Innovation

Auf der Suche nach neuen Optionen für Herz-Kreislauf-Patienten

An older couple jogging in a park.

Nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen häufiger Erwachsene oder ältere Menschen2. Uns bei Bayer steht eine schwierige Aufgabe bevor, da die Häufigkeit solcher Krankheiten aufgrund der immer älter werdenden Weltbevölkerung zunimmt.

Mit 17,7 Millionen Todesfällen

pro Jahr und einem Anteil von 31 Prozent an der weltweiten Sterblichkeit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die das Herz und den Blutkreislauf betreffen, weltweit die häufigste Todesursache (1).

Wir stützen uns auf 120 Jahre Innovation

Wir sind stolz auf unsere Erfahrung in der Bereitstellung neuer Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Im Jahr 1899 stellten wir eine chemisch reine und stabile Form der Acetylsalicylsäure her, die weithin als Therapie nicht nur zur Linderung von Kopfschmerzen, sondern auch zur Vorbeugung von Herzinfarkten bei einigen Risikopatienten anerkannt ist. Seitdem hat sich unser Portfolio zur Behandlung einer Vielzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erweitert, von Bluthochdruck bis hin zu unserer viel verwendeten Behandlung von Thrombose.

 

Für diese Patienten bleibt noch viel zu tun

Auch wenn wir vielen Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen geholfen haben – und immer noch helfen –, wissen wir doch, dass es viele Menschen gibt, für die leider weniger Möglichkeiten bestehen. Beispielsweise leiden mehr als 60 Millionen Menschen weltweit unter einer Herzinsuffizienz3. Trotz der erzielten Behandlungsfortschritte ist die Erkrankung mit der gleichen Sterberate wie einige häufige Krebsarten4verbunden – 50 Prozent der Patienten sterben innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose5.

 

Innovationsförderung in einem herausfordernden Bereich

Trotz der bisherigen Fortschritte steht die Herz-Kreislauf-Forschung vor großen Herausforderungen. Für bestimmte Krankheiten gibt es nur wenige Behandlungsmöglichkeiten. Daher suchen wir immer nach neuen Ansätzen, um die Entwicklung innovativer Medikamente weiter zu verbessern. Wir forschen weiter an neuen Behandlungsansätzen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie deren Begleiterkrankungen, wie Nieren- und Lungenerkrankungen. Wir arbeiten mit führenden wissenschaftlichen, akademischen und industriellen Partnern zusammen, um unser Verständnis von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern und innovative Ansätze zu finden.

 

Mehr Möglichkeiten für Patienten durch Partnerschaften

Unsere Partnerschaften?

Seit August 2018 kooperieren wir mit dem Wiener Biotechnologieunternehmen Haplogen, um neue Behandlungsmöglichkeiten für Lungenerkrankungen wie die chronische- obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu identifizieren und zu entwickeln.

 

Auf der Suche nach Behandlungsoptionen für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)

Vielleicht kennen Sie COPD umgangssprachlich unter dem Begriff "Raucherhusten". Der mit der COPD verbundene Husten wird häufig durch Rauchen oder durch wiederholten Kontakt mit anderen Formen von Rauch verursacht. COPD–Patienten haben häufig mit schubförmigen, schweren Krankheitsepisoden zu kämpfen, die mehrere Tage andauert und die Lunge schädigt.

 

Häufige Ursache für diese COPD-Exazerbationen sind Virusinfektionen der Atemwege. Ein möglicher Therapieansatz besteht darin, die Verbreitung des verantwortlichen Virus durch Hemmung seiner Vermehrung zu unterbinden. Die Forschungsallianz mit Haplogen hat zum Ziel, neue antivirale Wirkstoffe zu entwickeln, um die Frequenz der COPD-Schübe zu reduzieren und Patienten mit diesem hohen medizinischen Bedarf zu helfen.

 

Unsere Partnerschaften

2016 begann unsere Zusammenarbeit mit Evotec, um nach neuen Behandlungsoptionen für Nierenerkrankungen, wie chronische Nierenerkrankungen bei Patienten mit Diabetes, zu suchen. Wir arbeiten auch mit dem Vanderbilt University Medical Center (VUMC) in Nashville, Tennessee, zusammen, um neuer potenzielle Wirkstoffe zur Behandlungen für Nierenerkrankungen zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit konzentriert sich nicht auf eine bestimmte Nierenerkrankung – der Umfang der Forschungsprojekte ist breitgefächert und untersucht sowohl den Krankheitsverlauf chronischer als auch diabetischer Nierenerkrankungen.

 

Auf der Suche nach Optionen für Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung Bei chronischen Nierenerkrankun

verlieren die Nieren über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren zunehmend ihre Funktionsfähigkeit. Wenn sich die Nierenfunktion stetig verschlechtert, führt dies letztendlich zu einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD), bei der sich die Betroffenen einer Dialyse oder Nierentransplantation unterziehen müssen. Die diabetische Nierenerkrankung (DKD) ist eine der häufigsten Komplikationen bei Diabetes, an der rund 40 Prozent der Typ-2- Diabetiker erkranken . Diabetes ist auch die häufigste Ursache von ESRD. DKD-Patientinnen und Patienten tragen ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen als Patienten mit Typ-2-Diabetes allein. Unsere Zusammenarbeit mit Evotec ist ein wichtiges Vorhaben zur Bekämpfung von Nierenerkrankungen, insbesondere für Patienten, die zusätzlich unter Diabetes leiden.

 

Unsere Partnerschaften

2015 vereinbarten wir eine Zusammenarbeit mit dem Broad Institute of MIT und Harvard im Bereich der kardiovaskulären Genomik und Wirkstoffforschung. Erst kürzlich – im Juni 2018 – haben wir in Cambridge, Massachusetts, zusammen mit dem Broad Institute, ein gemeinsames Precision Cardiology Laboratory gegründet. Dort untersuchen wir die Auswirkungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die Körperfunktionen auf zellulärer und molekularer Ebene, um daraus mit modernen Technologien neue Therapien abzuleiten.

 

Die genetische Ebene: Auf der Suche nach Optionen für Herz-Kreislauf- Patientinnen und Patienten

In unserer kardiogenomischen Partnerschaft mit dem Broad Institute wollen wir Erkenntnisse aus der Humangenetik nutzen, um neue kardiovaskuläre Therapien zu entwickeln. Die meisten Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch Faktoren des Lebensstils wie Tabakkonsum, falsche Ernährung und wenig körperliche Aktivität entscheidend beeinflusst, jedoch gibt es auch eine genetische Komponente. Wenn wir die Gene und Mutationen entdecken, die die für eine Veranlagung für Herz-Kreislauf- Erkrankungen verantwortlich sind, könnten wir daraus vielleicht neue Therapien und Diagnosemöglichkeiten entwickeln.

 

Auf der Suche nach Optionen für Patienten mit Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und vaskulärer Dysfunktion

Die Forschung im gemeinsamen Forschungslabor wird sich vor allem auf Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und vaskuläre Dysfunktion konzentrieren. Die Wissenschaftler werden Gewebeproben von gesunden Personen und von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen (und vergleichen), um die Krankheiten besser zu verstehen und neue Zielmoleküle für innovative Behandlungsoptionen zu identifizieren.

 

Quellen:

 

1 http://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds)

2 World Health Organization, Global Health and Aging, Last accessed August 2018

3 Lancet. 2017;390(10100):1211-1259

4 Mamas MM et al.  Eur J Heart Fail 2017;19:  1095-1104.

5 Mozaffarian D et al. Circulation 2016;133:e38–e360;

6 Clinical Journal  of the American Society of Nephrology, Diabetic Kidney Disease: Challenges, Progress, and Possibilities Last accessed August 2018

7 American Heart Association, What is heart failure? Last accessed August 2018

8 American Heart Association, What is atrial fibrillation? Last accessed August 2018