Das Herz – der am härtesten arbeitende Muskel

Mit jedem Herzschlag pumpt das Herz etwa 70 Milliliter Blut in den Körper – und das im Leben eines Durchschnittsmenschen über drei Milliarden Mal. Das kardiovaskuläre System (auch Herz-Kreislauf-System genannt), bestehend aus dem Herzen und den Blutgefäßen, transportiert das Blut im Körper und sorgt dafür, dass die Körperzellen funktionieren. Es versorgt sie mit lebensnotwendigen Nährstoffen wie Aminosäuren, Elektrolyten und mit Sauerstoff angereichertem Blut. Überschüssiges Kohlendioxid wird abtransportiert. Damit hilft es bei der Bekämpfung von Krankheiten und stabilisiert sogar die Körpertemperatur.1

 

Herz-Kreislauf-Gesundheit – ein lebenslanges Anliegen

Das Herz ist der am härtesten arbeitende Muskel in Ihrem Körper. Doch wie viel wissen Sie tatsächlich über dieses wichtige Organ? Wie jeder andere Muskel auch, muss das Herz trainiert werden, benötigt Nahrung sowie Ruhe und muss vor Giftstoffen geschützt werden. Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist für Menschen jeden Alters wichtig. So ist zum Beispiel die koronare Herzkrankheit die zweithäufigste Todesursache bei 30- bis 49-Jährigen. Dennoch betrachten 25% der 18- bis 24-Jährigen sie nicht als schwerwiegende Erkrankung.2 Ein weiteres Beispiel für eine schwere Herzerkrankung ist die Herzinsuffizienz. Sie betrifft weltweit mehr als 60 Millionen Menschen. Etwa 50% der Betroffenen sterben innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose.

 

Ein ungesunder Herz-Kreislauf kann zu Fettablagerungen in den Blutgefäßen führen. Dieser Vorgang wird als Atherosklerose bezeichnet. Da Atherosklerose die Hauptursache für Herzinfarkte ist und außerdem zu Schlaganfällen führen kann, ist es ohne Frage außerordentlich wichtig, sich um seine Herz-Kreislauf-Gesundheit zu kümmern. Bei Menschen, die Risikofaktoren ausgesetzt sind, treten die ersten Anzeichen von Atherosklerose nachweislich bereits vor dem 10. Lebensjahr auf.3 Einige Risikofaktoren sind genetisch, andere sind gesellschaftlich bedingt und wieder andere sind verhaltensbedingt.

 

Die gute Nachricht ist, dass Sie durch eine gesunde Lebensweise und die Vermeidung verhaltensbedingter Risikofaktoren die kardiovaskuläre Fitness verbessern, länger gesund bleiben und das Risiko einer späteren Herz-Kreislauf-Erkrankung reduzieren können. Selbst wenn Sie Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit bisher vernachlässigt haben, können Sie jetzt beginnen, Risiken zu vermeiden, und damit Ihr Herz langfristig zu stärken.

 

Was ist Herzinsuffizienz?

Bringen Sie den Kreislauf in Schwung

Wir alle wissen, dass Bewegung gut für die Herz-Kreislauf-Gesundheit ist. Körperliche Aktivität verbessert die Funktion der Blutgefäße, hilft beim Abnehmen und senkt den Blutdruck. Bei Erwachsenen können 150 Minuten moderater körperlicher Aktivität pro Woche das Risiko für eine ischämische Herzerkrankung um etwa 30% und das Risiko für Diabetes um 27% senken.4 Runter vom Sofa, rauf auf das Laufband!

 

Interview mit Ernährungsberaterin Anna Wilkes

Herzgesundheit geht durch den Magen

Ihre Ernährung hat einen großen Einfluss auf Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit. Meiden Sie Nahrungsmittel, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, und Transfettsäuren und essen Sie mehr Obst, Gemüse und Fisch, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.5 Außerdem steigt das Risiko für koronare Herzkrankheit, ischämischen Schlaganfall und Typ-2-Diabetes mit zunehmendem Body Mass Index (BMI). Bemühen Sie sich, Ihren BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m2 zu halten, um dieses Risiko zu minimieren.6 Greifen Sie also lieber zu einem Apfel als zu einem Stück Kuchen, um gesund zu bleiben und länger zu leben.

 

Herzkrankheiten: Ein Männerproblem?

Achten Sie auf Ihren Lebensstil

Neben Bewegung und Ernährung gibt es eine Reihe von Lebensstilfaktoren, die sich auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken. Die Verbindung zwischen Alkoholkonsum und Herz-Kreislauf-Gesundheit ist zwar ein wenig komplex. Es gibt jedoch einen direkten Zusammenhang zwischen erhöhtem Alkoholkonsum und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.7 Es mag in Ordnung sein, gelegentlich ein Glas Wein zu trinken – eine ganze Flasche hingegen definitiv nicht.

 

Schätzungen zufolge sind 10% der Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit auf das Rauchen zurückzuführen.8 Mit dem Rauchen aufzuhören, reduziert das Gesundheitsrisiko schnell und drastisch. Ein Jahr, nachdem man mit dem Rauchen aufgehört hat, ist das Risiko für koronare Herzkrankheit nur noch halb so groß.9 Auch das Alter, in dem man mit dem Rauchen aufhört, hat einen großen Einfluss: In einer 50 Jahre andauernden Folgestudie, die von britischen Ärzte durchgeführt wurde, hatten ehemalige Raucher, die im Alter zwischen 35 und 44 Jahren mit dem Rauchen aufgehört hatten, die gleiche Überlebensrate wie Menschen, die nie geraucht hatten.10

 

Die mentale Gesundheit ist einer von zahlreichen weiteren Faktoren, die unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit beeinflussen. Stress und Angstzustände können zu Bluthochdruck führen, dem größten kardiovaskulären Risikofaktor weltweit, der 13% der Todesfälle ausmacht.11 Kümmern Sie sich daher auch um Ihre mentale Gesundheit. Beispielsweise zeigen Studien, dass Meditation helfen kann.12

 

Wie Burpees Ihrem Herzen helfen können

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Sie mögen eine der am meisten gefürchteten Übungen im Fitnessstudio sein, aber Burpees sind wirklich brillant für Sie! Wie viele hochintensive Übungen eignen sich Burpees hervorragend zur Verbesserung Ihrer Herz-Kreislauf-Funktion, aeroben Fitness und Muskelausdauer – und das in kürzester Zeit. Aber: Burpees sind nicht einfach, also fangen Sie langsam an und passen Sie auf sich auf.

 

 


The Physiological Society – Experimental Physiology “Human thermoregulation and the cardiovascular system"

Bayer “My Vascular Health Survey” & WHO “Top 10 causes of death”

3 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 46.

4 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 28.

5 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 32.

6 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 36.

7 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 30.

8 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 26.

9 British Heart Foundation. Broschüre „Understanding Smoking to reduce your risk of heart and circulatory diseases”.

10 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 26.

11 WHO. Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. S. 18.

12 https://www.health.harvard.edu/heart-health/meditation-offers-significant-heart-benefits