Roundup™ Litigation

Stellungnahme zur vorläufigen Genehmigung des Sammelvergleichs

Am 4. März 2026 hat ein Richter des Circuit Court in St. Louis (Missouri) den Sammelvergleich zu Roundup™ (Wirkstoff: Glyphosat) vorläufig genehmigt. Mit der Vereinbarung sollen sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen beigelegt werden, bei denen es um geltend gemachte Erkrankungen am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) geht. Der Antrag wurde durch führende Klägerkanzleien eingereicht. Unsere Stellungnahme:

„Wir begrüßen die vorläufige Genehmigung des Sammelvergleichs, mit dem aktuelle und mögliche künftige Roundup™-Klagen in Bezug zu NHL beigelegt werden sollen. Das ist der erste wichtige Schritt für die Umsetzung des Sammelvergleichs. Wir sind überzeugt, dass der langfristige und solide finanzierte Vergleichsvorschlag, der von führenden Klägerkanzleien unterstützt wird, durch das Gericht endgültig genehmigt werden sollte.

 

Nach der vorläufigen Genehmigung ist der nächste Schritt die Information der möglichen Teilnehmer des Sammelvergleichs. Innerhalb von 90 Tagen (bis zum 4. Juni 2026) haben diese dann Gelegenheit, die Vergleichsvereinbarung abzulehnen oder mögliche Einwände bei Gericht einzubringen. Anschließend gibt es eine so genannte Fairness-Anhörung (für den 9. Juli 2026 angesetzt), nach der das Gericht erstinstanzlich über eine endgültige Genehmigung des Sammelvergleichs entscheiden wird. Dagegen können rechtliche Mittel eingelegt werden. Alle laufenden Verfahren im US-Bundesstaat Missouri, die durch Teilnehmer des Sammelvergleichs eingereicht wurden, werden bis zur finalen Entscheidung des Gerichts über den Sammelvergleich ausgesetzt (mit Ausnahme von Opt-outs).

 

Die Vergleichsvereinbarung folgt auf die Entscheidung des US Supreme Court, den Fall Durnell zur Überprüfung anzunehmen. Dabei hat die Erwartung, dass das oberste Gericht die Frage des Vorrangs von Bundesrecht bei Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise überprüfen könnte, die Vergleichsverhandlungen erst möglich gemacht.

 

Der Fall beim Supreme Court bleibt von der Vergleichsvereinbarung unberührt und ist wichtig, um erhebliche Schadenersatzurteile aufzuheben, gegen die noch Rechtsmittel anhängig sind, und die nicht durch den Sammelvergleich abgedeckt sind. Das Urteil des Supreme Court ist zudem auch wichtig, um die Regulierungsunsicherheit zu beseitigen, die es erschwert, Innovationen auf den US-Markt zu bringen, was ernsthafte Konsequenzen für Landwirte und die amerikanische Lebensmittelproduktion haben kann.

 

Im Rahmen der mehrgleisigen Strategie zur signifikanten Eindämmung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten ergänzt der Sammelvergleich die Überprüfung des Falls Durnell durch den US Supreme Court. Beide Schritte sind jeweils notwendig und verstärken sich gegenseitig.“