferanten drücken wir eine explizite Erwartungshaltung an unsere Lieferanten aus. Die Lieferanten sollen sicherstellen, dass keine Produkte an Bayer geliefert werden, die Metalle enthalten, deren Ausgangsrohstoffe aus einer Konfliktregion stammen, wo sie direkt oder indirekt zur Finanzierung oder Unterstützung bewaffneter Gruppierungen beitragen oder Menschenrechtsverletzungen verursachen oder begünstigen.

Vielfalt in unserer Lieferantenbasis

Bayer bekennt sich zu Inklusion und Vielfalt. Dies spiegelt sich in den ehrgeizigen Zielen wider, die Anfang 2021 bekannt gegeben wurden. Mitarbeiter und Zulieferer spiegeln die Vielfalt des Kundenstamms wider und sollten ein Umfeld fördern, in dem Vielfalt geschätzt und gewürdigt wird.
Das Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung von Bayer durch das Supplier Inclusion & Diversity Program unterstützt das Unternehmen in seiner Mission "Health for all, hunger for none“. Das Supplier Inclusion & Diversity Program von Bayer setzt sich für kleine und vielfältige Lieferanten ein und bietet ihnen Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung.

 

Der Verhaltenskodex für Lieferanten von Bayer ermutigt Lieferanten zur Zusammenarbeit mit Unternehmen mit vielfältiger Eigentumsstruktur und zur Unterstützung der Bayer-Ziele im Bereich Inklusion und Vielfalt.