Umgang mit den Roundup™ Rechtsstreitigkeiten

Eine Luftaufnahme eines Gebäudes mit rundem Grundriss.

Bayer verfolgt verschiedene Maßnahmen, um mit den Rechtsstreitigkeiten zu Roundup™ in den USA umzugehen. Dass Roundup™ sicher und nicht krebserregend ist, bestätigen Wissenschaft und Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten immer wieder. Wir sind daher zuversichtlich, die Rechtsstreitigkeiten beenden zu können.

Die Maßnahmen auf einen Blick:

Am 25. Juni 2026 hat der Oberste Gerichtshof der USA ein richtungsweisendes Urteil im Fall Durnell veröffentlicht, in dem es um Roundup™ (Wirkstoff: Glyphosat) geht. Das Gericht bestätigt darin mit sieben zu zwei Stimmen, dass das Bundesrecht (Federal Insecticide, Fungicide, and Rodenticide Act, FIFRA) explizit Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise auf Bundesstaaten-Ebene ausschließt, wenn die US-Umweltbehörde EPA die Sicherheit eines Produktes eindeutig festgestellt hat. Mehr dazu in der Presse-Information

Bayer hat sich in den USA mit einer breit gefächerten Gruppe aus über 360 Erzeuger- und Branchenverbänden auf Bundesebene sowie mehr als 85 Unterstützern zur „Modern Ag Alliance“ zusammengeschlossen, um sich für einheitliche Gesetze zur Produktkennzeichnung einzusetzen. Bayer wird sich weiterhin mit politischen Entscheidungsträgern austauschen, um Rechtssicherheit rund um die Kennzeichnungspflichten in den USA zu erreichen. Regierungen auf Bundes- und Bundesstaatenebene sollten Gesetze verabschieden, die im Einklang mit den Kennzeichnungspflichten auf Bundesebene stehen und die strengen wissenschaftlichen Analysen der EPA zur Sicherheit von Agrarprodukten berücksichtigen. Die Landwirte verlassen sich auf Roundup™, ein wichtiges Produkt, das seit 50 Jahren eingesetzt wird und dessen Sicherheit von unabhängigen Aufsichtsbehörden weltweit immer wieder bestätigt worden ist. Ohne zusätzliche Rechtssicherheit besteht die Gefahr, dass die Klageindustrie die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben sowie bei Bayer Forschung & Entwicklung und weitere wichtige Investitionen zur Lösung der drängendsten Probleme unserer Zeit beeinträchtigen wird.

Am 17. Februar 2026 hat Monsanto einen Sammelvergleich zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup™ (Wirkstoff: Glyphosat) in den USA geschlossen. Mit der langfristigen Vereinbarung sollen sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen beigelegt werden, bei denen es um geltend gemachte Erkrankungen am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) geht. Die Anhörung zur finalen Genehmigung soll am 19. August 2026 stattfinden. Mehr dazu in der Presse-Information

Um das Risiko künftiger Rechtsstreitigkeiten weiter zu verringern, haben wir ab 2023 die Produktion umgestellt und bieten für den US-Privatkundenmarkt Roundup™ nur noch ohne Glyphosat an. Das Produkt enthält stattdessen alternative Wirkstoffe. Dieser Schritt ist ausschließlich der Minimierung von Rechtsrisiken geschuldet und reflektiert in keinerlei Hinsicht etwaige Sicherheitsbedenken. Da der weit überwiegende Teil der Klagen aus dem Privatkundensegment stammt, wird durch diesen Schritt die Grundlage möglicher künftiger Klagen im Roundup™-Rechtskomplex zum Großteil entzogen. Für professionelle und landwirtschaftliche Nutzer in den USA steht Glyphosat weiterhin zur Verfügung, genauso wie im Rest der Welt.

Um mehr Transparenz zu bieten, gibt es eine Internetseite (auf Englisch) mit Links zu wissenschaftlichen Sicherheitsstudien zu unseren Glyphosatprodukten.

Wir stehen voll und ganz hinter der Sicherheit unserer Glyphosatprodukte

Die Maßnahmen, die wir ergreifen, sind kein Eingeständnis von Schuld oder Fehlverhalten. Vielmehr sind sie das Ergebnis des US-amerikanischen Systems der Massenklagen und von Unklarheiten bei der Auslegung der US-Kennzeichnungspflichten durch die Gerichte.

 

Wir haben großes Mitgefühl für jeden, der an einer Krankheit leidet. Gleichzeitig zeigen die umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterhin, dass unsere Produkte nicht für die in diesem Rechtsstreit vorgebrachten Krankheiten verantwortlich sind.

 

Seit 50 Jahren sind führende Gesundheitsbehörden in aller Welt wiederholt zu dem Schluss gekommen, dass unsere Glyphosatprodukte sicher verwendet werden können und dass Glyphosat nicht krebserregend ist. Dazu gehören die jüngsten Feststellungen der US-Umweltschutzbehörde (EPA), der EU-Bewertungsgruppe für Glyphosat (AGG), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) sowie der führenden Gesundheitsbehörden in Deutschland, Australien, Korea, Kanada, Neuseeland, Brasilien und Japan.

 

Im Juli 2024 kam ein Richter des australischen Bundesgerichtes mithilfe eines neutralen, vom Gericht bestellten wissenschaftlichen Experten und nach einem wissenschaftlichen Konklave-Verfahren in einer 322-seitigen Stellungnahme zu dem Urteil, dass es keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen dem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) und der Anwendung von Glyphosat gibt.

 

Herbizide auf Glyphosatbasis gehören zu den am gründlichsten untersuchten Produkten ihrer Art. Dies ist einer der Gründe, warum sich so viele Landwirte und andere Nutzer weiterhin auf diese Produkte verlassen, um Unkräuter sicher, erfolgreich und nachhaltig zu bekämpfen.

Wir investieren in Innovationen, um zusätzliche Lösungen zur Unkrautbekämpfung zu entwickeln

Landwirte müssen Unkraut bekämpfen, um erfolgreich anbauen und die Weltbevölkerung ernähren zu können. Dabei gibt es keine Einzellösung - stattdessen setzen die Landwirte eine Reihe von Instrumenten und Verfahren zur Unkrautbekämpfung ein. Auch wenn Glyphosat in der Landwirtschaft weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird, übernehmen wir eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung zusätzlicher Instrumente und der Förderung eines integrierten Unkrautmanagements (IWM).

 

Wir investieren jedes Jahr über 2 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung für landwirtschaftliche Lösungen. Im Rahmen dieser Bemühungen haben wir auch die Entdeckung eines neuen, bahnbrechenden Herbizidmoleküls bekannt gegeben, das erste seiner Art seit mehr als 30 Jahren.

 

Als führendes Unternehmen in der globalen Landwirtschaft wissen wir, dass wir eine große Verantwortung tragen, die Landwirte bei der Ernährung der Weltbevölkerung zu unterstützen und das einzigartige Potenzial haben, die Landwirtschaft zum Nutzen der Gesellschaft und des Planeten voranzubringen. Wir sind entschlossen, dieser Verantwortung gerecht zu werden.