Anhörung zur finalen Genehmigung des Roundup™-Sammelvergleichs
Am 14. September 2026 fand vor dem zuständigen Gericht in Missouri (Missouri Circuit Court) die Anhörung für die finale Genehmigung des Sammelvergleichs zu den Roundup™-Rechtsstreitigkeiten statt. Die Entscheidung des Gerichts wird nicht am selben Tag, sondern zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.
Wie bereits im Februar kommuniziert, sind der Sammelvergleich und die für das Unternehmen positive Durnell-Entscheidung des Supreme Court jeweils notwendige und sich gegenseitig verstärkende Bestandteile der Strategie des Unternehmens, die Roundup™-Rechtsstreitigkeiten signifikant einzudämmen. Mit dem Sammelvergleich sollen die allermeisten aktuellen und potenziellen künftigen Klagen beigelegt werden, bei denen es um geltend gemachte Erkrankungen am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) geht, unabhängig von der rechtlichen Begründung der geltend gemachten Ansprüche. Dabei muss die Exposition mit Roundup™ vor dem 17. Februar 2026 erfolgt sein. Die weitreichende und gut begründete Entscheidung des Supreme Court sollte sämtlichen Klagen die Grundlage entziehen, bei denen es im Kern um angeblich fehlende Warnhinweise geht, selbst wenn sie anders bezeichnet werden. Für Ansprüche, die über angeblich unzureichende Warnhinweise hinausgehen, haben die Kläger bisher keine ausreichenden Beweise vorgelegt.
Bei der Anhörung hatte das Gericht vor seiner endgültigen Entscheidung Gelegenheit, die Argumente von Monsanto, der Klägerseite sowie Einwände zum Vergleich anzuhören. Bei großen Sammelvergleichen wie diesem benötigen Gerichte in der Regel Zeit für die Prüfung der Argumente, bevor sie eine schriftliche Entscheidung veröffentlichen. Das Gericht kann vor der finalen Genehmigung zudem Änderungen an einzelnen Aspekten der Vergleichsvereinbarung verlangen. Beides wäre nicht ungewöhnlich und würde die Vergleichsvereinbarung nicht in Frage stellen.
Über den Sammelvergleich
Der vorgeschlagene Sammelvergleich soll für alle Parteien fair sein – für Monsanto ebenso wie für die Klägerseite. Die Vereinbarung wurde nach dem Vorbild anderer Vergleiche in ähnlicher Größenordnung konzipiert, die bereits genehmigt wurden. Die Vereinbarung ist darauf angelegt, Ansprüche langfristig abzuwickeln. Mit einer Finanzierung für bis zu 21 Jahre deckt der Vergleich sowohl aktuelle als auch mögliche künftige Klägergruppen ab, die angeben, vor dem 17. Februar 2026 Roundup™ ausgesetzt gewesen zu sein, und:
- bereits eine medizinische NHL-Diagnose haben; oder
- eine medizinische NHL-Diagnose vor dem Ende einer 16-jährigen Frist erhalten, die ab der finalen Genehmigung der Vergleichsvereinbarung läuft.
Monsanto und Vertreter der Klägerseite hatten die finale Genehmigung gemeinsam beantragt und dargelegt, dass der Vergleich die rechtlichen Anforderungen erfüllt. Am zuständigen Gericht in Missouri hatte Richter Boyer den Sammelvergleich am 4. März 2026 vorläufig genehmigt; die Frist für mögliche Austritte („Opt-outs“) endete am 4. Juni 2026.
Die Bewertung der Opt-outs läuft derzeit noch. Die endgütige Zahl der Ablehnungen dürfte erst mit der finalen Entscheidung des Gerichts zum Vergleich feststehen, da Opt-outs bis dahin widerrufen werden können.
Zur Finanzierung des Sammelvergleichs wird Monsanto – nach Genehmigung des Gerichts – über bis zu 21 Jahre jährlich abnehmende und gedeckelte Zahlungen von insgesamt maximal 7,25 Milliarden US-Dollar leisten. Durch diese langfristige Zahlungsvereinbarung erhält das Unternehmen mehr Sicherheit und Kontrolle über die Kosten der Rechtsstreitigkeiten sowohl für aktuelle Ansprüche als auch für mögliche künftige Anspruchsteller.
Weltweit führende Regulierungsbehörden, darunter die US-Bundesumweltbehörde EPA und die Regulierungsbehörden der EU, haben auf Basis umfangreicher wissenschaftlicher Studien wiederholt festgestellt, dass glyphosatbasierte Herbizide sicher angewendet werden können und nicht krebserregend sind. Diese Mittel sind für Landwirte essenziell, um bezahlbare Lebensmittel zu produzieren und damit weltweit zur Ernährung beizutragen.