Hilfe und Solidarität nach Flutkatastrophe

#TeamBayer steht zusammen: „Gemeinsam schaffen wir das“

Die Flutkatastrophe in Deutschland und in Teilen der Niederlande und Belgien hat viele Menschen – auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bayer – schwer getroffen. Freiwillige Helferinnen und Helfer berichten von dramatischen Bildern in den betroffenen Gebieten, aber ebenso von einer unvergleichlichen Welle an Unterstützung und Solidarität. Wir haben mit einigen gesprochen.

Jorg Luft hat schon so einiges erlebt. Seit 1982 arbeitet der Betriebsmeister bereits bei Bayer, 38 Jahre am Produktionsstandort in Hürth-Knapsack, ein paar Kilometer von Erftstadt entfernt, wo er im Ortsteil Kierdorf mit seiner Familie lebt. Die Erlebnisse der vergangenen Tage haben aber auch bei ihm merkbar Spuren hinterlassen. „Ich habe Mitarbeiter, die haben ihre komplette Existenz verloren, Autos sind weggespült worden, Häuser unbewohnbar. Ich kann nicht in Worte fassen, was hier passiert ist.“ Luft ist wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt von der Überschwemmung betroffen gewesen – wenngleich das Wasser bei ihm nur im Keller stand. Und er ist einer von unzähligen Helferinnen und Helfern im #TeamBayer, die anpacken, um die Schäden der Katastrophe zu beseitigen und andere Menschen unterstützen.


 

Erfstadt-Blessem
Erftstadt-Blessem ist einer der Orte, die die Flut am heftigsten getroffen hat


Die riesige Welle an Hilfe und Unterstützung, die betroffene Regionen von allen Seiten erfahren, macht Luft ebenso sprachlos. „Es ist faszinierend, wie die Leute zusammenhalten, in der Nachbarschaft und auch hier am Standort. Sogar ein Arbeitskollege aus Blessem, der alles verloren hat, hat mir Unterstützung angeboten. Das ist unglaublich.“


Erftstadt-Blessem ist einer der Orte, die die Flut am heftigsten getroffen hat, die Lage dort ist noch immer angespannt – nur etwa 13 Kilometer entfernt vom Produktionsstandort in Knapsack. Der Bayer-Produktionsbetrieb für Pflanzenschutz ist glimpflich davongekommen. „Allerdings ist die Infrastruktur, unter anderem Schienen und Zubringerstraßen um den Standort beschädigt, sodass die Rohstoffanlieferung massiv betroffen ist“, erzählt Frank Zurmühlen, der die Bayer-Standorte in Knapsack und Frankfurt leitet. Der Produktionsbetrieb PSM2, der zwischenzeitlich stillstand, läuft mittlerweile wieder, und der Standortleiter ist zuversichtlich, dass Schäden schnell repariert werden. Auch das Bayer-Werk in Wuppertal war von der Flut betroffen, die Hochwasserlage hat sich aber deutlich entspannt.

Frank Zurmühlen, Leiter der Bayer-Standorte Knapsack und Frankfurt
Wichtig ist, dass wir pragmatisch helfen und uns um unsere Kolleginnen und Kollegen kümmern. Knapsack ist da wie eine große Familie.
Frank Zurmühlen
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Leiter der Bayer-Standorte Knapsack und Frankfurt

Freiwillige Helferinnen und Helfer in allen betroffenen Gebieten


Es sind Beispiele wie diese, die vielen Menschen aktuell trotz großer Not und Verzweiflung, Hoffnung und Zuversicht geben. Daniela Bachmann, Global Manager Employee Engagement bei Bayer und Janine Becker aus dem Bereich HR Solutions/Retirement & Consulting haben beispielsweise in Leverkusen-Opladen geholfen, Keller leergepumpt, zerstörte Möbel geschleppt, zugehört. In anderen betroffenen Gebieten wie in Hagen, Wuppertal, Euskirchen, Stolberg, oder im schwer betroffenen Ahrtal waren ebenfalls Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterwegs, um zu helfen. Wo es möglich ist, stellt Bayer den Hilfswilligen Schutzausrüstung wie Handschuhe oder Masken zur Verfügung, wie zum Beispiel am Standort in Bergkamen.


„Ich war wirklich geschockt zu sehen, wie schlimm es drei Tage nach der Überflutung noch in Opladen aussah“, erzählt Daniela Bachmann. Sie wohnt selber im Ort und hatte mehr Glück als die vierköpfige Familie, der sie beim Entrümpeln ihres Hauses geholfen hat. „Die Hilfsbereitschaft ist wirklich überwältigend. Es ist wichtig, dass wir uns langfristig unterstützen, denn das Ausmaß der Katastrophe wird jetzt erst richtig sichtbar.“ 

Auch Nils Killat, HR Senior Specialist im Team Global Data Foundation, hatte großes Glück, nicht selbst betroffen zu sein und unterstützt seit Donnerstag in Leverkusen-Opladen, wo er kann: „Als ich im Home-Office die vielen Sirenen der Einsatzwagen gehört habe, konnte ich nicht einfach weiterarbeiten.“ Neben zahlreichen Privathaushalten in und um Leverkusen, war er gemeinsam mit Freunden, Familie und Nachbarn in Kindergärten, Altenheimen, Jugendhäusern und an anderen Orten im Einsatz. „Wichtig ist aktuell eine gute Organisation, sodass die vielen Helfer in der notwendigen Anzahl mit dem benötigten Equipment am richtigen Einsatzort helfen können“, betont er. Zusammen mit anderen freiwilligen Helferinnen und Helfern organisieren sie sich über Chat-Gruppen, um aus ganz Deutschland wichtiges Equipment wie Stromaggregate und Bautrockner zu besorgen. 

 


„Von großer Verzweiflung bis maximaler Dankbarkeit“


Svenja Huber schildert ähnliche Eindrücke. Sie ist Kapitänin der Bundesliga-Handballerinnen von Bayer 04, die ihr geplantes Teamevent kurzfristig zur Hilfsaktion in Leverkusen umplanten. Neben den Handballerinnen engagierten sich zahlreiche Bayer-Vereine, unter anderem mit der Bereitstellung von Notunterkünften. „Was wir in Leverkusen erlebt haben reicht von großer Verzweiflung bis hin zu maximaler Dankbarkeit. Wir haben verzweifelten Menschen geholfen, die Überreste ihres Hab und Guts aus ihren Gärten und Häusern zu tragen. Was wir jedoch auch erleben durften, ist, dass man gemeinsam vieles schaffen kann. Als #TeamBayer sind wir dankbar, dass wir hier unseren Beitrag leisten konnten“. 
 

Bayer spendet 600.000 Euro für Hochwasser-Opfer

Nach der Flutkatastrophe in Deutschland spendet Bayer 600.000 Euro als Soforthilfe für die Opfer. Die Mittel sind für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie zwei Stiftungen in Leverkusen und Wuppertal bestimmt. 


Außerdem hat Bayer gemeinsam mit dem DRK ein Programm für Mitarbeiter ins Leben gerufen, bei dem Spenden bis zu einer Summe von 100.000 Euro vom Unternehmen verdoppelt werden. 


„Als Unternehmen, das von jeher im Westen Deutschlands beheimatet ist, fühlen wir uns verantwortlich und wollen helfen“, sagt Dr. Monika Lessl, Vice President Corporate Research & Development und Social Innovation sowie Direktorin der Bayer Foundation.